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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Waldbrandfrüherkennung

Waldbrandfrüherkennung in Niedersachsen: 200. Sensor geht in Betrieb

2. Juni 2026/in Niedersachsen

Mit dem 200. Standort in Deutschland bauen die Niedersächsischen Landesforsten ihre technische Brandüberwachung weiter aus.

NIEDERSACHSEN (redu) – Die Waldbrandfrüherkennung in Niedersachsen wird mit einem neuen Standort in Alt Garge ausgebaut. Der 200. Sensor des automatisierten Waldbrandfrüherkennungssystems in Deutschland soll Brände schneller erkennen und die Einsatzkräfte frühzeitig alarmieren.

Mit dem Ausbau reagiert Niedersachsen auf steigende Waldbrandrisiken. Das System überwacht große Waldflächen und unterstützt eine schnelle Alarmierung der Feuerwehren.

Die Waldbrandfrüherkennung erhält in Niedersachsen einen weiteren Baustein. In Alt Garge entsteht auf Flächen der Niedersächsischen Landesforsten der 18. Standort des automatisierten Waldbrandfrüherkennungssystems IQ FireWatch im Bundesland. Gleichzeitig handelt es sich um den 200. Standort des Systems in Deutschland.

Seit 2011 setzen die Niedersächsischen Landesforsten auf die Technologie. Die bislang 17 Anlagen überwachen nach Unternehmensangaben mehr als 440.000 Hektar Waldfläche. Schwerpunkte liegen in den Landkreisen Lüneburg, Heidekreis, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Celle. Alle bestehenden Anlagen wurden 2021 modernisiert.

Technik zur Raucherkennung

Das System arbeitet mit multispektralen Sensoren, die ihre Umgebung kontinuierlich erfassen. Eine Kombination aus Algorithmen und künstlicher Intelligenz wertet die aufgenommenen Bilder in Echtzeit aus. Dadurch können Rauchentwicklungen bereits in einem frühen Stadium erkannt werden. Unter normalen Bedingungen beträgt der Überwachungsradius bis zu 20 Kilometer, unter günstigen Bedingungen deutlich mehr.

Geht ein Alarm ein, werden die Informationen an die Waldbrandzentrale im Behördenzentrum „Auf der Hude“ in Lüneburg übermittelt. Dort prüfen geschulte Mitarbeiter die Meldungen und leiten bei Bedarf die Alarmierung der Einsatzkräfte ein. Zusätzlich erhalten Feuerwehr und Leitstellen Angaben zur Position des möglichen Brandes.

Bedeutung für den Waldbrandschutz

Nach Angaben der Niedersächsischen Landesforsten soll die frühe Erkennung von Bränden verhindern, dass sich kleinere Feuer zu größeren Schadenslagen entwickeln. Dabei spielt auch die Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern eine wichtige Rolle, da das System länderübergreifend genutzt werden kann.

Hintergrund sind zunehmende Trockenperioden und steigende Temperaturen. Nach Angaben des Herstellers nimmt die Waldbrandgefahr durch die Auswirkungen des Klimawandels seit Jahren zu. Mit dem neuen Standort und einer weiteren geplanten Anlage in Harburg-Rosengarten sieht sich Niedersachsen für die Waldbrandsaison 2026 gut aufgestellt.

Daniela Behrens

Politisch motivierte Kriminalität in Niedersachsen bleibt auf hohem Niveau

18. Mai 2026/in Niedersachsen

Innenministerin Daniela Behrens warnt vor zunehmender Radikalisierung und wachsender Gewaltbereitschaft.

HANNOVER (redu) – Die politisch motivierte Kriminalität in Niedersachsen bleibt auch 2025 auf hohem Niveau. Insgesamt registrierten die Sicherheitsbehörden 8.309 Straftaten. Besonders die Bundestagswahl sowie internationale Konflikte beeinflussten die Entwicklung deutlich.

Die Statistik zeigt deutliche Veränderungen innerhalb einzelner Phänomenbereiche. Während rechte Straftaten leicht zurückgingen, nahmen linksmotivierte sowie religiös und ausländisch motivierte Delikte spürbar zu.

Die politisch motivierte Kriminalität blieb in Niedersachsen im Jahr 2025 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden 8.309 Fälle registriert. Einen erheblichen Einfluss auf das Gesamtgeschehen hatte die Bundestagswahl mit 1.644 erfassten Straftaten. Damit lag die Zahl deutlich über den registrierten Delikten rund um die Europawahl 2024.

Im Bereich der politisch motivierten Kriminalität „rechts“ registrierten die Behörden 3.758 Straftaten. Trotz eines leichten Rückgangs entfiel damit weiterhin nahezu jede zweite Tat auf diesen Phänomenbereich. Schwerpunkt waren Propagandadelikte wie das Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen. Gleichzeitig stieg die Zahl rechtsmotivierter Gewaltdelikte auf 110 Fälle an.

