Messerattacke

Gewalteskalation am Hauptbahnhof Hannover: Streit führt zu Messerattacke

Schnelles Eingreifen der Polizei verhindert schlimmere Folgen bei Messerattacke

HANNOVER (redu). Gestern Abend (09.04.2024) eskalierte am Hauptbahnhof Hannover ein Streit zwischen zwei deutschen Männern zu einer gefährlichen körperlichen Auseinandersetzung, die beinahe in einer Messerstecherei endete.

Am Hauptbahnhof Hannover kam es gestern zu einem gewalttätigen Zwischenfall. Zwei deutsche Männer im Alter von 32 und 52 Jahren gerieten in der Nähe der Drillingsrolltreppen in einen heftigen Streit. Nach verbalen Anfeindungen stieß der 52-Jährige den jüngeren Mann, was zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit Tritten und Schlägen führte.

Die Situation eskalierte weiter, als der 32-Jährige, ein Einwohner der Wedemark, ein Einhandmesser zog und versuchte, auf den Oberkörper seines Kontrahenten einzustechen. Glücklicherweise verfehlte er sein Ziel, und es kam zu keinen Verletzungen durch die Messerattacke.

Eine nahegelegene Streife der Bundespolizei wurde auf den Vorfall aufmerksam und griff ein. Der bewaffnete Mann erkannte die Beamten und flüchtete, warf dabei das Messer weg und rannte zum Zentralen Omnibusbahnhof. Die Polizei, unterstützt von der Landespolizei Niedersachsen, konnte den Flüchtenden nach einer kurzen Verfolgung festnehmen und das weggeworfene Messer sicherstellen.

Der 52-Jährige blieb unverletzt und lehnte medizinische Hilfe ab. Er wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen, gegen ihn wird wegen Körperverletzung ermittelt. Der 32-Jährige, der bereits früher wegen Körperverletzung und Beleidigung verurteilt wurde und eine Geldstrafe von 2.955 Euro nicht bezahlen konnte, wurde zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 197 Tagen in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und des Führens eines Einhandmessers ermittelt.