Taubblindheit trifft taktile Kunst Deutsches Taubblindenwerk strickt Säulen der Staatsoper Hannover ein

HANNOVER (mf / PM). 2.800 Wollquadrate, 135 Quadratmeter, 8 Säulen: Das Deutsche Taubblindenwerk strickt die Säulen des Opernhauses Hannover ein, um unter dem Motto „Yarn Bombing for Deaf Blind Awareness“ ein weithin sichtbares Signal für das Thema Taubblindheit zu setzen. Damit beteiligt sich das Deutsche Taubblindenwerk gemeinsam mit 21 Ländern an einer weltweiten Aufmerksamkeitskampagne von Deafblind International (DbI). Das Ziel: Aufmerksamkeit für diese besondere Art der Sinnesbeeinträchtigung zu schaffen.

Seit Wochen liefen die Stricknadeln in Hannover und in ganz Deutschland heiß: Das Deutsche Taubblindenwerk hatte zum Stricken, Weben und Häkeln aufgerufen und bekam Unterstützung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Menschen aus Senioren-und Kindereinrichtungen, Verbänden und Vereinen sowie zahlreiche Privatpersonen aus ganz Deutschland.

Bereits jetzt ist eines gelungen: mit einer inklusiven, partizipativen und bunten Kunstaktion Mitglieder der Taubblindengemeinschaft und Menschen aus der ganzen Gesellschaft im inklusiven Kunstprojekt „Yarn Bombing“ zu vereinen. Die Staatsoper Hannover ist offizieller Projektpartner. Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Bei der heutigen Aktion waren anwesend: Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Laura Berman, Intendantin der Staatsoper Hannover, sowie Volker Biewald, Geschäftsführer des Deutschen Taubblindenwerks. Sie haben jeweils eine kurze Eröffnungsrede gehalten.

Deutsches Taubblindenwerk strickt Säulen der Staatsoper Hannover ein © Matthias Falk