Gemeinsamer Besuch des Kompetenzzentrums Großschadenslagen in Celle von Ministerpräsident Weil und Minister Pistorius

HANNOVER (PM). Der Niedersächsische Ministerpräsident, Stephan Weil, hat heute (3. September 2021) gemeinsam mit dem Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, den Stab des Kompetenzzentrums Großschadenslagen (KomZ) in Celle besucht. Das KomZ im Niedersächsischen Innenministerium ist die Organisations- und Steuerungszentrale in Krisensituationen und unterstützt während der Bewältigung der COVID-19-Pandemie das federführende Niedersächsische Sozialministerium. Seit dem 15. April 2020 ist das KomZ in den Räumlichkeiten des Niedersächsischen Landesamts für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle untergebracht.

Ministerpräsident Weil bedankte sich für das mittlerweile schon 18 Monate andauernde Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krisenmodus: „Bitte lassen Sie nicht nach in Ihrem Bemühen, diese schwierige Lage zu bewältigen. Sie dürfen sich alle zugutehalten, dass Sie wesentlichen Anteil daran haben, dass es in Niedersachsen bislang gelungen ist, die Corona-Pandemie einigermaßen erfolgreich zu managen.“

Innenminister Pistorius sagt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Großschadenslagen haben die Krise und ihre Begleiterscheinungen in den vergangenen fast anderthalb Jahren durch ihre hohe Leistungsbereitschaft und -fähigkeit herausragend koordiniert. Ihre Flexibilität und Agilität hat sich zuletzt im Juli gezeigt, als von hier, parallel zu den Herausforderungen der Pandemie, gleichzeitig Hilfeleistungen in den Flutkatastrophengebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz organisiert wurden. Alle Beteiligten, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten großartige Arbeit.“

Während des Besuchs informierten sich Ministerpräsident Weil und Minister Pistorius über die Funktion des Führungsstabes und die Aufgaben in der aktuellen Lage beim Leiter des KomZ, Mirko Temmler. Anschließend nutzten beide die Gelegenheit für einen Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In Spitzenzeiten waren über 80 Funktionen im Stab tätig, zurzeit sind noch über 30 Funktionen besetzt. Im Schichtsystem sind auf diesen Arbeitsplätzen zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der niedersächsischen Landesverwaltung, der Bundeswehr, des THW und der Hilfsorganisationen eingesetzt.

Im Stab des KomZ findet in enger Abstimmung mit dem Sozialministerium die zentrale Steuerung, Information und Koordination von Hilfsmaßnahmen an die örtlich zuständigen Gesundheitsämter und Katastrophenschutzbehörden statt. Im Verlauf der Corona-Pandemie wurde das KomZ sukzessive aufgestockt: Immer mehr Aufgaben kamen hinzu – entsprechend wurde auch mehr Personal erforderlich, um die enorme Arbeitsbelastung zu bewältigen. Schwerpunkte der Arbeit in der Bewältigung der COVID-19-Pandemie sind die Beschaffung und Logistik von persönlicher Schutzausstattung (PSA), Unterstützung der örtlichen Gesundheitsämter mit Personal, Betrieb- und Besetzung der Corona-Hotline, die Erstellung und Steuerung einer Reihe von Lageinformationen für die Mitglieder des Niedersächsischen Landtages, die Landesregierung und die Landesverwaltung sowie Aufträge zum Aufbau und Rückbau der Impfzentren.