Kampfmittelbeseitigung in Hannover Brink-Hafen erfolgreich abgeschlossen Uneinsichtige BewohnerInnen verzögern Evakuierungsmaßnahme unnötig

HANNOVER (PM). Auf einem ehemaligen Firmengelände in der Straße Kabelkamp in Hannover-Brink-Hafen wurde am frühen Donnerstagnachmittag bei Bauarbeiten eine 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Das Kampfmittel konnte am späten Abend erfolgreich entschärft werden.

Uneinsichtige Bewohner|innen, die sich weigerten, ihre Wohnungen zu verlassen, verzögerten die Räumungsmaßnahme unnötig.

Insgesamt waren 356 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Kampfmittelbeseitigungsdienst im Einsatz. Bei Bauarbeiten auf einem ehemaligen Firmengelände in der Straße Kabelkamp in Hannover-Brink-Hafen wurde am frühen Donnerstagnachmittag eine 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe gefunden, die noch im Laufe des Tages geräumt werden musste.

Für die Entschärfung des Kampfmittels war es erforderlich, einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von rund 1.000 Metern um den Fundort des Kampfmittels festzulegen. Betroffen von der Evakuierungsmaßnahme waren etwa 3270 Bürgerinnen in den hannoverschen Stadtteilen Vahrenwald, Vahrenheide, Brink-Hafen und Vinnhorst sowie im Stadtteil Wiesenau der Stadt Langenhagen. Um 18:30 Uhr begannen die Einsatzkräfte damit, den Evakuierungsbereich zu räumen, wobei u.a. auch Lautsprecherwagen und eine Drohne mit Sprachausgabe zur Information der Bevölkerung zum Einsatz kamen.

Feuerwehrdrohne cmm

Auch eine Feuerwehrdrohne mit Sprachausgabe wurde eingesetzt © Carl-Marcus Müller

Leider waren einige betroffene Bewohnerinnen uneinsichtig und weigerten sich, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Räumungsmaßnahmen zogen sich dadurch unnötig in die Länge. Um 23:30 Uhr meldeten die Räumkräfte schließlich Sicherheit im Evakuierungsgebiet. Der Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnten mit seiner Arbeit beginnen. Bereits nach kurzer Zeit konnte er den Zünder aus der Bombe entfernen und ihn anschließend mit einer gezielten Sprengung inaktivieren.

Die betroffenen Bewohnerinnen konnte um 00:05 Uhr wieder in ihre Wohnungen und Einrichtungen zurückkehren.

Insgesamt suchten 128 Bürger*innen die Betreuungsstellen in der Herschelschule auf. 27 Personen mussten mit Krankentransportwagen in die Betreuungsstellen gebracht werden. Für sieben Personen aus dem Evakuierungsbereich, die sich aktuell aufgrund einer COVID19-Erkrankung in häuslicher Isolation befanden, wurde ein gesonderter Betreuungsbereich eingerichtet.

Beim Bürgertelefon gingen bis 00:30 Uhr 738 Anrufe ein. Insgesamt waren 356 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Hannover und Langenhagen, der Polizei, der Hilfsorganisationen und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Einsatz.