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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Neuer Polizeihubschrauber Phoenix H145

Neuer Polizeihubschrauber stärkt Einsätze aus der Luft

12. August 2026/in Niedersachsen

Erster Airbus H145 D3 auf dem Hannover Airport in Dienst gestellt – zweiter Hubschrauber soll im September folgen.

HANNOVER / LANGENHAGEN (redu) – Niedersachsen hat auf dem Hannover Airport den ersten von zwei neuen Hubschraubern des Typs Airbus H145 D3 in Dienst gestellt. Der neue Polizeihubschrauber Niedersachsen erweitert die Einsatzmöglichkeiten bei Fahndungen, Vermisstensuchen, Großschadenslagen und im Bevölkerungsschutz.

Die beiden neuen Maschinen ersetzen schrittweise zwei 26 Jahre alte Hubschrauber vom Typ MD902. Das Land investiert insgesamt 42,7 Millionen Euro in die Beschaffung.

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Gruppenfoto der Mannschaft der Polizeihubschrauberstaffel mit Innenministerin Daniela Behrens. © Bernd Günther

Neue Technik für Einsätze im ganzen Land

Der Polizeihubschrauber Niedersachsen soll Polizeibehörden im gesamten Land unterstützen. Die Polizeihubschrauberstaffel der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen ist rund um die Uhr im Einsatz und übernimmt unter anderem Vermisstensuchen, Fahndungen sowie Aufgaben bei Verkehrs- und besonderen Einsatzlagen.

Auch bei Großveranstaltungen, Naturkatastrophen und anderen Gefahrenlagen kommen die Maschinen zum Einsatz. Nach Angaben des Landes sollen sie zudem Feuerwehr, Rettungsdienste und Katastrophenschutz unterstützen.

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Die Innenministerin Daniela Behrens durfte an dem Taufflug teilnehmen. © Bernd Günther

Innenministerin Daniela Behrens verwies bei der Indienststellung auf die Bedeutung moderner Einsatzmittel. Die neuen Hubschrauber erweiterten die Möglichkeiten insbesondere dort, „wo Zeit ein entscheidender Faktor ist“, sagte die Ministerin. Dazu zählte sie Vermisstensuchen, Fahndungen, Hochwasser sowie Wald- und Vegetationsbrände.

Rettungswinde und Löschwasserbehälter

Die beiden H145 D3 ersetzen schrittweise zwei bislang eingesetzte, 26 Jahre alte Hubschrauber des Typs MD902. Mit der neuen Generation stehen der Polizei erstmals unter anderem eine Rettungs- und Bergewinde sowie ein Abgleitbalken für Spezialeinsatzkräfte zur Verfügung.

Für die Unterstützung bei Vegetationsbränden können die Hubschrauber einen Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 820 Litern einsetzen. Hinzu kommen hochauflösende Wärmebildtechnik, leistungsfähige Suchscheinwerfer, moderne Kommunikations- und Missionssysteme sowie Hinderniswarnsysteme.

Die neuen Maschinen verfügen über eine Reichweite von rund 600 Kilometern. Sie werden von zwei Pilotinnen oder Piloten geflogen und können zusätzlich bis zu acht weitere Personen aufnehmen.

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Der neue PHOENIX vom Typ Airbus Helicopter H145 D3. © Bernd Günther

Zweiter Hubschrauber für September geplant

Insgesamt investiert Niedersachsen 42,7 Millionen Euro in die beiden neuen Luftfahrzeuge. Wartungen, Instandsetzungen und technische Anpassungen übernimmt die Polizeihubschrauberstaffel mit eigenen speziell qualifizierten Fachkräften.

Die Beschaffung erfolgte gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern. Über das Logistik Zentrum Niedersachsen wurde eine europaweite Ausschreibung für insgesamt vier Hubschrauber durchgeführt. Airbus Helicopters Deutschland erhielt im August 2023 den Zuschlag.

Der zweite niedersächsische Hubschrauber soll im September 2026 ausgeliefert werden. Roger Fladung, Präsident der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, bezeichnete die neue Technik zusammen mit dem qualifizierten Personal als weiteren Beitrag der Polizei für die Menschen im Land.

LKW Fahrverbote

Niedersachsen hebt Sonn- und Feiertagsfahrverbot teilweise auf

10. August 2026/in Niedersachsen

Land reagiert auf anhaltendes Niedrigwasser und mögliche Verlagerungen von den Wasserstraßen auf die Straße.

HANNOVER (redu) – Niedersachsen hebt das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastkraftwagen bis zum 31. August 2026 teilweise auf. Die Ausnahme gilt ab sofort für notwendige Ersatzverkehre, die wegen des anhaltenden Niedrigwassers von den Wasserstraßen auf den Straßengüterverkehr verlagert werden.

