Internationaler Schlag gegen Geldautomatensprenger Durchsuchungen und Festnahmen in mehreren Ländern

HANNOVER (PM). Sprengungen von Geldautomaten beschäftigen Justiz- und Polizeibehörden in ganz Deutschland. Jetzt gelang deutsch-niederländischen Ermittlungskräften unter Koordination der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück und der Staatsanwaltschaft Osnabrück ein bundesweiter Coup.

Gestern (28. Juni 2022) durchsuchten in einer konzertierten internationalen Polizei- und Justiz-Aktion rund 100 Beamtinnen und Beamte aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und den Niederlanden 16 Objekte, darunter Geschäfts- und Wohnadressen sowie Adressen von Fahrzeugverleihfirmen. Weitere zwölf zum Verfahren gehörende Objekte wurden bereits Tage zuvor durchsucht. 13 mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger konnten im Zusammenhang mit den Ermittlungskomplexen insgesamt festgenommen werden.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt zu dem heutigen Ermittlungserfolg:

„Dieser von der Polizeidirektion Osnabrück koordinierte, internationale Schlag gegen mehrere Geldautomatensprenger und deren Mittelsmänner ist ein herausragender Ermittlungserfolg. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften und Ermittlern, die das in dieser Form möglich gemacht haben. Insbesondere wegen der zunehmend genutzten gefährlichen Festsprengstoffe und wegen des skrupellosen Vorgehens der Täter werden diese Taten auch für Unbeteiligte immer gefährlicher, teils lebensgefährlich. Auch wenn diese von den Tatorten mit bis zu 300 km/h ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer fliehen, kann das zu furchtbaren Unfällen führen. Die Durchsuchungen und Festnahmen der vergangenen Tage und Wochen haben gezeigt, dass wir mit polizeilichen Mitteln, internationaler Zusammenarbeit und konsequentem Vorgehen nicht hilflos gegen diese Form des Verbrechens sind. Auch darum habe ich mich vor zwei Wochen mit Vertretern der Bankwirtschaft in Niedersachsen getroffen. Wir müssen gemeinsam mit ihnen vor allem präventive Maßnahmen intensivieren. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Taten von vornherein so gut wie möglich zu verhindern, die Taten müssen für die Täter immer unattraktiver werden.“