Schwieriger Einsatz am Brocken im Harz "Phoenix 97" unterstützt seit Sonntag die Waldbrandbekämpfung aus der Luft

HANNOVER (ots). Mit einer Einsatzmaschine vom Typ EC 135 sowie sieben Einsatzkräften, darunter jeweils zwei Piloten sowie Flugtechniker, unterstützt die Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen (PHuStN) die seit dem Wochenende andauernden Löscharbeiten in einem großen Waldgebiet am Brocken im Landkreis Harz. Neben sechs weiteren Hubschraubern der Landes- und Bundespolizei, der DRF, der Bundeswehr sowie zwei Löschflugzeugen aus Italien ist „Phoenix 97“ auch heute an der Seite von hunderten Bodenkräften im Dauereinsatz.

Unter Nutzung des an der Maschine angebrachten Außenlastbehälters („Bambi Bucket“) gelangen bislang rund 90 gezielte Abwürfe von jeweils rund 500 Liter Wasser auf den Flächenbrand im nur schwer zugänglichen Waldgebiet. Darüber hinaus transportierte der Helikopter im Rahmen mehrerer Flüge bereits 20 Spezialkräfte der Feuerwehr in die Nähe des großflächigen Brandorts.

„Erst seit dem vergangenen Sommer verfügt unsere Staffel über die zusätzliche Spezialtechnik und noch viel wichtiger: über erste professionell ausgebildete Besatzungen. Insofern freue ich mich sehr, dass unser Team nach vielen Trainings einen ersten wichtigen und wertvollen Beitrag zur Bekämpfung eines Wald- und Flächenbrands im Harz leisten kann“, sagte Polizeivizepräsident Uwe Lange heute in Hannover. Das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport hat 2020 einen ergänzenden Aktionsplan vorgelegt, um Wald- und Vegetationsbrände noch wirksamer erkennen und bekämpfen zu können – auch aus der Luft. Dafür wurde erstmals die Ausrüstung eines außenlastfähigen Hubschraubers der PHuStN vom Typ EC 135 mit einem Lasthaken und Außenlastbehälter beauftragt.

Die Anforderung für den Einsatz am Harz erreichte die PHuStN am frühen Morgen des vergangenen Sonntags. Seitdem fliegt der Hubschrauber seine Einsätze tagsüber vom Wurmberger Speichersee zum Einsatzort und zurück. „Während der Tankstopps auf einem ehemaligen Schießstand nahe Elend erfahren unsere Besatzungen die nötige Unterstützung von versiertem Technikpersonal aus den eigenen Reihen am Boden. Damit gewährleisten wir ein optimales Zusammenspiel, um unser Einsatzmittel schnell, effektiv und sicher nutzen zu können“, so Stefan Bruns, Leiter der PHuStN.

Ob und inwieweit „Phoenix 97“ auch noch die kommenden Tage zum Einsatz kommt, ist abhängig von der weiteren Entwicklung der Lage vor Ort.