Mit der Regelung will das Land notwendige Umverlagerungen erleichtern, weil Einschränkungen der Binnenschifffahrt die Warenströme zunehmend beeinträchtigen.

Das Sonn- und Feiertagsfahrverbot wird für geschäftsmäßige oder entgeltliche Beförderungen mit Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse sowie für Lastwagen mit Anhängern ausgesetzt, sofern es sich um Ersatzverkehre infolge des Niedrigwassers handelt.

Hintergrund ist nach Angaben des Landes das anhaltende Niedrigwasser auf relevanten Wasserstraßen. Dadurch ist die Binnenschifffahrt erheblich eingeschränkt. Niedersachsen rechnet deshalb mit notwendigen Verlagerungen von Transporten auf den Straßengüterverkehr.

Land will Lieferketten stabilisieren

Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne erklärte, die angespannte Lage auf den Bundeswasserstraßen erfordere pragmatische Lösungen. Wichtig sei, Lieferketten und Warenströme zu stabilisieren und Produktionsstopps zu verhindern.

Tonne kündigte zugleich an, sich in der kommenden Woche mit den Beteiligten darüber auszutauschen, ob weitere Schritte notwendig sind. Das Land hätte nach seinen Angaben ein besser abgestimmtes gemeinsames Verfahren der Bundesländer begrüßt.

Niedersachsen kritisiert kurzfristiges Vorgehen

Der Minister kritisierte, der Bund sei erst sehr spät und kurzfristig mit der Bitte an die Länder herangetreten, die Fahrverbote sofort aufzuheben. Künftig müsse ein solches Vorgehen besser koordiniert werden.

Zudem forderte Tonne zusätzliche Investitionen des Bundes in die Wasserstraßen. Funktionierende Wasserwege seien für einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf von zentraler Bedeutung.

Die Ausnahme gilt ab sofort zunächst bis zum 31. August 2026. Ein entsprechendes Schreiben wurde an die Region Hannover, Landkreise, kreisfreie und große selbständige Städte, selbständige Gemeinden sowie weitere zuständige Straßenverkehrsbehörden versandt.

Rückkehr der Feuerwehrkräfte nach Celle

Neun Feuerwehrleute nach Spanien-Einsatz wieder in Celle

7. August 2026/in Niedersachsen

Niedersächsische Kräfte waren bei Waldbränden in Kastilien und León im Einsatz.

CELLE (redu) – Nach ihrem Einsatz bei den schweren Waldbränden in Spanien sind neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen am Donnerstag nach Celle zurückgekehrt. Die Feuerwehrkräfte kehren zurück, nachdem spanische Behörden den ursprünglich auf zehn Tage angelegten Einsatz bereits nach zwei Tagen beendet hatten.

Die niedersächsischen Einsatzkräfte hatten eine Waldbrandeinheit aus Nordrhein-Westfalen unterstützt. Anlass war ein spanisches Hilfeersuchen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union.

Die Feuerwehrkräfte kehren zurück, nachdem sie mit zwei speziellen Tanklöschfahrzeugen vom Typ CCFM 3000 und einem Mannschaftstransportwagen in Spanien eingesetzt waren. Nach der Rückkehr trafen die neun Niedersachsen beim Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle ein.

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Zwei der Spezialtanklöschfahrzeuge aus dem Kontingent Niedersachsen. © Bernd Günther

Deutsche Einheit mit 56 Einsatzkräften

Die niedersächsischen Kräfte hatten sich der Waldbrandeinheit aus Nordrhein-Westfalen angeschlossen. Insgesamt bestand die deutsche Einheit aus 56 Einsatzkräften und 21 Einsatzfahrzeugen.

Am 1. August 2026 erreichte die Einheit die Region um Veguellina in der Provinz León. Von dort aus wurde sie unter anderem zur Bekämpfung der Waldbrände in Kastilien und León eingesetzt.

Einsatz nach zwei Tagen beendet

Ursprünglich war vorgesehen, dass die Einsatzkräfte zehn Tage vor Ort bleiben. Die spanischen Behörden brachen den Einsatz jedoch bereits nach zwei Tagen ab, weil sich die Lage vor Ort positiv entwickelt hatte und man mit eigenen Kräften auskam.

Rückkehr aus Spanien

Einsatzkräfte kehren aus Spanien nach Celle zurück

3. August 2026/in Niedersachsen

Neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen werden am Donnerstag beim NLBK in Celle erwartet.

