„Night of Light“ in Hannover am 22. / 23. Juni 2020

HANNOVER. Mehr als 3200 Gebäude leuchten in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2020, von Montag auf Dienstag, im Rahmen der „Night of Light“ in ganz Deutschland.

Von 22.00 bis 01.00 Uhr gehen in dieser Nacht dann auch in Hannover die roten Lichter an und zeigen die Größe, die in diesem Wirtschaftszweig steckt. Nicht ohne Grund steht die Veranstaltungsbranche auf Platz 6 der umsatzstärksten Branchen in diesem Land und ist seit Jahren ein Exportschlager.

Wo bleiben wir – das fragen sich auch die Hannoveraner Locations, Veranstaltungstechnikfirmen und alle, die in dieser Branche arbeiten. Unter dem Motto „Wir sind viele“ verbinden sie in einer Gemeinschaftsleistung das Rathaus, den Landtag, Holzmarkt, Marktkirche, Platz der Weltausstellung, Kröpcke und die Staatsoper Hannover. Fast 800 Scheinwerfer bilden eine 1,7 Kilometer lange  Lichtermeile – als ein Zeichen an die Wirtschaft und Politik, dass niemand aus dieser Kette verloren gehen soll.

Als Unternehmen mit dabei sind unter anderem zahlreiche Hotels, diverse Eventveranstalter und Anbieter von kleinen Locations bis zur großen Arena. Zu den Unterstützern gehören der Erlebnis-Zoo Hannover, die DEHOGA Region Hannover, das Hannover Congress Centrum, die Deutsche Messe der VPLT, sowie weitere Verbände. Unter anderem suchen sie auch das Gespräch mit Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay.

Darüber hinaus laden alle Beteiligten deutschlandweit ihre Filme und Fotos zur Lichtaktion unter dem Hashtag #nightoflight2020 auf Seiten bei Facebook und Instagram hoch.

Die Veranstaltungsbranche gehört mit einem Umsatz von knapp 130 Milliarden Euro jährlich zu den größten Sektoren der deutschen Wirtschaft. Sie beschäftigt allein im Bereich der Business Events direkt rund 1 Million Menschen und hat damit einen wichtigen Anteil am Bruttoinlandsprodukt.

Seit dem 10.03.2020 ist diesem kompletten Wirtschaftszweig jedoch faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen.

Jegliche Art von Großveranstaltungen sind aufgrund der COVID-19-Krise untersagt. Business Events, Tagungen, Kongresse, Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen – überall dort, wo Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Darbietungen zu erleben oder sich zu relevanten Themen auszutauschen, dürfen Veranstaltungen nur unter umfangreichen, behördlichen Auflagen durchgeführt werden.

Selbst Messen und kleine Events, die momentan wieder erlaubt sind, unterliegen zurzeit notwendigen und strengen Hygiene-Vorschriften; dies führt dazu, dass Veranstaltungen insgesamt zurzeit nicht mehr wirtschaftlich durchführbar sind.