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Hannover hilft polnischer Partnerstadt Poznan Notquartiere für Geflüchtete

HANNOVER (PM). Hannover unterstützt die polnische Partnerstadt Poznan bei der Notunterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine. Wie Oberbürgermeister Belit Onay an diesem Donnerstag (17. März) im Verwaltungssauschuss berichtete, wird Hannover Hilfsgüter für den Aufbau weiterer Notquartiere in Poznan´ zur Verfügung stellen. Außerdem nimmt die niedersächsische Landeshauptstadt geflüchtete Menschen auf, die sich derzeit noch in Poznan aufhalten.

„Wir reagieren damit auf ein Ersuchen des Stadtpräsidenten von Poznan“, erklärte Onay. „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir unsere polnische Partnerstadt und die Geflüchteten, die dort ankommen, schnell und unbürokratisch unterstützen. Die enorme Hilfsbereitschaft, mit der unsere polnischen Freund*innen die vielen Vertriebenen aufnehmen, ist bewundernswert und berührt uns. Hannover und Poznan stehen für ein starkes kommunales und zivilgesellschaftliches Engagement in dieser schlimmen humanitären Krise, die der Angriffskrieg Putins verursacht hat.“

Am Dienstag, 22. März, wird sich ein Konvoi auf den Weg von Hannover nach Polen machen. Er besteht aus einem großen Feuerwehrbus, einem Begleitfahrzeug sowie einem von der hannoverschen Firma Panda-Reisen zur Verfügung gestellten Bus. Nach der Übergabe der Hilfsgüter ist die Rückfahrt für den 23. März geplant. An Bord der Fahrzeuge sollen dann bis zu 100 ukrainische Geflüchtete sein, die mit dem Konvoi nach Niedersachsen reisen. „Seit vielen Jahren gibt es gute Beziehungen zwischen den Feuerwehren beider Städte. In der aktuell sehr herausfordernden Situation kann sich die polnische Feuerwehr auf die Feuerwehr Hannover verlassen. Wir helfen gerne und leisten damit hoffentlich einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation für die Menschen vor Ort“, so der Erste Stadtrat, Dr. Axel von der Ohe.

In Poznan befinden sich derzeit Tausende Schutzsuchende aus der Ukraine – unter ihnen viele Menschen aus der vom Krieg stark betroffenen Stadt Charkiw, der ukrainischen Partnerstadt von Poznan. Mehr als 30.000 Menschen aus der Ukraine sollen offiziellen Schätzungen zufolge nach Poznan gereist sein, rund 10.000 sind in der Stadt geblieben. Um die Geflüchteten unterzubringen und zu versorgen, hat die Stadt Poznan umfassende Initiativen ergriffen. Allerdings kommt die polnische Kommune aufgrund der hohen Anzahl der Geflüchteten an ihre Grenzen. Stadtpräsident Jaskowiak bat deshalb die Stadt Hannover um Hilfe bei der Ausstattung von Sporthallen, die als Notunterkünfte hergerichtet werden sollen.