Wahlkampf und Gewalt

Deutlich angestiegen sind die Straftaten im Bereich „links“. Die Zahl erhöhte sich um mehr als 30 Prozent auf 1.589 Fälle und erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der standardisierten Erfassung. Ein Großteil der Delikte stand im Zusammenhang mit der Bundestagswahl und richtete sich überwiegend gegen die AfD. Häufig handelte es sich um Sachbeschädigungen an Wahlplakaten.

Die linksmotivierte Gewaltkriminalität blieb mit 97 Taten ebenfalls auf hohem Niveau. Besonders hervorgehoben wurden Brandanschläge auf eine Polizeistation und ein Fahrzeug nach einem tödlichen Polizeischuss in Oldenburg. Zudem registrierte die Polizei 158 Straftaten gegen Einsatzkräfte.

Hybride Bedrohungen

Auch im Bereich „ausländische Ideologie“ und „religiöse Ideologie“ verzeichnete Niedersachsen deutliche Anstiege. Hintergrund waren unter anderem der Nahost-Konflikt sowie islamistisch motivierte Straftaten. Besonders auffällig waren zahlreiche Bombendrohungen gegen Schulen per E-Mail.

Zudem nahm die Zahl mutmaßlicher hybrider Bedrohungen deutlich zu. Vor allem Drohnensichtungen über militärischen Standorten und kritischer Infrastruktur führten zu einem starken Anstieg im Bereich Spionage. Die Polizei Niedersachsen baut deshalb ihre Fähigkeiten zur Drohnenabwehr und Cyberabwehr weiter aus.

Innenministerin Daniela Behrens erklärte, die Sicherheitsbehörden würden politisch motivierte Straftaten „entschlossen“ verfolgen – unabhängig vom jeweiligen politischen Spektrum. Gleichzeitig warnte sie vor einer zunehmenden Verrohung politischer Debatten und wachsender Radikalisierung.

Stau auf der Autobahn

Reiseverkehr Mai: Hannover erwartet starkes Stauwochenende

28. April 2026/in Niedersachsen

Langes Wochenende bringt viel Verkehr auf Nord-Süd-Achsen.

HANNOVER (redu) – Zum 1. Mai sorgt der Reiseverkehr Mai für eines der staureichsten Wochenenden des Frühjahrs. Bereits ab Donnerstag wird auf den Autobahnen rund um Hannover mit starkem Verkehrsaufkommen und erheblichen Verzögerungen gerechnet.

Viele Menschen nutzen das lange Wochenende für Kurztrips und Ausflüge. Dadurch steigt die Belastung auf wichtigen Fernstrecken und rund um größere Städte deutlich an.

Zum Start in das lange Wochenende setzt der Reiseverkehr Mai rund um Hannover bereits am Donnerstag ein. Besonders am Nachmittag und Abend steigt das Verkehrsaufkommen deutlich an, wodurch es auf den Autobahnen zu Verzögerungen kommen kann.

Betroffen sind vor allem wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen wie die A2 und die A7, die durch die Region Hannover führen. Hier treffen Pendler, Urlauber und Ausflügler aufeinander.

Hohe Belastung auf Fernstrecken

In Richtung Süden, zu den Küsten sowie in beliebte Ausflugsregionen ist die Staugefahr besonders hoch. Auch am Freitagvormittag bleibt die Verkehrslage angespannt.

Zusätzlicher Verkehr entsteht durch Veranstaltungen und Ausflüge in der Region. Rund um größere Städte erhöht sich das Aufkommen spürbar.

Rückreiseverkehr am Sonntag

Am Sonntag setzt vor allem am Nachmittag der Rückreiseverkehr ein. Dieser wird überwiegend durch Tagesausflügler und Kurzurlauber verursacht.

An den Feiertagen gelten zudem Lkw-Fahrverbote, die die Situation auf einzelnen Strecken leicht entlasten können. Dennoch bleibt insgesamt mit einer hohen Verkehrsbelastung zu rechnen.

Übergabe KTWs

Katastrophenschutz Niedersachsen: Neun geländegängige Krankenwagen in Dienst gestellt

18. April 2026/in Niedersachsen

Investition von 4,5 Millionen Euro verbessert Versorgung bei Extremlagen im Katastrophenschutz.

CELLE (redu) – Beim Katastrophenschutz Niedersachsen sind am Samstag neun Spezial-Krankentransportwagen in Celle-Scheuen offiziell in Dienst gestellt worden. Die geländegängigen Fahrzeuge sollen künftig die medizinische Versorgung bei Extremwetter, Hochwasser und schwer zugänglichen Einsatzorten sichern.

Die neuen Fahrzeuge reagieren auf zunehmende Extremlagen und stärken gezielt die Einsatzfähigkeit des Katastrophenschutzes in Niedersachsen auch überregional.

Mit den neuen Spezial-Krankentransportwagen baut Niedersachsen den Katastrophenschutz Niedersachsen gezielt aus. Die Fahrzeuge wurden am Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle-Scheuen vorgestellt und offiziell in den Dienst übergeben.

