Polizeireport für die Region und Stadt Hannover vom 14. Juni 2020

HANNOVER (ots). Polizeireport aus dem Bereich Landeshauptstadt und Region Hannover vom 14.06.2020 

Oststadt: Streitigkeiten mit Messer

Am frühen Freitagabend, 12.06.2020, ist es zu einer körperlichen Auseinandersetzung auf dem Andreas-Hermes Platz gekommen. Dabei wurde eine 43-jährige Frau mit Messerschnitten am Kopf verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde vor Ort festgenommen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizeidirektion Hannover kam es gegen 18:00 Uhr im Bereich des Brunnens zu einem Streit zwischen zwei flüchtig bekannten Personen: Einem 38-jährigen Mann und der 43-Jährigen. Nachdem der Mann die Frau geschubst, geschlagen und getreten hatte, zog diese ein Küchenmesser aus ihrer Tasche, damit der 38-jährige Hannoveraner von ihr ablässt. Dieser konnte der Frau jedoch das Messer abnehmen und fügte ihr damit mehrere Schnittwunden in Gesicht und am Ohr zu. Die 43-jährige wurde mit einem Rettungswagen zur Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.

Der Mann wurde durch alarmierte Polizeibeamte in unmittelbarer Tatortnähe angetroffen und vorläufig festgenommen. Das Messer wurde ebenfalls in der Nähe aufgefunden und sichergestellt. Die Hintergründe des Tatgeschehens bleiben jedoch vorerst unklar, da sich der Beschuldigte bisher nicht zu seinem Verhalten geäußert hat. Nach Ablehnung der Untersuchungshaft kam der 38-Jährige wieder auf freien Fuß. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

E-Scooter-Fahrerin stürzt unter Alkoholeinfluss

In der Nacht von Freitag auf Samstag (12.06./13.06.2020) ist eine betrunkene E-Scooter-Fahrerin zu Fall gekommen. Sie hat dadurch eine Kopfverletzung erlitten und muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten.

Die 41-jährige Frau befuhr in den frühen Morgenstunden die Karmarschstraße im hannoverschen Stadtteil Mitte. Gegen 00:45 Uhr stürzte sie ohne Fremdeinwirkung und erlitt eine Kopfplatzwunde. Alarmierte Polizeibeamte stellten eine Alkoholbeeinflussung fest. Eine Atemalkoholkontrolle ergab 2,16 Promille. Die Verletzte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Sie muss nun um ihre Fahrerlaubnis bangen, da gegen sie wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt wird.

Hannover-Mitte: Streitigkeiten eskalieren – Drei Polizeibeamte bei Festnahme verletzt

In der Nacht von Freitag auf Samstag (12.06./13.06.2020) ist es zu Streitigkeiten zwischen einem 30-jährigen Mann und einer 35-jährigen Frau gekommen. Einschreitende Polizeibeamte versuchten zu schlichten und die Situation zu beruhigen. Sie wurden bei ihren Maßnahmen durch den 30-jährigen angegriffen. Dabei wurden drei Polizisten verletzt.

Die Polizei wurde kurz vor Mitternacht über eine körperliche Auseinandersetzung in einer Bar an der Heiligerstraße informiert. Die alarmierten Polizeibeamten trafen vor Ort auf den aufgebrachten 30-Jährigen aus Bad Pyrmont und die 35-jährige Hannoveranerin. Beide ließen sich nicht beruhigen und reagierten aggressiv auf die anwesende Polizei. Beim Trennen der Streitenden schlug der Mann unvermittelt auf einen 26-jährigen Polizeibeamten ein. Zwei hinzueilende Polizeibeamte (29,45) wurden ebenfalls durch seine Tritt-, Kratz- und Spuckattacken verletzt. Die Angriffe wurden dabei durch eine Vielzahl von Beleidigungen begleitet. Die 35-jährige solidarisierte sich daraufhin mit ihrem Begleiter, um diesen bei seinem Widerstand zu unterstützen und aus den polizeilichen Maßnahmen zu befreien.

Gegen den Mann wurden Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand und Beleidigung eingeleitet. Die Frau muss sich wegen versuchter Gefangenenbefreiung verantworten.

Während der Einsatzmaßnahmen wurden die Einsatzkräfte der Polizei auch von offensichtlich Unbeteiligten angegriffen. So wurde ein Glas aus der Bar auf die Einsatzkräfte geworfen und verfehlte eine 25-Jährige Polizeibeamtin nur knapp. Ein Täter konnte bisher nicht ermittelt werden.

Großeinsatz der Polizei in der Innenstadt

Am Samstagabend, 13.06.2020, kam es in der Innenstadt von Hannover zu einem größeren Polizeieinsatz. Zunächst leistete eine 35-Jährige bei der Durchsetzung eines Platzverweises Widerstand. Daraufhin wurden die Polizeibeamten von circa 250 Schaulustigen umringt und lautstark beschimpft.

Gegen 21:05 Uhr kontrollierten Polizeibeamte ein augenscheinlich stark alkoholisiertes Pärchen (weiblich, 35 und männlich, 30) im Bereich des Marstalls: Aufgrund der Berauschung und der aggressiven Grundstimmung wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Daraufhin beleidigte die Frau die Beamten mit den Worten „Versager, Vergaser“.

Etwa 10 Minuten später wurden beide erneut auf der Georgstraße angetroffen und erklärten, dem Platzverweis nicht nachkommen zu wollen. Um der Ingewahrsamnahme zu entrinnen, versuchte die Frau wegzurennen und leistete Widerstand, als die Polizeibeamten sie am Boden festhielten. Ihr Freund versuchte sie zu befreien und schlug und trat nach den Polizisten.

Das Geschehen auf der Georgstraße lockte neugierige Menschen aus den umliegenden Gebäuden. Bereits nach wenigen Minuten waren die Beamten von etwa 250 Schaulustigen umringt. Dabei gab es auch kollektive und lautstarke „ACAB“-Beschimpfungen von den Umstehenden. Die Polizei setzte rund 25 Streifenwagenbesatzungen ein, um die Situation zu beruhigen und die Georgstraße zu räumen.

Gegen das Pärchen wurden Strafverfahren wegen Beleidigung, Widerstand, versuchter Gefangenbefreiung und tätlichem Angriff eingeleitet. Zur Durchsetzung des Platzverweises verbrachten beide die Nacht in polizeilicher Obhut.