Polizeimeldungen für die Stadt und Region Hannover vom Dienstag, 23.06.2020

HANNOVER (ots). Polizeimeldungen für die Stadt und Region Hannover vom Dienstag, 23.06.2020

Zeugenaufruf: Seniorin bei versuchtem Raub in Hannover-Kleefeld niedergeschlagen

Unbekannte Täter haben am vergangenen Freitag (19.06.20) eine Seniorin in Hannover-Kleefeld niedergeschlagen und versucht, ihren Schmuck zu rauben. Die Frau wurde bei dem Angriff leicht verletzt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Nach ersten Erkenntnissen war die Frau am späten Freitagnachmittag von Uetze aus mit dem Zug nach Hannover gefahren. Am Bahnhof Kleefeld stieg sie aus und lief in Richtung ihrer Wohnung in der Berckhusenstraße. Auf dem Weg dorthin wurde sie gegen 17:00 Uhr von zwei fremden Männern angesprochen. Der ältere von beiden gab vor, für seinen Sohn eine Wohnung zu suchen. Die Frau ließ sich jedoch auf kein Gespräch ein und ging weiter. Die Männer folgten ihr daraufhin bis zum Hauseingang.

Im Treppenhaus spürte die Seniorin, wie plötzlich jemand von hinten erst an ihrer Handtasche und dann an ihrem Schmuck riss. In der Folge stürzte die Frau zu Boden und erlitt dabei leichte Verletzungen. Die Täter flüchteten ohne Beute. Eine Nachbarin, die sich über ein lauteres Gespräch im Hausflur wunderte, entdeckte die am Boden liegende Frau und rief die Polizei.

Die Seniorin konnte die beiden Männer wie folgt beschreiben: Ein älterer Mann, circa 40 bis 45 Jahre, 1,75 Meter groß mit Glatze sowie ein jüngerer Mann, 18 bis 21 Jahre alt, 1,90 Meter groß mit vollem dunklen Haar. Nach Aussage der Frau sollen beide zudem ein südländisches Erscheinungsbild und Deutsch gesprochen haben.

Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter Telefon 0511 109-5555 zu melden.

Zeugen gesucht! Kellerbrände in Linden-Süd – Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung in mehreren Fällen

Am Montag, 22.06.2020, ist es gegen 12:00 Uhr zu zwei Kellerbränden in Mehrfamilienhäusern an der Laportestraße und Ricklinger Straße im hannoverschen Stadtteil Linden-Süd gekommen. Ein oder mehrere Täter legten in den Kellerräumen Feuer und flüchteten unerkannt. Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung in mehreren Fällen und bittet nun Zeugen um Hinweise.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist es am Montag, 22.06.2020, zunächst gegen 12:00 Uhr zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Laportestraße gekommen. Mehrere Zeugen nahmen eine Rauchentwicklung aus einem Kellerfenster wahr und alarmierten umgehend Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr. Während der Löscharbeiten wurde dann in einem Keller des Mehrfamilienhauses an der Ricklinger Straße ein zweiter Brand entdeckt. Die beiden betroffenen Häuser liegen sich gegenüber.

Menschen wurden bei den Bränden nicht verletzt. Der Sachschaden wird von der Polizei auf 55.000 Euro geschätzt.

Die Brandermittler waren vor Ort und untersuchten die beiden Brandstellen. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung in mehreren Fällen eingeleitet. Die Ermittler gehen davon aus, dass die gestrigen Kellerbrände miteinander in Verbindung stehen. Darüber hinaus wird der Zusammenhang mit dem Brand in der Charlottenstraße am 05.05.2020 geprüft. Die Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

Südstadt: Polizei beschlagnahmt 1,1 kg Drogen bei Verkehrskontrolle

Bereits am Samstag, 20.06.2020, stellte die Polizei durch einen Zufall eine größere Menge mutmaßlichen Marihuanas in einem VW Golf fest. Zwei Männer wurden zuvor im Rahmen einer routinemäßigen Verkehrskontrolle überprüft.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen des Kriminalermittlungsdienstes der Polizeiinspektion Süd wurde am Samstag gegen 21 Uhr in der Marienstraße in Höhe des Henriettenstifts (an der Einmündung zum Sonnenweg) ein VW Golf mit ausländischem Kennzeichen kontrolliert. In dem Fahrzeug saß neben dem 19-jährigen Fahrer auch sein 29 Jahre alter Begleiter. Beide redeten kein Deutsch, die Unterhaltungen konnten aber dank der Mehrsprachigkeit eines Polizeibeamten in ihrer Muttersprache durchgeführt werden.