Die Investition umfasst rund 4,5 Millionen Euro und stammt aus einem Ad-hoc-Programm der Landesregierung zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes. Innenministerin Daniela Behrens betonte die wachsende Bedeutung solcher Technik angesichts von Hochwasser, Starkregen, Schneelagen und Stromausfällen.

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Geländegängiger Krankenwagen in schwerem Terrain. © Carl-Marcus Müller

Die geländegängigen Fahrzeuge sind speziell für schwer erreichbare Einsatzorte konzipiert. Sie können verschlammte, verschneite oder überflutete Straßen deutlich besser passieren als herkömmliche Rettungsmittel. Pro Fahrzeug lassen sich bis zu fünf Patienten liegend oder kombiniert transportieren und medizinisch versorgen.

Neben dem Patiententransport eignen sich die Fahrzeuge auch für Erkundungseinsätze sowie für Aufgaben anderer Fachdienste, etwa an Gewässern oder bei Absturzsicherungen. Jede Einheit wird von drei ehrenamtlichen Einsatzkräften besetzt, die speziell geschult sind.

Neue Einheiten für Krisenlagen

Die Konzeption der sogenannten „Patiententransportgruppen geländegängig“ basiert auf Erfahrungen aus vergangenen Krisen. Dazu zählen unter anderem die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 sowie Versorgungslagen im Zuge internationaler Konflikte und zunehmender Wetterextreme.

Die Analyse zeigte deutlich, dass herkömmliche Einsatzmittel in bestimmten Lagen an ihre Grenzen stoßen. Die neuen Fahrzeuge schließen diese Lücke und sichern die Versorgung auch in schwer zugänglichen Regionen.

Standorte in ganz Niedersachsen

Insgesamt werden neun Fahrzeuge an verschiedenen Standorten stationiert. Jeweils drei Fahrzeuge bilden eine Einheit innerhalb der landesweiten Struktur.

Die zukünftigen Standorte im Überblick:

  • DRK KV Wittmund e.V., mit DRK KV Emden
    e.V. und DRK KV Leer e.V.
  • DLRG LV Niedersachsen e.V. (Standort Schwanewede)
  • DRK KV Cloppenburg e.V.
  • MHD Diözese Hildesheim (Standort Braunschweig)
  • DRK KV Alfeld e.V.
  • DRK KV Fallingbostel e.V.
  • JUH RV Südniedersachsen (Ortsverband Einbeck)
  • DRK KV Osterode-Goslar e.V.
  • ASB KV Northeim-Osterode e.V.

Die Fahrzeuge sind dem Kompetenzzentrum Großschadenslagen im Innenministerium unterstellt und können auch für überregionale Einsätze angefordert werden.

Informationen der Landesregierung und der Kommunen zu aktuellen Notfällen oder Gefahrensituationen größeren Ausmaßes in Niedersachsen sowie aktuelle Hinweise zum Bevölkerungsschutz finden Sie täglich aktuell beim Notfall-Monitor Niedersachsen.

  • Übergabe KTWs
    Gruppenbild mit Innenministerin Daniela Behrens vor der Schlüsselübergabe der geländegängigen Krankenwagen. © Bernd Günther
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    Beim NLBK in Celle übergab heute Innenministerin Daniela Behrens neun geländegängige Krankenwagen für den Katastrophenschutz in Niedersachsen an Hilfsorganisationen. © Bernd Günther
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    Beim NLBK in Celle übergab heute Innenministerin Daniela Behrens neun geländegängige Krankenwagen für den Katastrophenschutz in Niedersachsen an Hilfsorganisationen. © Bernd Günther
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    Daniela Behrens lässt sich technische Detail erklären. © Bernd Günther
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    Mit den neuen geländegängigen Krankenwagen können gleich mehrere Patienten im unwegsamen Gelände oder bei Hochwasser transportiert werden. © Bernd Günther
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    Schlüsselübergabe an eine Einheit des DRK für den geländegängigen Krankenwagen. © Bernd Günther
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    Das DLRG übernimmt symbolische von der Innenministerin die Schlüssel für ihr neues Fahrzeug. © Bernd Günther
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    Grußworte von Innenministerin Daniela Behrens im Beisein vom Präsidenten des NLBK Dr. Christian Kielhorn. © Bernd Günther
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    Ehrenamtliche verschiedener Hilfsorganisationen warten auf die Schlüsselübergabe der neuen Krankenwagen. © Bernd Günther
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    Beim NLBK in Celle übergab heute Innenministerin Daniela Behrens neun geländegängige Krankenwagen für den Katastrophenschutz in Niedersachsen an Hilfsorganisationen. © Bernd Günther
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    Ein spezieller Lift kann die Trage hydraudisch in den geländegängigen Krankenwagen heben. © Bernd Günther
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    Beim NLBK in Celle übergab heute Innenministerin Daniela Behrens neun geländegängige Krankenwagen für den Katastrophenschutz in Niedersachsen an Hilfsorganisationen. © Bernd Günther
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    Beim NLBK in Celle übergab heute Innenministerin Daniela Behrens neun geländegängige Krankenwagen für den Katastrophenschutz in Niedersachsen an Hilfsorganisationen. © Bernd Günther
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    Beim NLBK in Celle übergab heute Innenministerin Daniela Behrens neun geländegängige Krankenwagen für den Katastrophenschutz in Niedersachsen an Hilfsorganisationen. © Bernd Günther
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    Der Katastrophenschutz in Niedersachsen wird durch neun geländegängige Krankenwagen gestärkt. © Bernd Günther
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    Beim NLBK in Celle übergab heute Innenministerin Daniela Behrens neun geländegängige Krankenwagen für den Katastrophenschutz in Niedersachsen an Hilfsorganisationen. © Bernd Günther
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    Beim NLBK in Celle übergab heute Innenministerin Daniela Behrens neun geländegängige Krankenwagen für den Katastrophenschutz in Niedersachsen an Hilfsorganisationen. © Bernd Günther
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    Beim NLBK in Celle übergab heute Innenministerin Daniela Behrens neun geländegängige Krankenwagen für den Katastrophenschutz in Niedersachsen an Hilfsorganisationen. © Bernd Günther
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    Geländegängiger Krankenwagen im schwierigen Gelände © Carl-Marcus Müller
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    Geländegängiger Krankenwagen im schwierigen Gelände © Carl-Marcus Müller
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    Geländegängiger Krankenwagen im schwierigen Gelände © Carl-Marcus Müller

