Erneut Warnstreik im Nahverkehr: Bus und Bahn werden auch heute wieder bestreikt Bei der ÜSTRA stehen Stadtbahnen und Busse den ganzen Tag im Depot

HANNOVER (red.). Wer heute Früh mit der Stadtbahn oder dem Bus zur Arbeit oder Schule fahren wollte, sah sich wieder einem Warnstreik bei der ÜSTRA ausgesetzt. Von 3:00 Uhr morgens bis zum Betriebsschluß um 1:00 Uhr nachts steht der Nahverkehr still. Die S-Bahnen und der Regiobus sind von den Warnstreiks nicht betroffen.

Die Gewerkschaft ver.di möchte einen einheitlichen Bundestarif für die 87.000 im ÖPNV vertretenen Arbeitnehmer*innen durchsetzen. In diesem sollen auch die Urlaubs- und Arbeitszeiten geregelt werden. Zurzeit wollen die Arbeitgeber hierüber allerdings nicht verhandeln. Aus diesem Grund versucht die Gewerkschaft nun mit Warnstreiks die Arbeitgeber zu Verhandlungen zu bewegen.

Schon bei Beginn des Berufsverkehrs machte sich deutlich dichterer Verkehr vor allem in der Innenstadt bemerkbar. Schon am Dienstag wurde in dem Tarifkonflikt der Öffentliche Dienst in Hannover bei den Kitas bestreikt. Am kommenden Freitag wird es die Abfallentsorgung von aha in der Stadt Hannover und im Umland mit Streikmaßnahmen treffen.

Die Arbeitgeber sehen in den Streikmaßnahmen eine Zumutung für die Bevölkerung und die von der Corona-Krise betroffenen Betriebe. Die Gewerkschaft ver.di ist bislang mit den Streikmaßnahmen zufrieden. Wegen der Corona-Situation gibt es allerdings keine Kundgebungen, wie es sonst bei solchen Streikmaßnahmen eigentlich üblich ist.

Die Stadtbahnen der ÜSTRA, wie hier am Betriebshof in Döhren, bleiben heute bis 1:00 Uhr nachts (Betriebsschluß) stehen © Bernd Günther