Leiterin Adolf ist begeistert vom Interimsbau für die Hermann-Löns-Schule Bürgermeister Heuer besichtigte mit Modulbauer und Architekt das neue Gebäude

LANGENHAGEN (PM). „Ich bin begeistert“, sagte Petra Adolf am Freitag, 21. August, über die „Rote Schule“. Die Worte der Leiterin der Hermann-Löns-Schule richteten sich an Bürgermeister Mirko Heuer, Tilmann Graupner von Pfitzner Moorkens Architekten sowie Stefan Feldevert und Reinhard Holt von E.Rent Raumsysteme. Sie waren zu Gast bei der Schule an der Niedersachsenstraße, um gemeinsam mit deren Leiterin den neuen Interimsbau zu besichtigen. In ihm startet am Donnerstag der Schulbetrieb; der Umzug ist in vollem Gange.  

Wobei die Bezeichnung Interimsbau seitens der Schule überholt ist. Dies sei „die Rote Schule“, berichtete Adolf und wies auf die Fassade des dreigeschossigen Gebäudes. Dank der strahlenden Signalfarbe ist die neue Unterrichtsstätte für gut 270 Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter von weitem gut zu erkennen.

„Ich habe es mir nicht so komfortabel vorgestellt“, gestand Adolf, bevor sie eine der drei Türen des Haupteingangs auf der Westseite des Gebäudes aufschloss. Der L-förmige Bau ist aus 168 Einzelmodulen zusammengesetzt und beherbergt auf einer Gesamtfläche von etwa 3.000 Quadratmetern 16 allgemeine Unterrichtsräume und mehrere Unterrichtsräume. Im barrierefreien Erdgeschoss befinden sich Lehrerzimmer und andere Verwaltungsräume sowie wie der Hortbereich. Im Dachgeschoss ist unter anderem die Bücherei untergebracht.

Der von E.Rent Raumsysteme angemietete Modulbau zeichnet sich durch einen hohen Standard aus. Die 64 Quadratmeter großen Klassenräume sind 2,60 hoch, verfügen alle über eine Akustikdecke und acht Fenster mit Außenjalousie, die auch als Sonnenschutz eingesetzt werden kann. Für die Heizung wurde ein separates Modul errichtet. „Das Gebäude wird noch ans Nahwärmenetz angeschlossen. Die Leitungen sind bereits verlegt“, kündigte Heuer an.

Der Entwurfsplan wurde zwischenzeitlich geändert. Der Bau konnte nicht am ursprünglichen Standort realisiert werden, da wegen der Corona-Pandemie besondere Auflagen für Erd- und Tiefbauarbeiten erlassen wurden. Der Grundriss wurde kurzerhand gedreht und auf einen freigegebenen Bereich verschoben. Dank dieser Lösung konnte ein Verzug abgewehrt und mit dem Bau des Interimsbaus im Mai dieses Jahres begonnen werden.

Etwa 3,5 Mio. Euro investierte die Stadt Langenhagen, um für die Grundschule als Übergangsgebäude die „Rote Schule“ zu schaffen. Sie wird diese nutzen während der historische Altbau aufwendig saniert und die anderen Schulteile durch Neubauten ersetzt werden. Geplante Dauer der aufwendigen Maßnahme: bis Herbst 2022. Der erste Gebäudeteil soll Mitte September zurückgebaut werden.