 

IdeenExpo mit der Bundeswehr

Bundeswehr zeigt Technik und Ausbildung vor IdeenExpo in Bückeburg

13. April 2026/in Niedersachsen, Region Hannover

Bundeswehrstandort Bückeburg präsentiert Luftfahrt, Berufe und moderne Einsatztechnik.

BÜCKEBURG (redu) – Mit einer groß angelegten IdeenExpo Bundeswehr bereitet sich der Standort Bückeburg auf den Auftritt in Hannover vor. Ein Schulungshubschrauber soll täglich vom Heeresflugplatz starten und Einblicke in Technik und Ausbildung ermöglichen.

Der Besuch am Heeresflugplatz zeigt die enge Verbindung zwischen Ausbildung, moderner Technik und dem geplanten Auftritt der Bundeswehr auf der IdeenExpo 2026.

Mit Blick auf die IdeenExpo 2026 hat die Bundeswehr am Standort Bückeburg umfassende Einblicke in Technik, Ausbildung und Berufsmöglichkeiten gegeben. Die IdeenExpo Bundeswehr wird dabei als zentraler Bestandteil des Großevents in Hannover vorbereitet.

Im Vorfeld der Veranstaltung besuchte Dr. Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo GmbH, gemeinsam mit Medienvertretern den Heeresflugplatz. Ziel war es, die Ausbildung sowie die technischen Arbeitsbereiche vor Ort kennenzulernen.

Einblicke in Ausbildung und Luftfahrttechnik

Zu Beginn erhielten die Gäste Zugang zum Tower des Flugplatzes. Dort erklärten Flugverkehrskontrolloffiziere den Ablauf des Flugbetriebs und gaben Einblicke in ihr Berufsbild.

Im Anschluss wurden mehrere Hubschrauber vorgestellt, darunter der NH90, der Light Utility Helicopter sowie der EC135. Piloten, Techniker und Bodenpersonal erläuterten ihre Aufgaben und zeigten die Abläufe im täglichen Betrieb.

Hubschrauber als Verbindung zur IdeenExpo

Während der IdeenExpo wird ein EC135-Schulungshubschrauber täglich vom Standort Bückeburg zum Messegelände nach Hannover fliegen. Dort soll er regelmäßig landen und moderne Luftfahrttechnik erlebbar machen.

Die Bundeswehr wird auf der IdeenExpo mit einer rund 1.500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche vertreten sein und zählt damit zu den größten Ausstellern.

Technik und Mitmachangebote auf der Messe

Auf der IdeenExpo Bundeswehr werden zahlreiche Exponate präsentiert, darunter Fahrzeuge, Hubschrauber und Simulatoren. Besucher erhalten praxisnahe Einblicke in Technik, Ausbildung und Einsatzbereiche.

Die IdeenExpo ist Europas größtes Technologie- und Innovationsfestival für junge Menschen und findet vom 20. bis 28. Juni 2026 in Hannover statt.

Unfallstatistik 2025

Verkehrstote in Niedersachsen steigen: Unfallstatistik 2025 vorgestellt

13. April 2026/in Niedersachsen

Zahl der Unfälle bleibt stabil – deutlich mehr Todesopfer auf Straßen.

