Laatzener Feuerwehr hat mit Unwettereinsätzen zu kämpfen

LAATZEN (PM). Am Sonnabend ab 14 Uhr tobte über Laatzen ein Gewitter mit lokalen sehr starken Regenfällen. Bis gegen 15 Uhr hatte die Laatzener Ortsfeuerwehr 25 Einsätze zu verzeichnen. Ab 14.42 Uhr kam Unterstützung aus Rethen und später auch von den ehrenamtlichen Helfern aus Gleidingen. Eine ältere Dame wurde aus einer Fußgängerpassage gerettet, diese lief von beiden Seiten regelrecht „voll“.

Fast zeitgleich um 14 Uhr kam ein Notruf aus einem Mehrfamilienhaus in der Pettenkofer Straße „Knie hoch Wasser im Keller“ und von Jugendlichen, die zusammen mit einer 82-Jährigen in der Grand-Quevilly-Passage (Fußgängertunnel unter der Erich-Panitz-Straße) vom steigenden Wasser eingeschlossen waren. Das Wasser stand dort etwa 30 cm hoch. In der Mitte des Fußgängertunnels standen die neun Personen im seichteren Wasser. Mit einer Pumpe saugten die Helfer das Wasser Richtung Einkaufszentrum ab, gegen 14.30 Uhr trugen zwei Helfer die Rentenerin dann aus dem Wasser.

Vor dem Leine-Center warteten etliche Besucher das Ende der „Regenfluten“ und den Vordächern ab. In der Würzburger Straße und den umliegenden Häusern an der Marktstraße stand das Wasser teilweise bis zu einem Meter im Keller. Mit einem Messgerät prüften die Helfer die „dunkle Brühe“ vor dem dem Betreten der Räume auf Spannungsfreiheit, bevor die Pumpen eingesetzt wurden.

Besonders betroffen war auch die Straße Engerode in Laatzen-Mitte. Hier waren etliche Keller „abgesoffen“. Mit herkömmlichen Gartenpumpen halfen sich die Bewohner selbst. Bei zu viel Wasser im Keller unterstützten die Ortsfeuerwehren Rethen und Laatzen. „Ich wohne jetzt schon über 35 Jahre hier, aber einen solchen Regenschauer habe ich noch nicht erlebt“, sagte ein völlig durchnässter Anwohner. Weitere Einsatztsellen befanden sich im Brucknerweg, der Würzburger Straße und in der Debberode. Um 14.10 Uhr löste dann auch noch die Brandmeldeanlage (BMA) eines Betriebes in der Ulmer Straße aus. Nach schneller Erkundung Entwarnung. Weder Rauch noch Flammen waren sichtbar. Auslösungsursache unbekannt.

Alle Einsatzmeldungen koordinierte die Einsatzleitung Ort (ELO) im Einsatzleitwagen auf dem Gelände am Sankt-Florian-Weg. Besetzt war das Fahrzeug mit Stadtbrandmeister Sebastian Osterwald und vier Kräften zur Abwicklung des Funkverkehrs und der Sortierung von Einsätzen nach Dringlichkeit. Auch eine Übersicht wurde dort geführt, um einen guten Gesamtüberblick zu behalten. Bis gegen 16.20 Uhr verzeichnete die Besatzung 33 Einsätze.