Erstes Rollstuhl-Karussell auf Langenhagener Spielplatz Erweiterung ist erfolgreich abgeschlossen / Stadt öffnet Areal samt neuem Angebot

LANGENHAGEN (PM). Neuer Fallschutz unter dem Kletternetz, eine neu eingesäte Spielwiese und das erste Rollstuhl-Karussell auf einem Langenhagener Spielplatz: Es hat sich viel getan auf dem Spielplatz im Söseweg.

Das Highlight auf dem umgestalteten Spielplatz ist das Rollstuhl-Karussell. Es ist das erste, das die Stadt Langenhagen auf einer öffentlichen Fläche errichtet hat. Im Zuge der Erweiterung wurde das gesamte Spielareal bis an den Graneweg vergrößert; von dort führt ein weiterer Zugang auf das Areal. Zusätzlich wurde der Sandspielbereich in Teilen umgestaltet.

„Barrierearme Spielplätze mit Angeboten für alle Kinder – mit und ohne Handicap – sind wichtige Puzzlesteine für eine inklusive Gesellschaft“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. „Darum freue ich mich, dass wir nun mit den Änderungen am Söseweg einen positiven Beitrag geleistet haben, um den Inklusionsgedanken in Langenhagen umzusetzen und leben zu können.“

Nach gut elf Wochen sind die Arbeiten abgeschlossen. Ein Pflasterweg zum Rollstuhl-Karussell wurde angelegt. Bevor das neue Spielgerät eingebaut wurde, wurde rings herum ein neuer Fallschutz eingebracht. Im Bereich der großen Kletternetzpyramide wurde der vorhandene Fallschutz durch Holzhäcksel ausgetauscht. Dieser bietet ebenfalls einen Fallschutz und ist darüber hinaus befahrbar. So können künftig auch Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, zur Kletterpyramide gelangen und dort etwa die vorhandene Hängematte nutzen.

„Als letztes wurde eine neue Rasenfläche eingesät, die derzeit noch mit einem Zaun geschützt ist. Sobald der Rasen angewachsen und bespielbar ist, wird der Zaun entfernt“, berichtet Thomas Köllermeier, zuständiger Planer der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe. „Im Herbst werden wir außerdem noch vier Bäume auf dem Spielplatz Söseweg einpflanzen.“

„Inklusion beginnt schon beim Spielen. Auf einem inklusiven Spielplatz ist jedes Kind willkommen“, sagt Astrid Schubart, Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderungen. Aufgrund der zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – die Stadtbahn- und Bushaltestelle Langenhagen-Stadtmitte sind etwa 300 Meter entfernt – eignet sich der Spielplatz Söseweg gut für das neue inklusive Spielangebot.

Der Antrag kam seinerzeit aus dem politischen Raum. Der Rat der Stadt Langenhagen hat vor etwa zwei Jahren die Beschaffung von inklusiven Spielgeräten beschlossen. Allerdings gibt es bei deren Aufstellung mehr zu beachten, als das bei normalen Spielgeräten der Fall ist. So zogen sich die Abstimmung und die Suche nach einem geeigneten Gelände in die Länge.

Bei geplanten Ergänzungen oder bei Sanierungen überprüft die Stadt Langenhagen während der Planungsphase, welche inklusiven Spielangebote auf einem Spielplatz angeboten werden können. Sechs Vorhaben befinden sich derzeit im Entwurfsstadion; sie werden zu gegebener Zeit der Langenhagener Politik im Fachausschuss „Stadtplanungs-, Bau- und Umweltausschuss“ vorgestellt. Die Neugestaltung des Spielplatzes Dorfstraße ist bereits in Gange. Dort werden verschiedene inklusive Elemente umgesetzt.

In die Erweiterung des Spielplatzes Söseweg inklusive des neuen Rollstuhl-Karussells hat die Stadt etwa 75.000 Euro investiert.