Woche der Wiederbelebung vom 19.09. – 25.09.2022

HANNOVER (mf/red). Bürger*innen werden in dieser Woche durch verschiedene Aktionen im Bundesgebiet aufgeklärt und motiviert, sich mit lebensrettenden Maßnahmen vertraut zu machen. Macht man sich einmal bewusst, dass man mit seiner Hilfeleistung die Überlebenschancen Betroffener verdoppeln bis verdreifachen kann, denkt man vielleicht einmal mehr über dieses Thema nach.

Wie man in so einer Notlage vorgehen muss, zeigte heute eine Erste-Hilfe-Ausbilderin des DRK-Region Hannover e.V. an einer Simulationspuppe. Mit ihr kann jeder unter fachlicher Anleitung von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern in Erste-Hilfe-Kursen die Maßnahmen erlernen.

Vor der Hilfeleistung heißt es Lage checken und den bundesweit einheitlichen Notruf 112 wählen. Dann sogleich mit der Ersten Hilfe beginnen, bis der Notarzt oder der Rettungsdienst eintreffen.

Findet man z. B. eine bewusstlose Person vor, kontrolliert man, ob etwas im Mund die Atemwege verlegt hat. Anschließend bringt man den Körper in die stabile Seitenlage. Sollte jedoch ein Atem- und Herzstillstand bei der Kontrolle festgestellt werden, muß umgehend mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden.

Jährlich erleiden über  50.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Die Überlebenschance hängt an wenigen Minuten, denn unser Gehirn beginnt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand bereits nach 3-5 Minuten ohne Blutfluss unwiederbringlich teilweise abzusterben. Dies ist ein wichtiges Zeitfenster, in dem man mit einer sofortigen Herzdruckmassage Leben retten kann. Denn ein Rettungsdienst benötigt im Durchschnitt acht Minuten oder länger bis zum Eintreffen.

Wichtig ist es bei dem Notruf, dass der Leitstelle unbedingt mitgeteilt wird, dass die betroffene Person reanimationspflichtig, also einen Herz-Stillstand, hat. Diese schickt dann parallel zu einem Rettungswagen einen Notarzt mit zur Einsatzstelle.

In vielen Einrichtungen und auch teils in öffentlichen Verkehrsmitteln findet man bereits automatisierte externe Defibrillatoren (AED) vor. Eine Kurzanleitung über die richtige Bedienung liefern Grafiken, Schriften oder gar akustische Hinweise. Berührungsängste sollte man hierbei nicht haben, denn helfen ist besser als nichts tun.

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An vielen öffentlichen Orten hängen sogenannte AED (Automatisierte externe Defibrillatoren) © Matthias Falk