Neue Installation in der Kröpcke-Uhr – „Die Weisheit der Vielen“ Interaktive Skulptur von Julia Sophia Sanner in der Kröpcke-Uhr.

HANNOVER (mf). Die hannoversche Künstlerin Julia Sophia Sanner präsentiert mit „Die Weisheit der Vielen“ eine Installation in der Kröpcke-Uhr, die erst durch die Teilnahme der Zuschauenden ihre volle Bedeutung erhält. Das sichtbare Objekt in der Uhr ist ein mit Murmeln befülltes Aquarium. Die Betrachter sind nun dazu eingeladen, eine Schätzung über die Anzahl aller dort enthaltenen Murmeln abzugeben.

Eine Anleitung und Link, auf welchem (digitalen) Weg die Teilnahme erfolgen kann, finden Interessierte vor Ort an der Uhr und digital unter www.sophiasanner.de.

Im Ausstellungszeitraum werden alle abgegebenen Schätzungen erfasst und der Durchschnitt errechnet. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass bei ähnlichen Experimenten das Ergebnis der durchschnittlichen Schätzung der wahren Anzahl häufig sehr nahe kommt. Dies soll mit diesem Werk und mithilfe der „Weisheit der Vielen“ nachgestellt werden. Man darf gespannt sein, ob auch in Hannovers Innenstadt die Weisheit der Vielen bewiesen werden kann!

Anlass für die Präsentation und zugleich Kooperationspartner des Projekts ist die Hannoversche Freiwilligenbörse am 18. Juni im Pavillon. Die hohe Zahl der über 150.000 ehrenamtlich Engagierten allein in Hannover und die Wirkung dieses Engagements auf die Gesellschaft haben die Künstlerin zu der interaktiven Skulptur inspiriert, die sie auf Einladung des KulturRaum Region Hannover und der Freiwilligenbörse gestaltet hat.

Unter dem Börsen-Motto „Engagement. Vielfalt. Vor Ort.“ finden Interessierte an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr im Kulturzentrum Pavillon bei den beteiligten über 90 gemeinnützigen Organisationen unterschiedlichste Möglichkeiten, wie sie sich ehrenamtlich in der Gesellschaft einbringen können. In der Kultur-Area der Börse wird um 16 Uhr öffentlich die Auswertung der Ergebnisse der Schätzungen bekannt gegeben.J. Sophia Sanner lebt und arbeitet in Hannover. In ihrer Kunst befasst sie sich vor allem mit der Art und Perspektive, wie wir uns selbst und die Welt wahrnehmen und reflektieren. Ein großer Bestandteil ihrer Werke besteht aus Klecksographien (Faltbildern), wie man sie aus der Psychotherapie vom sog. Rorschach-Test her kennt. Aber nicht nur symmetrische und abstrakte Bilder gehören zu ihrem Repertoire, auch Objekte und Installationen sowie digitale Collagen und Foto-Überlagerungen zählen zu ihrem Portfolio.

Ausstellungszeitraum: 30.5.–17.6.2022