Der Start ins Schuljahr 2020/2021 Für rund 848.800 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen beginnt nach den Sommerferien der Unterricht.

HANNOVER (PM). Für rund 848.800 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen beginnt nach den Sommerferien am (morgigen) Donnerstag wieder der Unterricht. Dazu starten viele Schulanfängerinnen und Schulanfänger in ihre schulische Laufbahn: Im 1. Schuljahrgang an Grundschulen und Förderschulen werden rund 72.500 Schülerinnen und Schüler erwartet.

Im Vorjahr wurden insgesamt 70.000 Kinder eingeschult. Auch an den berufsbildenden Schulen beginnt das neue Schuljahr, rund 250.000 Schülerinnen und Schüler werden hier erwartet.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Nach der Zwangspause durch das Aufflammen der Corona-Pandemie, dem Wechsel von Präsenz- und Heimunterricht sowie den verdienten Sommerferien dürften sich die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und Schulleitungen, die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Verwaltungspersonal auf den Schulstart freuen. Wie vor den Sommerferien geplant, nehmen die Schulen den eingeschränkten Regelbetrieb auf. Das heißt, alle Kinder und Jugendlichen nehmen an allen Wochentagen am Präsenzunterricht in ihren Klassen teil. Dabei achten wir auf die entwickelten Hygienemaßnahmen. Wir bringen Bildung und Infektionsschutz zusammen. Ich wünsche allen einen gelingenden Start. Dabei können und sollen sich die Schulen Zeit für das Ankommen der Schülerinnen und Schüler nehmen.“

Zum Start des 1. Schulhalbjahres 2020/2021 werden an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen (ABS) in Niedersachsen knapp 2.000 (1977; Stand 25.08.2020) neue Lehrkräfte ihren Dienst aufnehmen. Damit konnten rund 90 Prozent des ausgeschriebenen Vollzeitstellenvolumens besetzt werden. An den berufsbildenden Schulen – an denen auch unterjährig Lehrkräfte eingestellt werden und nicht ausschließlich zu den Schulhalbjahren – sind 2020 bereits 321 neue Lehrkräfte eingestellt worden.

Unter den rund 2.000 neuen Lehrkräften an ABS sind auch 143 Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, was einem Anteil von rund sieben Prozent der vorgenommenen Einstellungen entspricht. 537 neue Lehrkräfte wurden an Grundschulen, 155 an Haupt- und Realschulen, 252 an Oberschulen eingestellt, 541 an den Gymnasien, 361 an Gesamtschulen und 131 an Förderschulen. Zusätzlich zu den knapp 2.000 neuen Lehrerinnen und Lehrern sind im Umfang von rund 190 Vollzeitlehrereinheiten (VZLE) Studierende und Pensionäre bzw. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger befristet bis zum Ende des Halbjahres eingestellt worden. Zudem konnten Lehrkräftestellen im Umfang rund 110 VZLE gewonnen werden durch entsprechende Teilzeiterhöhungen. Für weitere Einstellungen stehen rund 70 Stellen für die Programme Starke Sek I Schulen und Schule plus bereit. Darüber hinaus verfügt das Niedersächsische Kultusministerium über 100 Stellen, die weiterhin ausgeschrieben bleiben und besetzt werden können bis Dezember 2020. Stellen, die auch dann nicht besetzt wurden, gehen nicht verloren, sondern werden zum 2. Schulhalbjahr erneut ausgeschrieben.

Aus dem Dienst ausgeschieden sind rund 1.600 Lehrkräfte, so dass Niedersachsen erneut einen positiven Saldo von rund 400 Stellen erzielen wird. Im gesamten Jahr 2020 konnten über 800 Lehrkräfte mehr gewonnen werden, als ausgeschieden sind. Im noch nicht abgeschlossenen Einstellungsverfahren zum Einstellungstermin 24.08.2020 konnte an Grundschulen eine hohe Zahl an Einstellungen realisiert werden (rd. 95 %), wodurch sich die Abordnungsbedarfe an Grundschulen verringern werden. Das führt zu einem positiven Trend: Die Abordnungsstunden zwischen den Schulformen konnten im Vergleich zum 2. Schulhalbjahr 2019/2020 um rund 52 Prozent reduziert werden. Nach Stand vom 21.08.2020 werden schulformübergreifende Abordnungen im Umfang von rund 10.980 Stunden vorgenommen (rund 1.120 „Köpfe“). Das sind rund 12.060 Stunden weniger als im 2. Schulhalbjahr 2019/2020 (1.700 „Köpfe“ weniger als im 2. SHJ 19/20). Im Vergleich zum Start des letzten Schuljahres 2019/2020 sind das rund 9.370 Stunden weniger (- 1.190 „Köpfe“).