Verkaufstart des 9-Euro-Ticket In einigen Städten erfolgte ein wahrer Run auf die begehrten Tickets

HANNOVER (red/PM). Heute startete der Verkauf des 9-Euro-Tickets bundesweit. Hierzu trafen sich heute vor dem GVH Kundenzentrum am Platz der Weltausstellung Präsident der Region Hannover Steffen Krach, der Geschäftsführer des GVH Ulf-Birger Franz und die Vorstandsvorsitzende der ÜSTRA Elke Maria van Zadel, um das Ticket vorzustellen. 

Auch über verschiedene Apps auf dem Handy kann man die Tickets für die nächsten drei Monate online erwerben. So wie in der App der Großraum-Verker Hannover GmbH (GVH). Sie erhalten aber erst ihre Gültigkeit zum 1. Juni 2022. Einschränkungen gibt es allerdings bei der Nutzung, die man gut beachten sollte. Zudem können sich unter Umständen noch Anpassungsänderungen ergeben, da einige Verfahren noch nicht abschließend geregelt sind.

So können in dem jeweiligen Kalendermonat (Juni – August) ganztägig beliebig viele Fahrten bundesweit in der 2. Klasse in allen Fahrzeugen des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Schienenpersonennahverkehrs mit dem 9-Euro-Ticket durchgeführt werden. Keine Gültigkeit hat das Ticket in Fernverkehrszügen (z.B. IC, EC, ICE) oder Fernbussen. Die Fahrkarte ist nicht übertragbar und gilt nur für eine Person in Verbindung mit einem Personalausweis. Umtausch und Erstattung sind ausgeschlossen.

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So sieht das 9-Euro-Ticket für den Juni 2022 aus © Matthias Falk

Die Deutsche Bahn teilte heute zur Einführung folgendes mit:

Ab 1. Juni zusätzliche Züge und Service-Kräfte im Regionalverkehr

Bundesweiter Vorverkauf über Vertriebswege der DB gestartet • DB setzt ab 1. Juni zusätzliche Züge und Mitarbeitende ein • DB Regio-Chef Sandvoß: „Wir setzen alles in Bewegung, was wir haben und freuen uns auf viele Fahrgäste, die die Attraktivität von Bahnen und Bussen für sich wieder oder neu entdecken“

Zehn Tage vor dem Start des 9-Euro-Tickets hat die Deutsche Bahn (DB) heute den Vorverkauf auf bahn.de, im DB Navigator, an Fahrkartenautomaten und in Reisezentren in den Bahnhöfen begonnen. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen beim größten Nahverkehrsbetreiber auf Hochtouren. DB Regio hält mit 22.000 Zugfahrten pro Tag 300.000 Mal, um Fahrgäste überall in Deutschland klimafreundlich ans Ziel zu bringen. Rund 10.000 Busse sorgen für gut eine Million Halte pro Tag und sichern vor allem im ländlichen Raum öffentliche Mobilität für Berufspendler:innen, Schüler:innen und Ausflügler. Über 1,5 Milliarden Fahrgäste hat DB Regio mit Zügen und Bussen im vergangenen Jahr 2021, das noch stark von der Pandemie gekennzeichnet war, deutschlandweit befördert.

Jörg Sandvoß, Vorstandsvorsitzender DB Regio: „Das 9-Euro-Ticket ist eine einmalige Chance für den öffentlichen Nahverkehr und den Klimaschutz in Deutschland. Zugleich ist es ein großes Experiment für den gesamten ÖPNV. Wir bereiten uns vor und setzen buchstäblich alles in Bewegung, was wir haben – Züge, Busse, Servicekräfte. Davon werden alle profitieren. Abo-Kund:innen genauso wie Fahrgäste, die nach langer Corona-Pause zurückkehren oder die Attraktivität von Bahnen und Bussen gänzlich neu für sich entdecken. Das alles geht nur dank unserer Mitarbeitenden, die in diesen Tagen Unglaubliches leisten.“

Für die zu erwartende steigende Zahl von Fahrgästen ab dem 1. Juni lässt DB Regio über 50 zusätzliche Züge rollen. Bahnkund:innen profitieren damit von rund 250 zusätzlichen Fahrten und einer Erhöhung des täglichen Angebots von rund 60.000 Sitzplätzen in den Regional- und S-Bahn-Zügen. Da an den bevorstehenden Feiertagswochenenden und während der Sommermonate insbesondere mehr Freizeit- und Ausflugsfahrten unternommen werden, verstärkt die DB vor allem entlang touristischer Strecken das Personal in Zügen und Bahnhöfen. Über 700 zusätzliche Service- und Sicherheitskräfte koordinieren den Ein- und Ausstieg, unterstützen Reisende mit Gepäck oder Fahrrädern und stehen für Auskünfte zur Verfügung. Das sind viermal so viele wie in einem normalen Sommer. Außerdem verstärkt DB Regio die Wartung und Reinigung von Zügen in den Werken und durch mobile Instandhaltungsteams. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Aufgabenträger der Bundesländer.

DB Regio-Chef Jörg Sandvoß: „Auch ein Maximum an verfügbaren Zügen markiert letztlich eine Grenze. Vor allem die Mitnahme von Fahrrädern kann nicht immer garantiert werden, zumal viele Ausflüge spontan und wetterabhängig entschieden werden. So wie ein plötzlicher Stau auf der Autobahn die Fahrt verzögert, kann das bei sehr hohem Verkehrsaufkommen auch bei der Bahn passieren. Mit intensiver Vorbereitung, etwas Rücksicht und gegenseitigem Verständnis können wir alle gemeinsam dazu beitragen, dass der klimafreundliche ÖPNV und Millionen Fahrgäste als Gewinner aus dieser Aktion hervorgehen.“

Parallel zur Aufstockung der Regionalverkehrsflotte treibt die DB in diesem Sommer die Erneuerung ihres Schienennetzes voran. So schafft sie mehr Kapazität und macht die Infrastruktur leistungsfähiger für weiteres Fahrgastwachstum auf der Schiene. Diese Arbeiten gehen ungebremst weiter und bringen teilweise längere Fahrtzeiten mit sich. Die aktuellen Reiseinformationen sind in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und in der App DB Navigator hinterlegt.