Stadionsitze

Sommertagung der niedersächsischen Stadionallianzen Zweitägiger Austausch zwischen Vereinen der oberen Fußballligen, Fanprojekten und der Polizei

HANNOVER (PM). Am 16. und 17. August 2022 fand in Hannover die erste Sommertagung der niedersächsischen Stadionallianzen in Präsenz statt. Ca. 40 Teilnehmende aus den niedersächsischen Fußballstandorten Braunschweig, Hannover, Meppen, Oldenburg, Osnabrück und Wolfsburg kamen zusammen, um die bisherigen Erfahrungen mit den im Dezember 2019 in Niedersachsen gebildeten Stadionallianzen zu bilanzieren und künftige Herausforderungen zu diskutieren.

Mit dabei waren Vereinsvertreter sowie Angehörige der Fanprojekte, der zuständigen Polizeiinspektionen und der Bundespolizei. Wissenschaftlich begleitet wurde das Treffen von Jonas Gabler („Kompetenzgruppe Fankulturen und Sportbezogene soziale Arbeit“ – KoFaS). Begleitet wurde die Tagung auch von Vertretern der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Ein Schwerpunkt der Sommertagung war ein Rückblick auf den Sonderspielbetrieb aufgrund der Pandemie. Es wurde auch vereinbart, dass der Austausch gerade zu Fragen der Wegeführung, dem Einsatz von Dialogteams oder auch die gemeinsame Nachbereitung der Begegnungen weiter intensiviert wird.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Die Stadionallianzen werden allen etwas bringen – Fans, Vereinen und Polizei. Wir hatten bei der – Corona-bedingt jetzt ersten – Sommertagung endlich alle Akteure in Präsenz an einem Tisch. Bei den Stadionallianzen geht es darum, noch mehr Vertrauen untereinander aufzubauen und eine gemeinsame Zielvorstellung davon zu entwickeln, wie die Spiele idealerweise ablaufen sollten. Ich sehe eine große Chance darin, gemeinsam alle Abläufe kritisch zu betrachten und zukunftsweisende Strategien vor Ort weiter zu entwickeln. Fanprojekte beziehen wir bewusst mit ein, weil ihre Sicht gerade für einen friedlichen Ablauf der Spiele elementar ist. Natürlich geht es aber auch darum, die Aufwände für alle Beteiligten, also auch Polizei-Einsatzstunden, zu verringern. Alle Partner eint das Interesse, vor allem einen gewalt- und störungsfreien Spielablauf zu ermöglichen. Das geht nur gemeinsam und im Schulterschluss. Daran ändert sich auch nichts, wenn im Umfeld eines Spiels einmal nicht alles so läuft, wie es sich die Beteiligten vorstellen.“