Die Johanniter starten nach Corona-Pause wieder Erste-Hilfe-Kurse

Hannover. Nach der Corona-Pause wird die Erste-Hilfe-Ausbildung bei den Johannitern in der Stadt und Region Hannover sowie den Landkreisen Schaumburg, Nienburg/Weser und Heidekreis ab dem 2. Juni wiederaufgenommen. Pandemiebedingt wird sich in den Kursen einiges ändern. Die Neuerungen wirken sich aus auf die Teilnehmerzahl, die Ausstattung der Örtlichkeiten sowie auf Lehrinhalte, die angepasst und erweitert werden mussten.

„Es muss gewährleistet sein, dass sich die Teilnehmenden in einer geschützten Lernumgebung aufhalten“, sagt Rolf Princk, Regionalausbildungsleiter der Johanniter im Regionalverband Niedersachsen Mitte. „Wir sorgen in unseren Räumen durch eine verringerte Teilnehmerzahl und intensivierte Desinfektion für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen wie zum Beispiel die Abstandswahrung. Bei Kursen für Ersthelfer in Betrieben müssen die Rahmenbedingungen im Voraus individuell geprüft und festgelegt werden.“ Das bedeute zwar mehr Aufwand in der Vorbereitung, sei zum Schutz der Teilnehmenden aber unerlässlich, so Rolf Princk. Die Johanniter bitten alle Teilnehmenden der Erste-Hilfe-Kurse darum, sich nicht nur einen Mund-Nasen-Schutz, sondern auch eigenes Schreibmaterial mitzubringen, um ein Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

Um eine sichere Erste-Hilfe-Ausbildung in Corona-Zeiten zu gewährleisten, stehen gleich zu Kursbeginn Hygienemaßnahmen im Fokus. Neben den Abstandsregeln, dem richtigen Händewaschen und der Händedesinfektion sind die Husten-Nies-Etikette sowie das korrekte Tragen von Mund-Nasen-Schutz und der Gebrauch von Beatmungsmasken wichtige Themen. Im Verlauf des Kurses wird die Atemspende bei einer Reanimation situationsangepasst vermittelt. Gleiches gilt für das Anlegen eines Druckverbandes, das Teilnehmer nicht wie sonst an einem Partner, sondern am eigenen Oberschenkel üben.

Für Ersthelfer in Betrieben sind die zusätzlichen Lerninhalte von doppelter Bedeutung, einerseits zur Eigensicherung und andererseits, um auf Pandemie-Situationen vorbereitet zu sein. Die Unterweisung für Betriebshelfer umfasst den Umgang mit Schutzausrüstungen, die Unterscheidung zwischen Mund-Nasen-Schutz und FFP2-Masken, dem hygienischen Handeln und der sicheren Schutzausstattung. Rolf Princk: „Wir wollen die Ersthelfer in ihren Betrieben für aktuelle und zukünftige Herausforderungen fit machen.“