Kampfmittelfund in Misburg-Nord / Evakuierung läuft Von der Evakuierung sind etwa 15.000 Bewohner*innen betroffen - Um 21:45 Uhr wurden beide Bomben entschärft

HANNOVER (PM). Auf einem Baufeld im Gottfried-Benn-Weg wurde gestern Nachmittag bei Sondierungsarbeiten eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg lokalisiert. Im Rahmen der Überprüfung der Umgebung des Fundes wurde nun eine weitere Zehn-Zentner-Bombe entdeckt. Die Kampfmittel müssen noch heute unschädlich gemacht werden.

AKTUELL: Gegen 21:35 Uhr konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst beide Bomben entschärfen. Die Evakuierungsmaßnahmen sind damit aufgehoben und die betroffenen Bewohner können in ihre Wohnungen zurückkehren.

Ein Kartenausschnitt mit einem erforderlichen Evakuierungsradius sowie eine detaillierte Liste der betroffenen Straßen zur Information der Bevölkerung ist dieser Pressemitteilung als Anlage beigefügt. Eine Anpassung des Radius muss aufgrund des weiteren Bombenfundes nicht erfolgen.

Zurzeit werden die Vorbereitungen für die Gefahrenbeseitigung getroffen. Da sich in unmittelbarer Nähe des Fundortes weitere Kampfmittelverdachtspunkte befinden, werden diese momentan ebenfalls untersucht und sondiert. Ein Kartenausschnitt mit einem erforderlichen Evakuierungsradius sowie eine detaillierte Liste der betroffenen Straßen zur Information der Bevölkerung ist als Anlage beigefügt. Eine Anpassung des Radius muss aufgrund des weiteren Bombenfundes nicht erfolgen.

Der Bereich innerhalb dieses Sicherheitsbereichs muss evakuiert werden!

Von der Evakuierung sind etwa 15.000 Bewohner*innen betroffen. Die von der Evakuierung betroffenen Personen werden gebeten, den Sicherheitsbereich um 14:00 Uhr zu verlassen! Gehbehinderte Personen können unter der Rufnummer 19222 einen Krankentransport anfordern. In Absprache mit dem Fachbereich Gesundheit der Region Hannover dürfen die nicht infizierten und sich nicht in Quarantäne befindlichen und im Evakuierungsgebiet wohnenden Personen die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen aussetzen und für die Zeit der Evakuierungsmaßnahme Familienangehörige oder Bekannte aufsuchen.

Über das Ende der Maßnahme ergeht eine Mitteilung über die üblichen Kontaktkanäle. Die Personen, die sich aufgrund von Anordnungen des Gesundheitsamtes aktuell in häuslicher Quarantäne befinden, werden durch die Feuerwehr kontaktiert. Der Transport und die Unterbringung dieser Personen wird durch die Einsatzleitung organisiert. Für Einwohner*innen, die keine andere Aufenthaltsmöglichkeit haben, stehen ab 14:00 Uhr zwei Betreuungsstellen zur Verfügung.

Betreuungsstellen

Schulzentrum Misburg – Sporthalle – Ludwig-Jahn-Straße 8 – 30629 Hannover

IGS Roderbruch – große Sporthalle – Rotekreuzstraße 23 – 30627 Hannover

Für den Personentransport in die Betreuungsstellen werden kostenlose Busse der ÜSTRA bereitgestellt. Diese werden den betroffenen Bereich über die nachfolgenden Haltepunkte regelmäßig ab:

Linie Haltepunkte
Rote Linie

(Zur Betreuungsstelle IGS Roderbruch)

  • LuiseSchröderStr. (Start)
  • Ziesenisweg
  • Uferzeile
  • Post
Grüne Linie

(Zur Betreuungsstelle Schulzentrum Misburg)

  • Kafkastr. (Start)
  • Tiefe Riehe
  • Eschenbachstr.
  • Werfelstr.
Blaue Linie

(Zur Betreuungsstelle Schulzentrum Misburg)

  • Am Seelberg (Start)
  • Feuerwehr
  • Steinbruchstr.
  • Heinrichstr.
  • Alte Schmiede

Für Fragen aus der Bevölkerung steht ab 10:00 Uhr ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0800 / 7 31 31 31 zur Verfügung.

Die erforderliche Gefahrenbeseitigung kann erst nach Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Die betroffenen Einwohner*innen können voraussichtlich erst in den Abendstunden in ihre Wohnung zurückkehren und werden daher gebeten, alle unbedingt für sie notwendige Dinge, wie z.B.: Medikamente, Säuglings-oder Spezialnahrung sowie angemessene Kleidung mitzunehmen und auch ihre Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren.

Durch den Fund von zwei Kampfmitteln in unmittelbarer Nähe zueinander kann eine Abarbeitung der beiden Fundstellen nur nacheinander erfolgen. Dadurch kann die Gefahrenbeseitigung am heutigen Tage länger dauern als bei Kampfmittelbeseitigungen von nur einem Kampfmittel.

Aktuelle Informationen erhalten Sie über Rundfunkdurchsagen und die Internetportale der Landeshauptstadt Hannover (www.hannover.de) –sowie der Feuerwehr Hannover (www.feuerwehr-hannover.de). In den Sozialen Medien informiert die Landeshauptstadt über das Twitter-Profil der Feuerwehr Hannover @Feuerwehr_Hmit #hannbombesowie auf der Facebookseite Facebook.com/lhhannover.

Bevölkerungsinformationen erfolgen im Laufe des Tages zusätzlich über die Warn-Apps KATWARN und NINA.

Evakuierungsbereich / Straßenliste: