Hannover als Treffpunkt für junge Zupfmusiker*innen aus ganz Deutschland Das Bundesjugendzupforchester probt und konzertiert in Hannover

HANNOVER (PM). Bundesjugendzupforchester (kurz BJZO) – das ist kein ganz leichtes Wort, doch dahinter steckt vieles: ein junges Orchester; Musikstudentinnen, die aus einer Träumerei ein bundesweites Projekt erschaffen haben; Musiker*innen aus ganz Deutschland und eine junge Dirigentin, welche sich auf eine neue Erfahrung mit unbekannten Instrumenten eingelassen hat.

Ende August reisen 40 Teilnehmende im Alter von 15 bis 30 Jahren aus ganz Deutschland an das Steinhuder Meer in der Region Hannover. Im Gepäck haben sie ihre Mandolinen, Mandolen, Gitarren und Kontrabässe und werden für eine Woche das BJZO 2021 bilden. Die Spieler*innen gehören zu den Besten in ihrer Altersgruppe, sind Musikstudierende, Wettbewerbspreisträger*innen oder Schüler*innen, die Musik studieren möchten.

2019 wurde das Orchester von den drei Mandolinenstudentinnen Charlotte Kaiser, Clara Weise und Laura Engelmann in privater Initiative gegründet, wenige Monate später der gemeinnützige Verein. Ziel ist ein Austausch aller jungen Zupfmusiker*innen in Deutschland auf hohem musikalischem Niveau. Es stand für die Organisatorinnen fest, dass ein neues und anders strukturiertes Orchester entstehen sollte. Im BJZO gibt es keine Dozent*innen, die Vorgaben machen und die Stimmproben anleiten. Stattdessen werden alle in den Entscheidungsprozess eingebunden und die Jüngeren können nicht nur von den Studierenden lernen, sondern auch die Erfahrung machen, ihre eigenen musikalischen Ideen im Orchester einzubringen. Das Orchester trifft sich einmal jährlich für eine Woche an wechselnden Orten in Deutschland und präsentiert die Vielschichtigkeit der Zupfmusik.

Nachdem die Gründungsphase 2019 höchst erfolgreich im Norden Deutschlands mit Standing Ovations beim Gründungskonzert abgeschlossen wurde, stellte das vergangene Jahr neue Herausforderungen an den jungen Verein. Mit strengen Hygieneauflagen führte die 2. Probenphase zu einem außergewöhnlichen Konzert: Ein Livestream-Konzert auf YouTube direkt aus dem Probenraum, ohne ein Applaus spendendes Publikum.

In diesem Jahr treffen viele bekannte Gesichter wieder aufeinander, die größtenteils an beiden Projekten teilgenommen haben. Hinzu kommen neue Spieler*innen, die neugierig auf das Treffen sind. Mit der Dirigentin Lisa Hummel, einer mehrfach ausgezeichneten Organistin und Dirigentin, die im BJZO erstmals mit Zupfmusik in Berührung kam, erarbeitet das Orchester in Tutti-Proben und Stimmproben ein abwechslungsreiches Programm mit anspruchsvollen Originalwerken und neuen Bearbeitungen.

Zu hören ist das Programm, bestehend u.a. aus Werken von Clara Schumann, Louise Farrenc und Freya Arde, am Freitag, den 27.08. um 19 Uhr in der St. Martins Kirche Linden und einen Tag später am Samstag, den 28.08. um 19 Uhr in der St. Martins Kirche Seelze im Rahmen des internationalen Musikfestivals MuSe (dieses Konzert wird zusätzlich auf dem YouTube Kanal „Bundesjugendzupforchester“ gestreamt). Der Eintritt ist frei, um Spenden für die weitere Arbeit des Orchesters wird gebeten.

Weitere Informationen, auch zu den geltenden Hygienebestimmungen, sind unter www.bjzo.org zu finden.

Konzerte:

  • Freitag, 27. August 2021 | 19 Uhr | St. Martins Kirche Linden | Eintritt frei
  • Samstag, 28. August 2021 | 19 Uhr | St. Martins Kirche Seelze | Eintritt frei