CELLE (redu) – Nach ihrem Einsatz bei den Waldbränden in Spanien befinden sich neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen auf dem Heimweg. Die Einsatzkräfte kehren zurück und werden voraussichtlich am Donnerstagabend beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle eintreffen.

Die niedersächsischen Kräfte waren Teil einer deutschen Einheit mit insgesamt 56 Feuerwehrleuten. Sie unterstützten die Löscharbeiten in der Region Kastilien und León.

Unterstützung bei Waldbränden in Spanien

Spanien hatte über das Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union um Unterstützung bei der Bekämpfung der aktuellen Waldbrände gebeten. Die Einsatzkräfte kehren zurück, nachdem sie gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus Nordrhein-Westfalen die Löscharbeiten unterstützt hatten.

Die neun niedersächsischen Feuerwehrleute schlossen sich der Waldbrandeinheit aus Nordrhein-Westfalen an. Zum Einsatz kamen zwei Tanklöschfahrzeuge vom Typ CCFM 3000 und ein Mannschaftstransportwagen.

Die Einheit traf am Nachmittag des 1. August in der Region Veguellina in León ein. Ein Teil der Kräfte erhielt unmittelbar nach der Ankunft den ersten Einsatzauftrag. Auf dem Weg zum vorgesehenen Einsatzort löschten sie ein kleineres Feuer.

Vor Ort unterstützte die Einheit die spanischen Kräfte bei der Eindämmung des Feuers. Am 2. August war sie südlich von Moraeda beim Waldbrand „EI Bierzo“ im Einsatz.

Löscharbeiten in schwierigem Gelände

Über eine 800 Meter lange Schlauchleitung und einen Höhenunterschied von 180 Metern bekämpften die Feuerwehrleute Spotfeuer in einem Hanggebiet. Zudem führten sie Nachlöscharbeiten durch, unterstützten mit einem Lookout und halfen einer serbischen GFFF-V-Einheit mit einem Fahrzeug.

Die deutsche Einheit bestand aus 56 Kräften, neun davon aus Niedersachsen. Untergebracht waren sie in Vega de Espinareda im Westen Spaniens.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens dankte den Beteiligten: „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften für ihren starken und engagierten Einsatz im Kampf gegen das Feuer. Sie alle haben einen hervorragenden Job gemacht.“

Behrens bezeichnete den Einsatz zudem als Beleg für die Zusammenarbeit im europäischen Katastrophenschutz. Brände dieser Größenordnung, Vielzahl und Dauer könnten nur gemeinschaftlich bekämpft werden.

Die neun niedersächsischen Feuerwehrleute stammen aus den Landkreisen Celle und Heidekreis. Ihre Ankunft beim NLBK in Celle ist nach aktuellem Stand für Donnerstagnachmittag beziehungsweise Donnerstagabend, 6. August 2026, vorgesehen.

LUKEX 2026

Krisenmanagement Niedersachsen übt Hitze- und Dürrelage

28. Juli 2026/in Niedersachsen

Mehr als 180 Organisationen trainieren im Herbst die Zusammenarbeit bei einer außergewöhnlichen Hitze- und Dürrelage.

HANNOVER (redu) – Das Krisenmanagement Niedersachsen beteiligt sich im Herbst an der bundesweiten LÜKEX 2026. Mehr als 180 Organisationen üben anhand einer außergewöhnlichen Hitze- und Dürrelage, wie Bund, Länder und weitere Stellen ihre Entscheidungen und Maßnahmen koordinieren.

Die Übung soll Abläufe verbessern, Zuständigkeiten festigen und die Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz stärken. Niedersachsen begleitet sie mit Informationen zur Vorsorge im landeseigenen Notfall-Monitor.

Das Krisenmanagement Niedersachsen richtet den Blick bei der LÜKEX 2026 auf die weitreichenden Folgen langanhaltender Hitze und Trockenheit. Neben dem Gesundheitswesen können unter anderem Energieversorgung, Verkehr, Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und Einsatzkräfte betroffen sein.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts starben in Deutschland bis Ende Juni dieses Jahres bereits mehr als 5.000 Menschen an den Folgen von Hitze. Hohe Temperaturen führten zugleich zu Einschränkungen im Bahnverkehr, Straßenschäden, erhöhter Waldbrandgefahr und außergewöhnlich niedrigen Wasserständen.

Ministerien üben gemeinsame Entscheidungen

Die Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe koordiniert. Aus Niedersachsen nehmen alle für das Szenario zuständigen Ministerien teil. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Inneres, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und Verkehr.

Im Mittelpunkt steht das strategische Krisenmanagement. Bund, Länder und weitere beteiligte Stellen trainieren den Informationsaustausch, koordinierte Entscheidungen und aufeinander abgestimmte Maßnahmen.

