Großangelegte Rettungsübung auf dem Steinhuder Meer Hohe Anzahl von Verletztendarsteller werden mit Rettungsbooten geborgen

WUNSTORF / STEINHUDE (PM).  „Feuer auf Fahrgastschiff, ca. 100 Personen an Bord“ lautete am 31.10. die Alarmierung für die Feuerwehren Steinhude und Großenheidorn, die Wettfahrtvereinigung, die DLRG sowie die Einsatzleitkomponente der Stadtfeuerwehr.

Das Szenario war als Alarmübung seitens des DLRG-Bezirks Hannover, der Feuerwehr Steinhude und der Steinhuder Personenschifffahrt ausgearbeitet worden und fand im Rahmen des jährlich am Reformationstages stattfindenden Ausbildungstags des DLRG Bezirks Hannover statt.

Auf dem Fahrgastschiff „Steinhude“ brach während einer Rundfahrt ein Feuer im Maschinenraum aus. Aufgrund dessen fiel der Antrieb aus und die Steinhude blieb mitten auf dem Meer manövrierunfähig liegen. Neben der Brandbekämpfung lag der Schwerpunkt vor allem auf den 110 Fahrgästen und Besatzungsmitgliedern, die mit diversen Booten von dem Schiff gerettet und medizinisch versorgt oder betreut werden mussten. Um einen Behandlungs- und Betreuungsplatz aufzubauen wurde die Schnelleinsatzgruppe der Johanniter Wunstorf mit mehreren Fahrzeugen alarmiert. Die Feuerwehr Wunstorf wurde mit ihrem Mehrzweckboot alarmiert und ließ es in Steinhude zu Wasser.

Während sich die Steinhuder Feuerwehrkräfte mit dem Rettungsboot auf die Brandbekämpfung und Rettung von Menschen aus verrauchten Bereichen kümmerte, waren die 7 Boote der DLRG, die 3 Boote der Wettfahrtvereinigung, das eine Boot der Wasserschutzpolizei sowie das Wunstorfer Feuerwehrboot mit dem Abtransport der Personen vom Fahrgastschiff beschäftigt. Hier mussten aufgrund des Brandes u.a. Personen mit tragbaren Leitern von den Rettungsbooten aus vom Oberdeck der Steinhude gerettet werden. Hierfür musste das Schiff aufgrund der Manövrierunfähigkeit auf Kurs gehalten werden, so dass es nicht weiter abtreiben kann. Aber auch die Absicherung der Einsatzstelle und des Straßenverkehrs war aufgrund des guten Oktoberwetters und der vielen Besucher in Steinhude aufwändig.

Sobald die Übungsdarsteller an Land transportiert waren, wurden sie von den Feuerwehrkräften aus den Booten zum Rettungsdienstpersonal geführt, gesichtet und in verschiedene Kategorien zur Betreuung oder Behandlung eingeteilt. Rund 25 Verletzte hätten in Krankenhäuser transportiert werden müssen, die Übrigen waren entweder unverletzt oder konnten nach Versorgung vor Ort entlassen werden. Die Einsatzleitung konnte sich währenddessen mithilfe der Drohne der Stadtfeuerwehr Livebilder des Einsatzes auf dem Boot ansehen und daraus Maßnahmen planen.

Insgesamt waren über 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG, Johanniter, Wettfahrtvereinigung und Polizei mit der Übungslage beschäftigt. Die Übungsleitung zog abschließend eine grundsätzlich positive Bilanz. Die Übung hat gezeigt, dass, obwohl viele verschiedene Hilfsorganisationen eingebunden waren, die Zusammenarbeit gut funktioniert hat. Nach der Übung wurden die Einsatzkräfte und die Übungsdarsteller mit Getränken und einer warmen Mahlzeit von der Steinhuder Personenschifffahrt verpflegt.

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    Eine Löschpumpe der Feuerwehr wird auf ein Wasserrettungsboot der DLRG verladen. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Die Johanniter bauen ein aufblasbares Zelt für die Versorgung von Verletzten am Seeufer auf. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Feuerwehr und Johanniter arbeiten Hand in Hand bei der Evakuierungsübung auf dem Steinhuder Meer © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Einsatz einer Feuerwehrdrohne, um den Verlauf der Übernahme von Verletzten aus dem havarierten Fahrgastschiff zu koordinieren. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Erstversorgung von "Verletzten" durch die Johanniter auf einer Verletztenablage nahe des Seeufers. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Einsatz einer Feuerwehrdrohne, um den Verlauf der Übernahme von Verletzten aus dem havarierten Fahrgastschiff zu koordinieren. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Erstversorgung von "Verletzten" durch die Johanniter auf einer Verletztenablage nahe des Seeufers. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Erstversorgung von "Verletzten" durch die Johanniter auf einer Verletztenablage nahe des Seeufers. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Direkt am Bootssteg registrieren Rettungskräfte jeden geborgenen Passagier, der an Land gebracht wird. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Einrichtung eines Verbandplatzes für die betroffenen verletzten Passagiere. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Ein Rettungsboot nach dem anderen bringt verletzte und unverletzte Passagiere von dem Fahrgastschiff. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Die gemeinsame Einsatzleitung von Feuerwehr, DLRG und Johanniter am Seeufer des Steinhuder Meeres. © Bernd Günther / BG-PRESS.de