HANNOVER (redu) – Die Unfallstatistik 2025 zeigt in Niedersachsen ein nahezu konstantes Unfallniveau, jedoch deutlich mehr Verkehrstote. Insgesamt 372 Menschen verloren ihr Leben – ein Anstieg um rund sieben Prozent, besonders in Städten und auf Autobahnen.

Während die Gesamtzahl der Unfälle kaum verändert ist, rücken steigende Todeszahlen und Risikogruppen stärker in den Fokus der Verkehrssicherheitsarbeit.

Die Unfallstatistik 2025 weist für Niedersachsen insgesamt 208.720 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle aus. Damit bleibt das Niveau nahezu unverändert, lediglich 281 Unfälle weniger wurden im Vergleich zum Vorjahr erfasst. Trotz dieser stabilen Entwicklung sorgt vor allem die gestiegene Zahl der Verkehrstote für Besorgnis.

Mit 372 Todesopfern im Straßenverkehr ist die Zahl gegenüber 2024 deutlich gestiegen. Besonders auffällig ist die Entwicklung im innerstädtischen Bereich sowie auf Autobahnen, wo ein deutlicher Zuwachs an tödlichen Unfällen verzeichnet wurde. Parallel dazu nahm auch die Zahl der Leichtverletzten leicht zu, während die Zahl der Schwerverletzten zurückging.

Hauptursachen: Geschwindigkeit und Fahrfehler

Als zentrale Ursache für tödliche Verkehrsunfälle bleibt überhöhte Geschwindigkeit weiterhin an erster Stelle. Hinzu kommen klassische Fehler im Straßenverkehr wie Missachtung der Vorfahrt, fehlerhaftes Überholen oder Abbiegen sowie ein zu geringer Sicherheitsabstand zwischen Fahrzeugen.

Die Statistik zeigt damit erneut bekannte Risikofaktoren, die maßgeblich zur Entstehung schwerer Unfälle beitragen. Die Sicherheitsbehörden sehen hier weiterhin einen klaren Handlungsbedarf. Neben verstärkten Kontrollen setzen sie vor allem auf Aufklärung und Prävention, um das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden nachhaltig zu beeinflussen.

Auch die Fahrtüchtigkeit bleibt ein zentrales Thema. Alkohol, Drogen oder Medikamente spielen weiterhin eine Rolle bei Verkehrsunfällen. Zwar ist die Zahl der tödlichen Unfälle unter Einfluss solcher Substanzen gesunken, dennoch bleibt das Risiko hoch. Besonders im Zusammenhang mit Cannabis wurden erstmals belastbare Zahlen erhoben, die auf eine relevante Gefährdung im Straßenverkehr hinweisen.

Besonders gefährdete Gruppen im Blick

Die Analyse der Risikogruppen zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Während die Zahl der tödlich verunglückten jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren gesunken ist, stieg sie bei Kindern und insbesondere bei älteren Menschen an.

In der Altersgruppe der über 65-Jährigen ist der Anteil der Verkehrstoten besonders hoch. Mit 144 Todesopfern stellt diese Gruppe rund 39 Prozent aller Getöteten, obwohl ihr Bevölkerungsanteil deutlich niedriger ist. Viele von ihnen waren als ungeschützte Verkehrsteilnehmende unterwegs, also zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Auch bei den Fußgängerinnen und Fußgängern ist ein Anstieg der Todeszahlen zu verzeichnen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, die einen Großteil der Opfer ausmachen. Gleichzeitig bleibt die Zahl der getöteten Kinder ein sensibles Thema, da hier ebenfalls ein Anstieg festgestellt wurde.

Zweiradfahrende und Radverkehr im Fokus

Ein deutlicher Anstieg zeigt sich bei den Radfahrenden. Insgesamt 63 Menschen kamen 2025 mit dem Fahrrad ums Leben, ein Plus von rund 28 Prozent. Besonders häufig waren Pedelec-Nutzende betroffen. Auffällig ist zudem, dass ein Großteil der Getöteten keinen Helm trug.

Auch bei den motorisierten Zweiradfahrenden ist ein Anstieg zu verzeichnen. Insgesamt 67 Menschen verloren hier ihr Leben, wobei insbesondere Fahrerinnen und Fahrer leistungsstarker Motorräder betroffen waren. Diese Entwicklung rückt die Zweiradsicherheit stärker in den Fokus der Präventionsarbeit.

Die Behörden planen daher gezielte Maßnahmen, um insbesondere diese Gruppen besser zu schützen. Neben verstärkten Kontrollen sollen auch Informationskampagnen dazu beitragen, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen.

Landstraßen, Autobahnen und Baumunfälle

Ein Großteil der tödlichen Verkehrsunfälle ereignete sich weiterhin auf Landstraßen. Rund zwei Drittel aller tödlichen Unfälle wurden dort registriert. Gleichzeitig zeigt die Statistik bei sogenannten Baumunfällen eine leicht rückläufige Entwicklung.

