Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann zu steigenden Infektionszahlen und dem Überschreiten der 7-Tages Inzidenz 50 Fällen pro 100.000 EinwohnerInnen im Landkreis Cloppenburg erreicht

HANNOVER (PM). „In den letzten Tagen sehen wir im ganzen Land deutlich steigende Infektionszahlen, die sich vielerorts nicht auf einzelne, große Ausbrüche zurückführen lassen. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung, die wir sehr ernst nehmen müssen.

Das Virus breitet sich überall dort aus, wo wir ihm die Gelegenheit dazu geben und zu sorglos agieren. Ich appelliere deshalb weiterhin eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen, die Pandemie sehr ernst zu nehmen und sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten und überall dort einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.“

Im Landkreis Cloppenburg wurde heute erstmals der Signalwert von 50 Fällen pro 100.000 EinwohnerInnen innerhalb von sieben Tagen überschritten. Der Landkreis hat bereits in den letzten Tagen Maßnahmen angeordnet, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Wir stehen mit den Behörden vor Ort in einem engen Austausch und analysieren das Infektionsgeschehen auch unter Einbeziehung der Expertinnen und Experten des Landesgesundheitsamtes. Die Lage vor Ort ist ernst, aber nach unseren derzeitigen Erkenntnissen beherrschbar.

Wenn die Zahl der Neuinfektionen aufgrund der bereits ergriffenen Maßnahmen nicht zurückgeht, werden jedoch auch weitere, lokal begrenzte Maßnahmen nötig sein. Nach unserer Auffassung müssen diese nicht zwangsläufig aus einem sogenannten „Lockdown“ des gesamten Landkreises bestehen. Vielmehr muss es darum gehen, Maßnahmen zu wählen, die geeignet sind, das Infektionsgeschehen so präzise wie möglich einzugrenzen und Infektionsketten zu unterbrechen.

Darüber hinaus stehen wir mit dem Landkreis in Gesprächen über die Umsetzung der Teststrategie des Landes, die in Landkreisen mit einem stark erhöhten Infektionsgeschehen präventive Testungen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen zum Schutz der besonders gefährdeten Gruppen vorsieht.“