Ab 2021: Niedersachsen startet Pilotprojekt für das FSJ-Pflege Ministerin Reimann: „Mehr junge Menschen für wichtigen Pflegeberuf gewinnen"

HANNOVER (PM). Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist mit seinen vielfältigen Einsatzbereichen ein anerkanntes Bildungs- und Orientierungsjahr für junge Menschen, die sich in der Phase der Stärkung ihrer persönlichen Kompetenzen und der Klärung der Berufsentscheidung befinden. Die Attraktivität von Jugendfreiwilligendiensten möchte das Land Niedersachsen weiter erhöhen. Gleichzeitig soll das Arbeitsfeld der Pflege bei jungen Menschen aller Schulformen in den Fokus gerückt werden.

Ergebnis einer Veranstaltungsreihe mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege ist das Modellprojekt „Freiwilliges Soziales Jahr Pflege“. Das FSJ Pflege soll modellhaft über einen Zeitraum von drei Jahren erprobt werden.

Die Modellphase beginnt mit einer Startphase ab dem 01.01.2021 für die Akquise von Einsatzstellen und Freiwilligen und startet offiziell mit dem FSJ-Jahr am 01.09.2021. Pro Jahr wird im FSJ Pflege etwa 30 jungen Menschen ein Freiwilligendienst in Niedersachsen in der Pflege ermöglicht. Damit besteht für mindestens 90 junge Menschen in Niedersachsen die Möglichkeit, ein Orientierungsjahr in der Pflege zu absolvieren.

Sozialministerin Dr. Carola Reimann erklärt dazu: „Mit dem FSJ-Pflege hoffen wir, mehr junge Menschen für den so wichtigen Pflegeberuf zu gewinnen Ein entscheidender Schritt, um den Fachkräftenachwuchs in der Pflege auch in Zukunft zu sichern, ist der Ausbau der beruflichen Orientierung. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll das praktische Lernen in einem Berufsfeld ermöglicht werden, mit dem sie bisher wenig Berührungspunkte hatten.“

Das Modellprojekt wird wissenschaftlich evaluiert. Die wissenschaftliche Aufbereitung soll vorhandene Daten in Niedersachsen zu Jugendfreiwilligendiensten analysieren und Gelingens- und eventuell hemmenden Faktoren in Freiwilligendiensten untersuchen.

„Außerdem erhalten die Teilnehmenden des FSJ Pflege eine Jahresfahrkarte für ganz Niedersachsen, um innerhalb des Bundeslandes kostenfrei zu ihren Einsatzstellen gelangen zu können“, kündigt Ministerin Reimann an. Auf diese Weise solle die Wertschätzung gegenüber den Freiwilligendienstleistenden ausgedrückt und der Freiwilligendienst für junge Menschen noch attraktiver werden.