Die Zahl der Todesopfer bei Baumunfällen ist deutlich gesunken. Dennoch bleibt diese Unfallart eine der gefährlichsten im Straßenverkehr. Auffällig ist hingegen der starke Anstieg der Todesfälle auf Autobahnen, wo 2025 deutlich mehr Menschen ums Leben kamen als im Jahr zuvor.

Diese Entwicklung verdeutlicht, dass unterschiedliche Straßenarten spezifische Risiken bergen. Entsprechend werden auch die Maßnahmen zur Verkehrssicherheit differenziert ausgerichtet.

Polizei setzt auf Kontrollen und Prävention

Die Sicherheitsbehörden wollen die Verkehrssicherheitsarbeit weiter intensivieren. Schwerpunkte bleiben die Kontrolle von Geschwindigkeit sowie die Überprüfung der Fahrtüchtigkeit. Landesweite Aktionen und koordinierte Kontrolltage sind bereits geplant.

Ziel ist es, das Unfallgeschehen nachhaltig zu reduzieren und insbesondere schwere und tödliche Unfälle zu verhindern. Neben der Überwachung aller Verkehrsteilnehmenden sollen auch gezielte Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen umgesetzt werden.

Die Statistik macht deutlich, dass trotz stabiler Unfallzahlen weiterhin erhebliche Herausforderungen bestehen. Insbesondere die steigende Zahl der Verkehrstoten zeigt, dass konsequente Maßnahmen notwendig bleiben, um die Sicherheit auf Niedersachsens Straßen zu verbessern.

 

Einsatzfahrzeuge vor Schule

Blackout Übung Hannover: DRK probt Evakuierung in Laatzen

13. April 2026/in Niedersachsen

Ehrenamtliche trainieren Versorgung und Führung bei Stromausfall.

HANNOVER (redu) – Eine groß angelegte Blackout Übung hat am Wochenende im Raum Hannover die Evakuierung von 200 Menschen simuliert. Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes trainierten dabei unter realistischen Bedingungen die Versorgung und Führung bei einem flächendeckenden Stromausfall.

Die Übung zeigt, wie wichtig funktionierende Abläufe im Katastrophenschutz sind – insbesondere bei komplexen Lagen wie einem länger andauernden Stromausfall.

Ein großflächiger Stromausfall, unterbrochene Versorgungsketten und eine notwendige Evakuierung: Mit einer realitätsnahen Blackout Übung hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Raum Hannover ein komplexes Katastrophenszenario trainiert. Im Zentrum stand ein angenommener Blackout im Bereich Laatzen, bei dem rund 200 Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten.

Die Übung entwickelte sich aus einer Fortbildung für ehrenamtliche Kräfte des Betreuungsdienstes, die am Freitag begann. Ohne Vorankündigung wurden die Teilnehmenden am Wochenende in eine dynamische Einsatzlage versetzt. Ziel war es, Abläufe unter realistischen Bedingungen zu erproben und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einheiten zu stärken.

Evakuierung und Versorgung im Fokus

Zentraler Bestandteil der Übung war die Einrichtung einer Notunterkunft in der Albert-Einstein-Schule in Laatzen. Innerhalb kurzer Zeit mussten die Einsatzkräfte Strukturen schaffen, um 200 Betroffene aufzunehmen, zu versorgen und sozial zu betreuen.

Beladung LKW

Das DRK kann mit eigener Technik auch schwere Lasten bewegen. © Kerstin Hiller / LV Nds.

Gleichzeitig simulierte das Szenario typische Folgen eines Blackouts. Der Lebensmittelhandel kam zum Stillstand, Bargeld war nicht verfügbar und auch die Versorgung mit Kraftstoffen brach zusammen. Diese Rahmenbedingungen erschwerten die Arbeit erheblich und machten eine effiziente Organisation notwendig.

Zum Einsatz kam unter anderem der sogenannte „Betreuungsplatz 500 Land“. Dieses System umfasst Fahrzeuge, Feldbetten, Decken, Notstromaggregate sowie eine Feldküche und ist für die Versorgung von bis zu 500 Personen ausgelegt. Die Komponenten wurden gezielt eingesetzt, um die Versorgungslage stabil zu halten.

Führungsstruktur unter besonderem Druck

Parallel zur praktischen Versorgung übernahmen Führungsgruppen die taktische Steuerung des Einsatzes. Eine zentrale Rolle spielte dabei die strukturierte Lageführung, die unter den Bedingungen eines flächendeckenden Stromausfalls besonders anspruchsvoll ist.

Für die Durchführung und Koordination der Übung im Bereich der Führungsgruppen war Björn Robbe verantwortlich, Verbandsführer im DRK-Regionsverband Hannover. Er beschreibt die Anforderungen an die Einsatzleitung als komplex und vielschichtig.

Björn Robbe

Björn Robbe koordinierte die Führungsgruppen © Kerstin Hiller / LV Nds.

