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Gefahrguteinsatz in Sehnde-Höver Ein Gabelstapler beschädigt einen Behälter mit 1000 Liter Säure

SEHNDE (red). Ein Gefahrgutaustritt in einer Spedition in Höver forderte 120 Einsatzkräfte. Der Betrieb musste während der Einsatzmaßnahmen geschlossen werden. Personen wurden nicht verletzt.

Gegen 21:05 Uhr am Montagabend wurde die ABC Fachgruppe Sehnde und der ABC Zug Region Hannover Ost, bestehend aus Ortsfeuerwehren der Städte Burgdorf, Lehrte und der Gemeinde Uetze zu einer Spedition nach Höver alarmiert.
In der Speditionshalle war ein 1000 Liter IBC Behälter bei Verladearbeiten beschädigt worden. Aus dem Gebinde trat eine Säure aus, die zum Ätzen von Glas und Metallen eingesetzt wird. Insgesamt liefen ca.850 Liter des gesundheitsgefährdenden und ätzenden Stoffes aus.

Durch die Ortsfeuerwehr Höver wurde die Einsatzstelle zunächst erkundet und ein Sicherheitsradius eingerichtet. Durch weitere Einsatzkräfte wurde ein dreifacher Brandschutz, unter Vornahme eines C-Rohres, eines Schaumrohres und eines Pulverlöschanhänger sichergestellt. Die Einsatzkräfte der ABC Fachgruppe Sehnde und des ABC Zug Region Hannover Ost gingen unter Chemikalienschutzanzügen mit Atemschutz vor. Mit technischen Hilfsmitteln wurde das Leck verschlossen und der Behälter gesichert. Im weiteren Verlauf wurde durch weitere Einsatzkräfte Chemikalienbinder auf die ausgelaufene Flüssigkeit aufgebracht. Diese Arbeiten konnten ausschließlich unter Chemikalienschutzanzügen mit Atemschutz durchgeführt werden. Bei den Temperaturen war die Arbeit sehr schweißtreibend für die Einsatzkräfte, sodass ein höherer Bedarf an Atemschutzgeräteträgern erforderlich war. Durch Messtrupps wurden im Nahbereich um die Einsatzstelle mit speziellen Messgeräten Luftproben genommen. Eine erhöhte Stoffkonzentration konnte mit den Mitteln der Feuerwehr an keiner Stelle festgestellt werden.

Nachdem am 15.06.2021 gegen 02:00 Uhr weitere Kräfte von der Einsatzstelle entlassen wurden, war der Einsatz am 15.06.2021 gegen 03:00 Uhr dann komplett für die Feuerwehr beendet. Ein Tanklastzug des Entsorgungsunternehmen hatte bis dahin vor, den ausgelaufenen Gefahrstoff abzusaugen. Die Maßnahmen scheiterten zunächst, da das eingesetzte Fahrzeug nicht über die geeigneten Vorrichtungen zur Aufnahme des Gefahrstoffes verfügte. Die Einsatzstelle wurde daraufhin komplett abgesperrt. Erneut wurde eine weitere Lage Chemikalienbinder aufgebracht. Die Einsatzstelle wurde an die Betriebsleitung übergeben. Am heutigen Tag wird die Entsorgungsfirma weitere Maßnahmen zur Reinigung des Bereiches durchführen.

Eine vorrübergehende Sperrung der Hannoverschen Straße konnte nach kurzer Zeit wieder aufgelöst werden. Es kam dennoch zeitweise zu starken Verkehrsbehinderungen.