Polizeidirektor (PD) Ulrich Knappe verabschiedet sich in den Ruhestand

HANNOVER (ots). Nach 45 Jahren verabschiedet sich Ulrich Knappe, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Garbsen, in den wohlverdienten Ruhestand. Ein bisschen anders hatte sich der 61-Jährige das Ende seiner langen Karriere, die am 01.10.1975 als Polizeiwachtmeister begann, eigentlich schon vorgestellt. Aufgrund von strengen Hygienevorschriften sind jedoch feierliche Zusammenkünfte auch bei der PD Hannover in Zeiten von Corona nicht angezeigt.

So gab es am Donnerstag, den 10.11.2020, an seinem letzten Arbeitstag, statt einer großen Abschiedsfeier im Kreise von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen sowie beruflichen und privaten Wegbegleitern, eine persönliche Einladung der Behördenleitung zu einer beschaulichen Verabschiedungsrunde im Büro des Polizeipräsidenten.

Neben der feierlich überreichten Urkunde und den herzlichsten Wünschen für den Ruhestand, ließ der PP die überaus ereignisreiche Karriere des unter Kolleginnen und Kollegen sehr geschätzten Polizeidirektors noch einmal Revue passieren: Ulrich Knappe hat die Expo 2000 polizeilich begleitet, mehrere Castor-Transporte und die Fußballweltmeisterschaft.

Nach Verwendungen in Braunschweig und Barsinghausen wurde er nach Absolvierung der Aufstiegsausbildung zum höheren Dienst im Jahre 1993 als Leiter des damaligen Polizeiabschnitts Nienburg eingesetzt. Seit 1994 schlossen sich weitere Verwendungen an. Unter anderem war Ulrich Knappe stellvertretender Inspektionsleiter in Schaumburg, Dezernent Verkehr in der ehemaligen Bezirksregierung Hannover, Leiter Einsatz der Inspektion Hannover-Land, des Polizeikommissariats Lehrte und des Zentralen Verkehrsdienstes Hannover. Darüber hinaus war er Dozent an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster und vor seiner letzten Funktion auch Leiter der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden.

Garbsen ist die längste berufliche Station des scheidenden PI-Leiters. Auf die Frage eines Journalisten, ob es in seiner 45-jährigen Karriere bei der Polizei einen Einsatz gab, den er nie vergessen wird, antwortete der scheidende PI Leiter: „Ja, ich habe mehrere persönliche Highlights. Das Jüngste war der Besuch des damaligen US-Präsidenten Barack Obama in Hannover im Jahr 2016.

Ich war für die Sicherheit seiner Unterbringung verantwortlich. Er übernachtete auf dem Gelände des Seefugiums in Isernhagen. Daneben war ich für die Tagungsörtlichkeiten rund um das Schloss Herrenhauses während des Treffens mit Kanzlerin Angela Merkel und anderen Staatschefs zuständig. Das war eine gewaltige Herausforderung für Hunderte Beteiligte. Allein die Planung hat mehr als ein Vierteljahr gedauert. Wir mussten uns auf alle Bedrohungsszenarien vorbereiten – bis hin zu einem möglichen Terroranschlag.“ Auf die Nachfrage des Redakteurs, ob der PI-Leiter über die Abreise des damaligen US-Präsidenten froh war, antwortet PD Knappe nach kurzer Überlegung in seiner für ihn typischen Manier: „Nein, das kann ich so nicht sagen. Ich war froh, dass alles so gut geklappt hat und unsere Planung aufgegangen ist.“

Wir hoffen, dass seine Planungen bezüglich der bevorstehenden Pension mindestens ebenso erfolgreich aufgehen wie die des unvergessenen Einsatzes und wünschen Ulrich Knappe mit dem folgenden Zitat des berühmten Schauspielers Heinz Rühmann für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute:

„Erst wenn ein Anzug abgetragen ist, beginnt seine Glanzzeit“