Ganz schön schräg Erlebnis-Zoo stellt neue gefiederte Bewohner vor

HANNOVER (PM). Sie fallen auf. Durch ihren Namen, ihr Aussehen und ihre neuen Behausungen: Im Erlebnis-Zoo Hannover sind schräge Vögel, mit schrägen Namen in schrägen Hütten eingezogen! In den Volieren hinter dem Zoo-Bauernhof beäugen die Rabengeier neugierig die Besucher, entspannen die Tschajas am Wasserbecken und machen die Seriemas durch schrilles Rufen lautstark auf sich aufmerksam.

Mit den drei neuen südamerikanischen Vogelarten und einem liebevollen Konzept stellt der Erlebnis-Zoo seinen Besuchern eher unbekannte Tierarten vor, die aber tierisch spannend sind. „Aussehen und Name lassen nicht gleich darauf schließen, was genau für Vögel es sind“, verrät Tierpflegerin Angela Kruth. „Obendrein gibt es hier immer etwas zu beobachten. Die Tiere sind, alle auf ihre Weise, aktiv und überraschen mit Lauten, Verhalten und Interaktionen“, so Kruth, die die Idee zu den schrägen Vögeln hatte. Tatkräftig unterstützt wurde sie bei der Errichtung und Einrichtung der schrägen Hütten von den Zoo-Handwerkern und -Gärtnern, die erstaunlich schief gebaut und die Anlagen neu begrünt haben.

Schlangenjäger Seriema

Die neuen gefiederten Bewohner haben sich in den Volieren sehr schnell eingelebt. Die Seriemas Felipe und Oriana fühlten sich direkt so wohl, dass sie sich mit einem Nest auf dem Balkon häuslich eingerichtet haben und von dort den Blick über den Hof schweifen lassen. Als Rotfußseriema sind sie auch als Schlangenstorch bekannt und gelten als ausgezeichnete Schlangenjäger! Flink packen sie die Schlange mit dem Schnabel und werfen sie mit einer schwungvollen Kopfbewegung auf den Boden. Außerdem machen die Vögel mit den auffälligen Federn an der Stirn auch mit ihrem „Gesang“ ihrem Ruf als schräge Vögel alle Ehre – der Ruf ist nämlich ziemlich schrill und lautstark.

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Seriemas zählen zu ausgezeichneten Schlangenjägern © Bernd Günther

Wehrhafte Tschajas

Leiser geht es bei den Nachbarn zu – das Tschaja-Pärchen Enrique und Esperanza entspannt gerne am Wasser – mal liegend, mal auf einem Bein stehend. Das friedliche Aussehen täuscht aber: Tschajas werden auch als Halsbandwehrvögel bezeichnet. Wahrhaft wehrhaft ist der spitze Dorn am Flügelbug, mit dem sie sich gegen Feinde und Artgenossen verteidigen können. Ihren Unmut machen die Tschajas, die zu den Gänsevögeln zählen, mit bösem Fauchen bemerkbar.

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Das Tschaja-Pärchen Enrique und Esperanza entspannt gerne am Wasser © Bernd Günther

Schwarze Sonnenanbeter

Die Rabengeier Nestor und Amanda sind als Vertreter der Neuweltgeier Aasfresser, was auch ihr blanker Kopf verrät. Federn würden nur unnötig schmutzig werden, wenn sie ihren Kopf zum Fressen in Tierkadaver stecken würden. Die beiden Urubus, wie Rabengeier auch genannt werden, sind richtige Sonnenanbeter. Beim ersten Sonnenstrahl breiten sie ihre Flügel aus und lassen sich das dunkle Gefieder wärmen. Abkühlung verschaffen sich die Tiere, indem sie sich auf die Beine koten – eine natürliche Klimaanlage. Und schon irgendwie schräg.

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Rabengeier sind als Vertreter der Neuweltgeier Aasfresser © Bernd Günther

Das Zoologicum entsteht

Mit den schrägen Vögeln stellt der Erlebnis-Zoo den ersten Teil vom neuen Zoologicum vor. Hinter dem Zoobauernhof entsteht eine neue Tierwelt, die fantastische Begegnungen mit den verschiedensten Tierarten wie Nasenbären, Gelbbrustaras, Gürteltieren und Steinkäuzen verspricht. In kommentierten Tiervorstellungen rücken die wichtigen Themen Natur- und Artenschutz in ein neues, emotionales Licht.