Geburt sorgt für unbeabsichtigte Abwechslung beim DRK-Sanitätsdienst Zwei Sanitäter des DRK-Region Hannover e.V. unterstützen bei Spontangeburt in einem PKW

HANNOVER (bg). Eigentlich ein normaler Sanitätsdienst für Christoph Albrecht (20) und Daniel Schulz (46) an diesem Samstag. Sie unterstützen mit einem Krankenwagen des DRK-Region Hannover e.V. als ehrenamtliche Sanitäter in der Bereitschaft Hannover eine Veranstaltung.

Gemeinsam mit 20 anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK sind sie heute für die sanitätsdienstliche Absicherung der Laufveranstaltung „Mammutmarsch“ in der Region mit mehreren Krankenwagen und einem Behandlungsplatz am SportCampus der Uni Hannover und der Strecke zwischen Hannover-Misburg und dem Benther Berg zuständig.

Aber dann kam alles etwas anders für die beiden Sanitäter. Bei einem Standortwechsel während des Sanitätsdienstes am frühen Nachmittag fiel ihnen an der Pferdeturmkreuzung ein PKW mit Warnblinklicht auf. Sie sicherten das Fahrzeug vor dem laufenden Verkehr ab und boten ihre Hilfe an. Diese war auch wirklich willkommen. Auf dem Vordersitz des PKW hatte eine Frau eine Spontangeburt und das neugeborene Mädchen war der Meinung, doch nicht mehr bis zum Krankenhaus warten zu wollen.

Fast wie selbstverständlich versorgte der junge Sanitäter Christoph Albrecht das Neugeborene, trocknete es ab und entfernte die Nabelschnur vom Hals. Danach wickelte er das Mädchen in eine Wärmefolie damit es nicht auskühlte und wartete auf den wenige Minuten später eintreffenden Notarzt von der MHH und einen Rettungswagen der Feuerwehr. Anschließend setzten die beiden Sanitäter ihren „normalen“ Sanitätsdienst fort.

Auf die Frage, was es denn gewesen sei, antwortete Albrecht nur erstaunt: „Oh, da habe ich echt vergessen nachzusehen“. Christoph Albrecht hat seine Ausbildung zum Sanitäter übrigens erst Ende Juni 2021 beim Deutschen Roten Kreuz in Hannover abgeschlossen. Nach dem Einsatz entschuldigten sich die beiden Sanitäter für die ungeplante Verspätung dann auch noch bei Florian Peters (DRK-Bereitschaftsleiter), der heute den Sanitätsdienst beim Mammutlauf leitet. „Uns ist etwas dazwischen gekommen… kann ja mal passieren“. Mutter und Kind sind übrigens Wohlauf und haben die Geburt im PKW gut überstanden.