„Im Fokus stand für die Führungsgruppen die Bewältigung eines großflächigen Stromausfalls. Auf Grundlage der eingehenden Lagemeldungen mussten sie ein kontinuierliches Lagebild erstellen, Prioritäten festlegen und daraus konkrete Einsatzaufträge ableiten“, erklärte Robbe.

Dazu gehörten insbesondere die Planung und Koordination der Evakuierung sowie die Organisation der Betreuung der betroffenen Bevölkerung. Gleichzeitig musste sichergestellt werden, dass die eigenen Einsatzkräfte auch unter erschwerten Bedingungen arbeitsfähig bleiben.

Lagebild, Entscheidungen und Kontrolle

Die Führungsgruppen richteten eine Führungsstelle ein, in der alle Informationen gebündelt wurden. Eingehende Meldungen wurden ausgewertet und fortlaufend in ein aktuelles Lagebild überführt. Dieses bildete die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen.

Lagekarte

Neue Informationen werden gleich in eine Lagekarte eingetragen © Kerstin Hiller / LV Nds.

„Die Führungsgruppen waren gefordert, Entscheidungen strukturiert zu treffen, Befehle zu formulieren und die Umsetzung durch die eingesetzten Einheiten fortlaufend zu überwachen und an die dynamische Lage anzupassen“, so Robbe weiter.

Die kontinuierliche Anpassung an neue Entwicklungen war ein zentraler Bestandteil der Übung. Veränderungen in der Versorgungslage oder neue Anforderungen mussten schnell erkannt und in konkrete Maßnahmen übersetzt werden.

Zusammenspiel von Führung und Betreuung

Die Übung zeigte deutlich, wie eng die Bereiche Führung und Betreuung miteinander verzahnt sind. Während die Einsatzkräfte vor Ort die Versorgung der Bevölkerung sicherstellten, sorgten die Führungsgruppen für die strategische Steuerung.

Nur durch diese enge Abstimmung konnten die Maßnahmen zielgerichtet umgesetzt werden. Die Kommunikation zwischen den Einheiten erwies sich dabei als entscheidender Faktor für den Erfolg der Übung.

Insgesamt waren rund 150 Kräfte beteiligt, darunter etwa 120 ehrenamtliche Helfer aus zahlreichen DRK-Kreisverbänden in Niedersachsen. Unterstützt wurden sie von weiteren Organisationen wie Feuerwehr und Technischem Hilfswerk.

Fazit der Einsatzleitung

Am Ende der Übung zog Björn Robbe eine positive Bilanz. „Ein Stromausfall stellt alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Abläufe regelmäßig zu trainieren und Schnittstellen zu überprüfen“, sagte er.

Mit Blick auf die Leistung der Einsatzkräfte zeigte er sich zufrieden: „Mit dem Einsatz unserer ehrenamtlichen Kräfte während der gesamten Übung können wir sehr zufrieden sein.“

Die Übung unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher Ausbildung im Katastrophenschutz. Sie zeigt zugleich, dass nur durch regelmäßiges Training die komplexen Anforderungen eines solchen Szenarios bewältigt werden können.

Landesmedaille Niedersachsen

Auszeichnung in Hannover: Landesmedaille für Ursula von der Leyen

7. April 2026/in Niedersachsen

Höchste Ehrung des Landes für politisches Wirken in Niedersachsen, Deutschland und Europa.

HANNOVER (redu) – Mit der Landesmedaille Niedersachsen ist am Dienstag die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Hannover ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Olaf Lies würdigte damit ihre politischen Verdienste für Niedersachsen, Deutschland und Europa.

Die Landesmedaille gilt als höchste Auszeichnung des Landes Niedersachsen und wird für herausragendes Engagement im öffentlichen Leben verliehen.

Mit der Landesmedaille Niedersachsen hat das Land eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten geehrt. Ursula von der Leyen erhielt die Auszeichnung am Dienstag in Hannover für ihr langjähriges politisches Wirken.

Die heutige Präsidentin der Europäischen Kommission begann ihre politische Laufbahn in Niedersachsen. Von 2003 bis 2005 war sie Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und setzte in dieser Zeit wichtige Impulse für Familienpolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Anschließend übernahm sie auf Bundesebene zentrale Aufgaben. Sie war unter anderem Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie für Arbeit und Soziales. Von 2013 bis 2019 führte sie als erste Frau das Verteidigungsministerium.

Seit 2019 an der Spitze der Europäischen Kommision

Seit 2019 steht von der Leyen an der Spitze der Europäischen Kommission. In dieser Funktion prägt sie die Politik der Europäischen Union maßgeblich.

Ministerpräsident Olaf Lies betonte bei der Verleihung die besondere Bedeutung ihres Engagements. Von der Leyen habe Politik stets als Verantwortung für die Menschen verstanden und stehe für ein geeintes Europa.

Mit der Landesmedaille ist zugleich das Große Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens verbunden.

