Polizei ermittelt

Corona-Kontrollen der Polizeidirektion Hannover "Wir wollen den Menschen das Feiern nicht verbieten, wir werden allerdings wachsam bleiben"

HANNOVER (ots). Nach mehreren Monaten eines erheblich eingeschränkten gesellschaftlichen Lebens aufgrund der Corona-Pandemie sind weitgehende Lockerungen erfolgt. Deutlich gesunkene Inzidenzwerte erlauben inzwischen auch wieder größere Menschenansammlungen. Die Polizeidirektion hat dafür Verständnis, mahnt aber dennoch zur Vorsicht und kontrolliert nach wie vor.

Nach einem mehrmonatigen Lockdown, der das gesellschaftliche Leben auch im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover nahezu zum Stillstand brachte, registrieren die Einsatzkräfte wieder deutlich erhöhte Aktivitäten im Geschäfts- und Alltagsleben. Dazu zählen größere Menschenansammlungen an touristischen Ausflugszielen, aber auch in den Innenstädten sowie in den Parkanlagen. Die Polizei zeigt dafür Verständnis, ist jedoch in der Pflicht, die nach wie vor geltenden Beschränkungen zu überwachen.

Aus diesem Grund zeigt die Polizei auch in diesen Wochen an verschiedenen Punkten verstärkte Präsenz. Dazu gehören unter anderem die Bereiche Innenstadt, Maschsee, Georgen- und Welfengarten sowie die Limmerstraße und umliegende Straßen und Plätze. Dort wurden in der jüngeren Vergangenheit oftmals größere Personengruppen festgestellt, die zudem durch Ruhestörungen und Alkoholkonsum auffielen, was zum einen zu Beschwerden, zum anderen aber auch zu einem erhöhten Infektionsrisiko mit dem Coronavirus beziehungsweise dessen inzwischen grassierenden Varianten führte.

„Wir wollen den Menschen das Zusammensein und Feiern nicht verbieten, wir werden allerdings auch weiterhin wachsam sein“, betont der Vizepräsident der Polizeidirektion Hannover, Jörg Müller. Er zeigt Verständnis für das wiederentdeckte Freiheitsbewusstsein der Menschen. „Auch unsere Beamtinnen und Beamten unterliegen sowohl im Job als auch in ihrer Freizeit den bekannten Beschränkungen und wissen, wie schwer es fällt, sich bei bestimmten Aktivitäten noch etwas zurückzuhalten“, erklärt Jörg Müller. Um die nun erreichten niedrigen Inzidenzwerte nicht zu gefährden, brauche es jedoch das Mitwirken aller.

Auch wenn die Polizei gezwungen ist, entsprechende Verstöße gegen Corona-Bestimmungen konsequent zu ahnden, setzt die Polizei bei ihren Kontrollen auf Deeskalation. Einsatzkräfte sprechen Bürgerinnen und Bürger in diesem Zusammenhang proaktiv an, um sie für ein regelkonformes Verhalten zu sensibilisieren. Sollte dabei keine Einsicht feststellbar sein, werden die Beamtinnen und Beamten entsprechende Anzeigen fertigen. Dies gilt nicht nur hinsichtlich der Pandemie, sondern auch in Bezug auf eine deutliche Zunahme von Ruhestörungen, die einem friedlichen Miteinander entgegenstehen.