Im Rahmen der Kontrolle bemerkten die Beamten, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehen könnte. Seine eigenen Angaben dazu sowie ein Drogenschnelltest bestätigten diese Einschätzung. Der Mann gab an, dass er am Vorabend in Polen auf einer Party Kokain zu sich genommen habe.

Durch die eingesetzten Polizeibeamten des Polizeikommissariats Südstadt konnte im Personenkraftwagen (Pkw) ein intensiver Geruch nach Marihuana wahrgenommen werden. Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs wurde dann im Kofferraum ein grüner Rucksack mit einer Tüte von mutmaßlichem Marihuana aufgefunden. Das Gewicht der grünlichen Substanz betrug etwa 1100 g, eine Stoffanalyse steht noch aus.

Beide Fahrzeuginsassen gaben an, von dem Rucksack mit den Betäubungsmitteln im Kofferraum nichts gewusst zu haben. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Öffentlichkeitsfahndung: Wer kennt unbekannten Geldabheber?

Die Polizei sucht mithilfe von Bildern, die beim Geldabheben in einer Bankfiliale in Langenhagen entstanden sind, nach einem bislang unbekannten Täter. Er steht unter Verdacht mit der Karte einer 84-Jährigen ohne deren Einwilligung insgesamt 1.000 Euro abgehoben zu haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen hat die 84-Jährige am 21. Dezember 2019 in einem Einkaufszentrum an der Vahrenwalder Straße Geld abgehoben und ihre Einkäufe erledigt. Auf dem Weg nach Hause waren dann die Einkäufe und ihre Geldbörse aus den in einem Rollator abgestellten Einkaufsbeuteln gefallen. Erst zu Hause bemerkte die Frau, dass ihre Geldbörse mitsamt EC-Karte sowie Bargeld fehlten. Sofort ließ sie ihre EC-Karte sperren.

Der gesuchte Täter beim Verlassen der Bankfiliale

Dennoch stellte sie im Januar zwei auffällige Geldabhebungen am Automaten einer Bankfiliale in der Walsroder Straße fest. Dabei wurden bereits am 21. Dezember jeweils 500 Euro abgehoben. Offensichtlich kam eine zweite EC-Karte zum Einsatz, die nicht gesperrt war. Da die Frau laut eigenen Angaben die PIN-Nummer zu ihrer EC-Karte nicht im Geldbeutel aufbewahrt, geht sie davon aus, dass die Nummer beim Geldabheben in dem Einkaufszentrum ausgespäht wurde.

Der gesuchte Mann ist von kräftiger Gestalt und hat kurzes graues Haar. Zum Tatzeitpunkt trug er ein schwarzes Basecap mit einem mittigen weißen Schriftzug sowie eine schwarze Lederjacke, auf der ein heller Aufnäher auf dem linken Oberarm prangte. Zudem war er mit einer schwarzen Hose und schwarzen Schuhen bekleidet.

Der Kriminaldauerdienst Hannover ermittelt wegen Betrugs in zwei Fällen. Da bisherige Fahndungsmaßnahmen keinen Erfolg brachten, erhoffen sich die Ermittler mithilfe der Bilder aus der Bankfiliale Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

Zeugen gesucht! Kollision auf dem Westschnellweg – Wer ist bei Rot gefahren?

Am Samstag, 20.06.2020, ist es gegen 22:05 Uhr zu einer Kollision zwischen zwei Autos an der Straße Bremer Damm/ Kreuzung Westschnellweg gekommen. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und bittet Zeugen um Hinweise zum Unfallhergang.

