„Urbane Kunstwoche Hannover“ vereint Streetart & Graffiti-Festivals „Hola Utopia!“ und „Urban Nature“

HANNOVER (PM). Die zwei hannoverschen Streetart & Graffiti-Festivals „Urban Nature“ und „Hola Utopia!“ finden in diesem Jahr unter dem Dach „Urbane Kunstwoche Hannover“ vom 23. bis 29. August statt. Die Organisator*innen und das Kulturbüro der Stadt sehen große Synergien in der Zusammenführung der beiden Einzelfestivals zum Thema Urbane Kunst in Hannover.

„Hola Utopia!“, als Hannovers soziokulturelles Street-Art Festival, will inspirieren und die Zukunft mit all ihren fantasiereichen Facetten als große Fassadenbilder an insgesamt rund 1.400 m² Wände malen. Hannover freut sich in diesem Jahr unter anderem auf neue Murals von: Irene Lopez Leon (Barcelona), ANNA T IRON x YUBIA (Hamburg / Barcelona) und Bart Sucharski aus der hannoverschen Partnerstadt Poznan. Besonders spannend: Zurzeit können Gäste und Besucher*innen auf einem Spaziergang durch die Stadt die Entstehung der Wandgemälde und die Arbeit der etablierten Künstler*innen live verfolgen. (siehe Anlage mit den Orten) Am Wochenende trifft sich dann die deutschlandweite Graffiti-Szene beim „Urban Nature“ an der Ihmehall in Hannover. Mehr als 50 Maler*innen unterschiedlichsten Alters gestalten eine gesamte Fläche neu – neben der lokalen Szene werden auch überregionale Gäste vor Ort sein.

„Wir setzen uns für die Anerkennung von Streetart als Kunstform ein“, beschreibt Oberbürgermeister Belit Onay das Ziel aus dem Kulturentwicklungsplan, ein internationales Urban Art Festival in Hannover zu etablieren. Das Thema Urbane Kunst hat sich seit dem Start des Sachgebiets Junge Kultur im Kulturbüro 2017 schnell als ein Schwerpunkt herauskristallisiert. „In Hannover gibt es eine große Szene, die neue, legale Flächen braucht und die mit uns im Kulturbüro eine Anlaufstelle in der Stadtverwaltung hat“, sagt Bernd Jacobs, Sachgebietsleitung der Jungen Kultur.

Werbeaktivitäten der HMTG

Begleitet wird die „Urbane Kunstwoche Hannover“ von umfangreichen Werbeaktivitäten der Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft (HMTG). Dazu gehören Ganzsäulen, Großflächenplakate in der Region Hannover, City Light Poster und Großflächen in Niedersachsen (zum Beispiel Lüneburg, Göttingen, Braunschweig, Bremen) sowie Social Ads auf facebook und Instagram. Hans Christian Nolte, Geschäftsführer der Hannover Marketing und Tourismus GmbH, freut sich auf die urbane Kunstwoche: „Kunst im öffentlichen Raum ist sowohl ein fester Bestandteil der kulturellen Ausrichtung der Landeshauptstadt als auch ein immer beliebter werdender Programmpunkt für Städtereisende. Während der urbanen Kunstwoche werden wieder neue Graffitis und Kunstwerke entstehen, die ein wunderbarer Anlass für einen Stadtteilspaziergang oder eine Fahrradtour sind. Die Veranstaltung passt als wunderbar zu unseren Aktivitäten rund um ‚Kultur for free – Kunst für alle‘.“

„Hola Utopia!“

ist ein soziokulturelles Street-Art Festival mit Inhalten zu einer enkeltauglichen „Öko-Zukunfts-Vision“. In diesem Jahr verwandeln sich vom 23. bis 27. August triste Hauswände in eine Galerie für gemalte Utopien. Das Konzept hinter dem Festival sieht vor, dass jede*r Bürger*in Hannovers bei der Ideenfindung partizipieren kann. Im Anschluss bringen Künstler*innen die entstandenen Entwürfe als großflächige Murals an Hausfassaden in Hannover an. Zukünftig soll das Festival parallel in Barcelona stattfinden.

„Wir malen die Zukunft mit all ihren fantasiereichen Facetten an die Wände. Ohne Ideen, wie wir Dinge anders sehen können, sind Veränderungen in der Gesellschaft nicht möglich. Mit Hola Utopia! wollen wir dazu inspirieren, selbst kreativ zu denken und zu handeln“, erläutern die beiden Organisatoren Artie Ilsemann und Jascha Müller ihre Vision.

