Präsenzeinsatz der Polizei in der hannoverschen Innenstadt

HANNOVER (PM). In der Nacht von Samstag, 03.10.2020, zu Sonntag, 04.10.2020, hat die Polizei in Hannovers Innenstadt wieder verstärkt Präsenz gezeigt. Bei Sondereinsätzen haben die Beamten diverse Verstöße, unter anderem gegen die Corona-Beschränkungen festgestellt und geahndet. Auch sind die Polizisten mehrfach aufgrund von diversen Gewaltdelikten im Einsatz gewesen.

Seit mehreren Wochen zeigt die Polizei im hannoverschen Stadtteil Mitte verstärkte Präsenz. Auch in der Nacht des vergangenen Samstags auf Sonntag war die Polizei an verschiedenen Stellen unterwegs, um unter anderem Barbetreiber und ihre Besucher auf die Einhaltung der Corona-Beschränkungen hinzuweisen, Verkehrsverstöße zu ahnden und diverse Gewaltdelikte aufzuklären.

Verstöße gegen die niedersächsische Corona-Verordnung

Die Innenstadt, insbesondere im Bereich der Fußgängerzone sowie der Altstadt, war sehr stark frequentiert. Proaktiv und aufgrund der Beschwerden kontrollierten die Beamten verschiedene Gaststätten und so genannte Shisha-Bars auf die Einhaltung der niedersächsischen Corona-Verordnung. In einer Lokalität an der Arndtstraße wurden im Laufe des Abends mehrfach vereinzelt tanzende Menschen gesichtet. Die Beamten sensibilisierten zunächst die Verantwortlichen der Lokalität zur Einhaltung der Hygienebestimmungen. Am Ende musste die Darbietung durch einen DJ für den Abend untersagt werden. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz wurden eingeleitet.

Unzulässige Straßenprostitution

Ebenfalls stellten die Beamten zwischen 20:15 Uhr und 23:50 Uhr mehrfach unzulässige Straßenprostitution im Bereich der Herschelstraße Ecke Brüderstraße sowie an der Mehlstraße fest. Die Einsatzkräfte sprachen sieben Platzverweise aus und registrierten fünf Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Auch ein mutmaßlicher Freier wurde gegen 02:20 Uhr an der Herschelstraße angetroffen, eine Gefährderansprache wurde durch die Beamten vorgenommen.

Verkehrsverstöße

Die Polizei ging in der Nacht zudem gegen die Verkehrsverstöße vor. So kontrollierten die Beamten gegen 20:45 Uhr am Marstall/ Scholvinstraße einen 22 Jahre alten Poser, der seinen Audi RS5 Coupé mit Vorsatz stark beschleunigte, ohne dabei zu schalten, und dadurch unnötigen Lärm verursachte. Gegen 00:45 Uhr wurde ein Pkw in der Goseriede nach einer Vorfahrt-Missachtung kontrolliert. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde gegen den Fahrer eingeleitet und ein Platzverweis ausgesprochen. Gegen 01:30 Uhr wurde ein 18-jähriger Radfahrer in der Fernroder Straße/Volgersweg nach einem Rotlicht-Verstoß kontrolliert. Dieser führte eine Axt mit. Die Polizei fertigte eine Ordnungswidrigkeitenanzeige und stellte gefahrenabwehrrechtlich die Axt sicher.

Weitere Gewaltdelikte

Gegen 04:30 Uhr kam es am Opernplatz zu einem Raub. Zwei unbekannte Täter schlugen auf einen 30 Jahre alten Mann ein und entwendeten seine Geldbörse. Anschließend flüchteten sie in eine unbekannte Richtung. Die Polizei leitete umgehend die Fahndung ein, die jedoch ohne Erfolg verlief. Gegen 05:05 Uhr kam es am Marstall/Schmiedestraße zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen vier Personen. Bei der Identitätsfeststellung der Beteiligten stellte sich heraus, dass einer der Männer zur Festnahme ausgeschrieben war. Der 33-Jährige wurde in die Justizvollzugsanstalt Hannover gebracht.