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 51-Jähriger mit seinem Mercedes D-Klasse an der Straße Bremer Damm aus Richtung Königsworther Platz kommend in Richtung Westschnellweg unterwegs und beabsichtigte, nach links auf den Westschnellweg abzubiegen. Er gab an, beim Umschalten der Ampel von Gelb- auf Rotlicht den Kreuzungsbereich passiert zu haben. Dort kollidierte er mit dem Honda Accord eines 57-jährigen Fahrers, der nach eigenen Angaben bei Grünlicht den Westschnellweg aus Richtung Limmerstraße kommend in Richtung Norden befuhr.

Der Honda prallte mit der vorderen rechten Front gegen die linke Seite des Mercedes, der sich infolgedessen um 90 Grad drehte und hinter dem Einmündungsbereich zum Stehen kam. Der Honda wurde nach links aus dem Fahrstreifen gedrückt, durchfuhr den begrünten Mittelstreifen und kam auf der Gegenfahrbahn des Westschnellweges zum Stehen.

Beim Zusammenstoß wurden die Beifahrerin (44) des Mercedes-Fahrers sowie der Honda-Fahrer und seine Beifahrerin (51) leicht verletzt. Der Gesamtschaden an beiden Fahrzeugen wird von der Polizei auf 10.000 Euro geschätzt.

Die Beamten des Verkehrsunfalldienstes haben Ermittlungen aufgenommen. Da die Aussagen der beiden beteiligten Fahrer keinen schlüssigen Unfallhergang ergeben, bittet die Polizei nun Zeugen, die etwas gesehen haben, um Hinweise unter der Telefonnummer 0511 109-1888.

Schwerer Verkehrsunfall in Lehrte

Am Dienstagnachmittag, 23.06.2020, gegen 16:10 Uhr sind zwei Pkw auf der Aligser Dorfstraße zwischen den Ortschaften Kolshorn und Aligse kollidiert. Dabei sind drei Personen verletzt worden – ein 48-Jähriger sogar lebensgefährlich.

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 20-Jähriger mit seinem Mercedes X250D auf der Straße An der Lake, aus Röddensen kommend, in Richtung der Aligser Dorfstraße unterwegs. An der Kreuzung Aligser Dorfstraße/ An der Lake fuhr er nahezu ungebremst auf die Kreuzung. Dabei kam es zur Kollision mit dem von rechts kommenden, vorfahrtberechtigten Ford C-Max des 48-Jährigen. Der Mercedes prallte gegen die vordere linke Seite des Ford. Durch den Zusammenprall schleuderten die Fahrzeuge auf der Kreuzung, prallten ein weiteres Mal mit dem Heck zusammen, ehe der Ford auf einem Acker zum Stehen kam.

Der Ford-Fahrer wurde in dem Fahrzeug eingeklemmt und musste von alarmierten Rettungskräften befreit werden. Der Rettungshubschrauber Christoph Dortmund flog ihn mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik. Der Mercedes-Fahrer und seine 23-jährige Beifahrerin wurden mit Rettungswagen und schweren Verletzungen ebenfalls in Krankenhäuser transportiert.

Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten wurde die Kreuzung voll gesperrt. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen aufgenommen und schätzt den entstandenen Schaden auf rund 40.000 Euro.

NACHTRAG vom 15. Juli 2020

Der Verkehrsunfalldienst Hannover teilt mit, dass der im Juni bei einem Unfall in Lehrte lebensgefährlich verletzte 48-Jährige am Mittwoch, 15.07.2020, verstorben ist.

Wie berichtet, waren am Dienstag, dem 23.06.2020, gegen 16:10 Uhr auf der Aligser Dorfstraße zwischen den Ortschaften Kolshorn und Aligse zwei Pkw kollidiert. Ein anderer Autofahrer war mit seinem Mercedes X250D nahezu ungebremst auf eine Kreuzung gefahren, wo er mit dem vorfahrtsberechtigten Ford C-Max des 48-Jährigen kollidierte. Der Mann kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Der zweite Autofahrer und seine 23 Jahre alte Beifahrerin wurden bei der Kollision leicht verletzt.