Richtkrone weht über Rohbau der Sporthalle Langenhagen

LANGENHAGEN. In Ermangelung eines hölzernen Dachstuhls wehte die Richtkrone am Donnerstag, 28. Mai, an einem Kran über der Sporthalle Langenhagen. In guter Tradition dankte die Stadt den Handwerkern auf der Baustelle an der Konrad-Adenauer-Straße mit einer kleinen Feier. Ein großes Richtfest mit Vertretern aus dem Sportring Langenhagen und den Vereinen, der Politik und der Verwaltung war aufgrund der aktuellen Auflagen nicht möglich.

„Ich möchte heute den Moment nutzen, um den Blick nicht auf die Corona-Widrigkeiten, sondern auf das Hoffnungsvolle hier vor Ort zu richten“, sagte Monika Gotzes-Karrasch. Die Sozialdezernentin, die nach jahrelangem Dienst bei der Stadt Langenhagen ihre Pension Ende des Monats antritt, wies unter anderem auf den erreichten Baufortschritt hin. „Die Rohbauarbeiten sind nahezu abgeschlossen und insgesamt ist die Baustelle sehr gut im Zeitplan. Wir haben aktuell einen Stand erreicht, der erst in vier Wochen vorgesehen war.“

Der Innenausbau in dem Gebäude mit einer Grundfläche von etwa 2.700 Quadratmetern hat bereits begonnen. Viele der Fachwerkstahlträger, auf denen später das Flachdach über der großen Dreifeldhalle errichtet wird, sind montiert. Die Tribüne ist hergestellt und über mehrere Treppen gut erreichbar; es fehlen noch die Sitzschalen für die bis zu 600 Besucherplätze. In dem über zwei Etagen reichenden Hauptportal lässt sich erkennen, dass eine große Fensterfront für viel Licht sorgen wird und alle Ebenen von hier aus gut zu erreichen sind – auch barrierefrei. Der Schacht für den Personenaufzug ist ebenfalls hergestellt.

Etwa 14 Millionen Euro investiert die Stadt, um für Schul- und Vereinsbetrieb sowie Wettkämpfe einen attraktiven Ort zu schaffen. Der in moderner Architektur geplante Neubau ist ein wichtiger Beitrag in eine bedarfsgerechte Bildungs- und Infrastruktur für Langenhagen. „Ich bin schon ein bisschen stolz auf das, was hier geschaffen wird“, berichtet Carsten Hettwer. „Mit dem Bauunternehmen MBN Bau AG als Totalunternehmer und dem Planungsbüro rpg haben wir verlässliche Partner, die auf der Baustelle schon einiges verwirklicht haben und noch vieles bewegen werden.“ Alleine gut 8.300 Kubikmeter Beton und 1.150 Tonnen Stahl werden für die neue Sporthalle Langenhagen verbaut.

Bei der Planung der inneren Aufteilung des 40 mal 60 Meter großen Neubaus mit einer Bruttogeschossfläche von 4.600 Quadratmetern wurden die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer beteiligt. Sie sind hoffentlich auch wieder mit dabei, wenn die Sporthalle Langenhagen eröffnet wird. Den Plänen zufolge steigt die große Einweihungsfeier im Frühjahr 2021.

 

Timo Heiken, Leiter der IGS Langenhagen: „Dieser Neubau hat auch Finalwirkung für eine Schule, die demnächst fast vollständig um- und neugebaut werden wird und nach vielen Monaten, ja Jahren der Planung ist nun etwas Sichtbares entstanden. Danke auch dafür, dass dieser Neubau so unaufgeregt und lautlos – zumindest hat sich das so angefühlt – entstanden ist. Das senkt nämlich auch die Sorge bei allen Beteiligten, die davon ausgehen müssen, demnächst noch einige Jahre auf einer Baustelle verbringen zu müssen.“

 

Michaela Henjes vom Sportring Langenhagen e.V.: Wir freuen uns, dass die Stadt Langenhagen wieder einmal beweist, dass sie eine sehr sportfreundliche Stadt ist. Es geht den Vereinen hier gut, das beweist diese Sporthalle und das beweist auch die Wasserwelt. Die Sportlerinnen und Sportler freuen sich darauf, dann im März 2021 oder vielleicht auch etwas früher diese Halle in Anspruch nehmen zu können.“