„In diesem Jahr freuen wir uns, Bart Sucharski aus unserer Partnerstadt Poznan begrüßen zu dürfen, der eine Häuserwand an der Glocksee gestalten wird und hoffen, dass im nächsten Jahr zum 75-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläum Hannover-Bristol wieder Künstler*innen aus der Partnerstadt Bristol dabei sein werden“, sagt Barbara Kolbe aus dem Kulturbüro/Städtepartnerschaften.

Das „Urban Nature Festival“ für Graffitikunst

wird vom 27. bis 29. August an der Ihmehall und rund um das Ihme-Zentrum Hannover gefeiert. Das dreitägige Festival vernetzt Akteur*innen und bringt die hannoversche Szene mit internationalen Künstler*innen und interessierten Besucher*innen zusammen. Das nicht kommerzielle Festival wird vom Graffitinetz Hannover und dem Kulturbüro der Stadt veranstaltet. Künstler*innen aus den hannoverschen Partnerstädten nehmen regelmäßig teil.

Eröffnet wird das „Urban Nature Festival“ mit der Vernissage von Thomas Granseuer (Quintessenz) am 27. August in der Galerie Brutal und Grumbowski, alias Benjamin Stemmer in der Zukunftswerkstatt im Ihme-Zentrum.

Granseuer, verwurzelt in der Graffiti-Szene Hannovers, hat weltweit Projekte und Installationen im öffentlichen Raum umgesetzt. Der Titel seiner Ausstellung lautet: „Raumkrümmung – Perpetuum Parts“. Der Künstler versucht darin, die Genregrenzen der Kunst zu sprengen und lässt einen ganzen Kosmos entstehen, in dem sich Farbe und Formen in einem ewigen Kreislauf immer wieder neu zusammensetzen. „Raumkrümmung – Perpetuum Parts“ ist ein konzeptionelles Gesamtkunstwerk, welches das phantastische Prinzip des Perpetuum Mobiles zu ergründen sucht.

In der Zukunftswerkstatt im Ihme-Zentrum findet die Ausstellung des Künstlers Grumbowski aus Hamburg statt. Grumbowskis künstlerische Wurzeln entstammen der Street Art und dem Graffiti. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Neben illustrativen und typografischen Arbeiten beschäftigt er sich mit Zeichnungen, Malerei, Collagen, Drucken und Objekten.

Im Rahmen des Urban Nature Festivals 2021 zeigt Grumbowski erstmalig seine Arbeiten, in denen Wände, Plakate und Graffiti mit U-Bahnstationen zu abstrakten Bildern verschmelzen, die es in dieser Ausstellung zu dechiffrieren gilt. Die Ausstellung wird in Kooperation mit artaddicted.online präsentiert.

Zentrales Happening des Festivals ist die Graffiti-Jam, die ab dem 28. August in der Ihmehall stattfindet. Mehr als 50 Maler*innen unterschiedlichsten Alters gestalten die gesamte Fläche neu – neben der lokalen Szene werden auch überregionale Gäste vor Ort sein. Die Jam dient als Plattform für mehr Austausch und Vernetzung in der Szene.

Am 28. und 29. August ist der Kunstkiosk am Chez Heinz wieder Anlaufstelle, für alle, die Kunst, Siebdrucke und Sticker erwerben möchten. Öffnungszeiten sind jeweils von 10 bis 20 Uhr.

Zur Geschichte der beiden Streetart & Graffiti-Festivals:

2018 wurde in Hannover eine 1000 Quadratmeter große Freifläche für Urbane Kunst geschaffen, auf der legal Graffiti als Kunstform gestaltet werden kann. An der sogenannten „Ihmehall“ findet dort einmal im Jahr das Urban Art & Graffiti-Festival „Urban Nature“ statt, das jedes Jahr weiterwächst und auch Künstler*innen aus hannoverschen Partnerstädten mit einbezieht. 2020 musste dieses aufgrund der Pandemie leider sehr verschlankt stattfinden, 2021 gibt es eine Zusammenführung mit dem Mural-Festival „Hola Utopia!“. Beide Festivals finden dann als „Urbane Kunstwoche Hannover“ Ende August statt und setzen Hannover auf die Urban-Art-Landkarte der europäischen Städte.

Im Kulturentwicklungsplan der Stadt Hannover ist ein Internationales Street-Art-Festival vorgesehen. Mit der Zusammenführung der beiden Einzelfestivals zur „Urbanen Kunstwoche Hannover“ will sich Hannover international in der modernen Kunst- und Kulturszene für Urbane Kunst positionieren.