Stadt startet Online-Umfrage zum Thema Wohnungslosigkeit

HANNOVER (PM). Die Vielfalt der Lebenslagen von wohnungslosen Menschen noch besser zu verstehen: das ist das Ziel der Online-Umfrage, die die Landeshauptstadt Hannover heute, 19. April mithilfe einer Plakatkampagne startet. Mitmachen können alle Menschen, die in Hannover leben oder Zeit verbringen (z.B. auch Berufspendler*innen). Gefragt sind insbesondere auch die Wohnungslosen selbst.

Die Teilnahme ist über einen QR-Code bzw. einen Link möglich, sofern ein Internetzugang/Smartphone vorhanden ist. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und Sozialdezernentin Sylvia Bruns stellten das Kampagnenplakat zum Auftakt vor.

„Wir möchten die Vielfalt der Lebenslagen wohnungsloser Menschen noch besser verstehen, um passgenaue Unterstützungsangebote entwickeln zu können. Das Format ermöglicht eine schnelle Durchführung, ist digital und damit corona-konform. Ich möchte die Hannoveraner*innen aufrufen, mitzumachen, damit wir möglichst viele Informationen erhalten und auswerten können“, sagte Onay zum Auftakt.

Folgende Fragen sind Gegenstand der Umfrage: Wo halten sich Wohnungslose auf, bei Tag und bei Nacht, insbesondere auch außerhalb der Innenstadt? Welche Hilfs- und Unterstützungsangebote in Hannover werden genutzt – welche nicht? Wie groß ist die Bereitschaft in der Bevölkerung, sich für wohnungslose Menschen zu engagieren?

© Stadt Hannover

Die Plakate und Handzettel mit QR-Code sind in der Stadt in allen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe zu finden. Die Umfrage erfordert keine Registrierung, ist anonym, freiwillig und in zehn Minuten zu beantworten. Die Stadt bindet bei der Bekanntmachung der Umfrage auch das Netzwerk der Wohnungslosenhilfe mit ein, u.a. Straßensozialarbeiter*innen, Ehrenamtliche, Integrationsmanager*innen und Tagestreffs sowie (Not-)Unterkünfte. Da es unter den wohnungslosen Menschen einige gibt, die kein oder kaum Deutsch sprechen, bieten die Plakate eine persönliche Ansprache in fünf weiteren Sprachen neben Deutsch: Russisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Englisch. Muttersprachliche Sozialarbeiter*innen bzw. Dolmetscher*innen werden bei Bedarf bei der Teilnahme an der Umfrage unterstützen. Die Umfrage endet am 25. April.

„Die Ergebnisse wollen wir bereits im Frühsommer vorstellen, so dass Erkenntnisse daraus in die zukünftigen Planungen einbezogen werden können“, so Bruns zum weiteren Prozess.

Als zweites Beteiligungsformat ist im Sommer ein Bürgerpanel zum Thema Wohnungslosigkeit vorgesehen. Themen sind hier u.a. beobachtete Aufenthaltsorte Wohnungsloser, Bereitschaft zu Engagement und Unterstützung, Haltungen und Einstellungen zur Wohnungslosenhilfe und vieles anderes mehr.

Die Online-Umfrage steht unter folgendem Link bereit: www.hannover.de/wohnungslos