Fußball-Einsatz mit Störungen

HANNOVER (ots). Am Samstag, 31.07.2021, kam es bei dem Polizeieinsatz zum Fußball-Spieltag zu Störungen. Bei den Zwischenfällen zwischen rivalisierenden Fangruppierungen schritt die Polizei zügig ein. Die Fanmärsche verliefen störungsfrei.

Das erste Heimspiel von Hannover 96 der derzeit laufenden Zweitliga-Saison wurde am Samstagmittag um 13:30 Uhr in der HDI-Arena ausgetragen. Zu dem Spiel gegen Hansa Rostock erschienen circa 13.600 Zuschauer. Die Anhänger der Gastmannschaft waren mit circa 1.500 Fans im Stadion vertreten.

Bereits vor dem Spiel kam es zu Zwischenfällen. Kurz vor 12:00 Uhr befuhren mehrere Fahrzeuge mit Rostocker Fans das Arthur Menge Ufer in Richtung Stadion. In Höhe des Nordvorplatzes vor einer Gaststätte hielten sich Fans von Hannover 96 auf. Beim Aufeinandertreffen kam es zu einer zunächst verbalen und dann auch körperlichen Auseinandersetzung. Die eingesetzten Polizeikräfte trennten die rivalisierenden Gruppen und nahmen insgesamt 19 Personen fest. Gegen diese wurden Strafverfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde diese gegen 16:30 Uhr entlassen.

Gegen 12:20 Uhr trafen am Schützenplatz, Bereich Herrenhäuser Tor, acht Personen (mutmaßlich Hannover 96 Fanszene) auf zwei Rostock-Anhänger. Unter Gewaltandrohung forderten sie die Herausgabe der Aufstiegs-Fanshirts der Gästefans. Ein Tatverdächtiger konnte durch alarmierte Einsatzkräfte im Bereich des Nordvorplatzes / Waterloostraße festgenommen werden. Daraufhin solidarisierten sich etwa 60 von den dort aufhältigen 96-Fans, drängten die Polizeibeamten zurück und befreiten den Festgenommenen. Dieser konnte daraufhin flüchten. Die Polizei ermittelt nun wegen räuberischer Erpressung und Gefangenenbefreiung.

Gegen 13:25 Uhr kam es erneut zu einer Auseinandersetzung auf dem Nordvorplatz. Diesmal gerieten ein Rostock-Anhänger und vier bis fünf Hannover 96 Fans aneinander. Ein tatverdächtiger 96-Anhänger flüchtete in den Bereich der dortigen Gaststätte. Auch hier kam es zu einer Solidarisierung – Polizeieinsatzkräfte, die den Tatverdächtigen verfolgten, wurden bei der Verfolgung vorsätzlich behindert und tätlich angegriffen. Es wurden zwei Verfahren wegen tätlichen Angriffs eingeleitet. Polizeibeamtinnen oder -beamte wurden bei den Maßnahmen nicht verletzt.