Waffen verboten

Waffenverbot in Niedersachsen: Neue Regeln im ÖPNV

31. März 2026/in Niedersachsen

Kontrollen und Bußgelder im öffentlichen Verkehr ab morgen möglich.

HANNOVER (redu) – Das neue Waffenverbot Niedersachsen gilt ab dem 1. April im gesamten öffentlichen Nahverkehr. Fahrgästen ist das zugriffsbereite Mitführen von Messern und Waffen untersagt. Die Verordnung betrifft Bahnen, Busse sowie Haltestellen und ermöglicht umfassende Kontrollen durch Behörden.

Die neue Regelung soll die Zahl von Messerangriffen reduzieren und schafft gleichzeitig eine klare rechtliche Grundlage für verstärkte Kontrollen im Alltag.

Mit dem Waffenverbot Niedersachsen tritt zum 1. April eine landesweite Regelung in Kraft, die das zugriffsbereite Führen von Waffen und Messern im öffentlichen Personenverkehr untersagt. Betroffen sind sämtliche Verkehrsmittel des Nahverkehrs, darunter Regionalzüge, S-Bahnen, Straßenbahnen sowie Busse und weitere Angebote im Linienverkehr.

Zusätzlich gilt das Verbot auch für alle zugehörigen Einrichtungen. Dazu zählen insbesondere Bahnhofsgebäude, Bahnsteige, Unterführungen sowie andere seitlich umschlossene Bereiche des öffentlichen Verkehrs. Damit erstreckt sich die Regelung deutlich über die eigentlichen Fahrzeuge hinaus.

Klare Regeln für Ausnahmen

Trotz der Verschärfung bleiben bestimmte Formen der Mitnahme weiterhin erlaubt. Voraussetzung ist, dass Messer oder andere Gegenstände nicht zugriffsbereit transportiert werden. Das bedeutet, sie müssen sicher verstaut sein und dürfen nicht unmittelbar griffbereit mitgeführt werden.

Auch alltägliche Nutzungen sind weiterhin zulässig. So dürfen kleinere Messer beispielsweise für einfache Tätigkeiten wie das Schälen von Obst im Zug verwendet werden. Darüber hinaus sieht die Verordnung weitere Ausnahmen vor, die im Einzelfall greifen können.

Mehr Befugnisse für Behörden

Mit Inkrafttreten der Verordnung erhalten Polizei und Ordnungsbehörden erweiterte Handlungsmöglichkeiten. Künftig sind auch anlasslose Kontrollen von Personen und mitgeführten Gegenständen im öffentlichen Verkehr zulässig.

Werden verbotene Gegenstände festgestellt, können diese sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen werden. Verstöße gegen das Waffenverbot Niedersachsen können zudem mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Die Landesregierung verfolgt mit der Maßnahme das Ziel, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen. Insbesondere die Zahl von Messerangriffen soll durch das Verbot und die verstärkten Kontrollen gesenkt werden.

Winterzeit endet

Am Wochenende endet die Winterzeit

28. März 2026/in Niedersachsen

Uhren müssen dieses Wochenende auf Sommerzeit umgestellt werden.

Hannover (red). An diesem Wochenende werden in Deutschland alle Uhren wieder auf die Sommerzeit umgestellt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (29. März) werden die Uhren um 2:00 Uhr nachts auf 3:00 Uhr vorgestellt. 

In der Regel werden heute die meisten Uhren schon automatisch durch ein Funksignal in der Nacht korrekt auf die Sommerzeit eingestellt. Manuelle Uhren müssen aber immer noch von Hand eine Stunde vorgestellt werden. Auf die automatische Umstellung sollte sich aber keiner verlassen. Funkuhren benötigen einen dementsprechenden Empfang des Zeitsignals zur Umstellung. Hängen sie ungünstig im Funkschatten, bleibt die Winterzeit erhalten. Folge: Ein Verschlafen um eine ganze Stunde ist dann einem unter Umständen sicher. Die Umstellung von Handys ist eine sichere Sache, da dort das Korrektursignal über den jeweiligen Netzanbieter übertragen wird. Aber auch sogenannte automatische Parkuhren für Fahrzeuge müssen, soweit sie keine eigenständige Umstellung durch die Software haben, von Hand auf die Sommerzeit korrigiert werden. Sonst kann schnell ein Knöllchen beim nächsten Parken drohen.

Die Sommerzeit wurde 1980 eigentlich aus Energiespargründen in Europa eingeführt. Im Jahr 2021 sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden. Dieser Beschluss wurde von den 27 Mitgliedsstaaten im Jahr 2019 gefasst. Um aber in Europa keinen Flickenteppich von unterschiedlichen Zeitzonen zu erhalten, müssen sich die Mitgliedsstaaten entweder dauerhaft auf die Sommerzeit oder Winterzeit einigen. Dieses ist bislang nicht erfolgt und die Bundesregierung verweist auf die noch fehlende europaweite Folgeabschätzung, die mit der Auflösung der Zeitumstellung einher geht.

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