Ziel ist es, das nationale Krisenmanagement weiterzuentwickeln und die gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge zu stärken. Erkenntnisse aus dem anspruchsvollen Übungsszenario sollen auch bei der Bewältigung anderer Krisenlagen helfen.

Innenministerin Daniela Behrens betont, außergewöhnliche Hitze- und Dürrelagen beträfen nahezu alle Bereiche des Gemeinwesens. „Regelmäßige Übungen wie die LÜKEX stärken unsere Krisenresilienz“, erklärte die Ministerin. Die Zusammenarbeit der verantwortlichen Stellen solle weiter verbessert und der Schutz der Bevölkerung gestärkt werden.

Unterschiedliche Belastungen für die Ressorts

Das Sozial- und Gesundheitsministerium will mit der Übung interne Abläufe und Entscheidungsprozesse erproben. Langanhaltende Hitzeperioden können zu mehr hitzebedingten Erkrankungen führen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und weitere vulnerable Gruppen.

Zugleich können Krankenhäuser, Rettungsdienste und Pflegeeinrichtungen an ihre Belastungsgrenzen geraten. Das Ministerium trainiert deshalb auch das ressort- und behördenübergreifende Zusammenwirken unter realitätsnahen Bedingungen.

Für das Landwirtschaftsministerium stehen unter anderem Auswirkungen auf Tierhaltung und Ackerbau im Mittelpunkt. Hinzu kommt eine erhöhte Waldbrandgefahr, besonders in den waldreichen Regionen Nordostniedersachsens.

Gemeinsam mit Behörden, Institutionen und Unternehmen sollen Kommunikations- und Abstimmungswege für den Ernstfall erprobt werden. Auch der Dienstbetrieb und das Krisenmanagement müssen unter extremen Wetterbedingungen aufrechterhalten werden.

Notfall-Monitor informiert die Bevölkerung

Niedersachsen begleitet die Übung mit einer Informationsseite im Notfall-Monitor des Landes. Die Plattform bündelt aktuelle Gefahrenmeldungen, Warnungen und Hinweise zur persönlichen Notfallvorsorge.

Bürgerinnen und Bürger finden dort außerdem Verhaltensempfehlungen sowie Hintergrundinformationen zur LÜKEX und zum Bevölkerungsschutz. Damit soll die Bevölkerung nicht erst im Einsatzfall, sondern bereits im Vorfeld verlässlich informiert werden.

Informationsseite im Notfall-Monitor Niedersachsen: https://www.niedersachsen.de/notfallmonitor/luekex.

Extreme Hitzewelle möglich

Extreme Hitze in Niedersachsen: Bis zu 42 Grad möglich

26. Juli 2026/in Niedersachsen

Nach Gewittern und einer kurzen Abkühlung könnten die Temperaturen zum ersten Augustwochenende örtlich über 40 Grad steigen.

HANNOVER (redu) – Nach Gewittern und einer kurzen Abkühlung könnte sich in Niedersachsen eine außergewöhnlich starke Hitzewelle entwickeln. Meteorologische Modelle berechnen für das erste Augustwochenende örtliche Spitzenwerte von 40 bis 42 Grad. Ob diese Werte tatsächlich erreicht werden, ist noch offen.

Mit den möglicherweise steigenden Temperaturen könnten auch die gesundheitlichen Belastungen sowie die Ozon- und Waldbrandgefahr zunehmen. Die weitere Entwicklung hängt von den kommenden Wetterlagen und Modellberechnungen ab.

Die Extreme Hitze Niedersachsen könnte sich nach den vorliegenden Prognosen ab Dienstag, 28. Juli, aufbauen. Berechnungen gehen davon aus, dass ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa mit südwestlicher Strömung zunehmend heiße Luftmassen in den Norden führen könnte.

Gewitter ziehen in der Nacht nach Osten ab

Zunächst bestimmen am Sonntag noch Ausläufer eines Tiefs über der Norwegischen See das Wetter. Erwartet werden teils kräftige Gewitter, stürmische Böen um 65 Kilometer pro Stunde und Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden.

In der Nacht zum Montag soll die Front nach Osten abziehen. Zum Wochenbeginn könnten die Temperaturen vorübergehend auf 19 bis 24 Grad sinken.

Ab Donnerstag könnten die Höchstwerte verbreitet zwischen 32 und 38 Grad liegen. Für Samstag, 1. August, berechnen meteorologische Modelle örtlich 40 bis 42 Grad. Damit wäre auch der im Juni 2026 aufgestellte deutsche Höchstwert von 41,8 Grad in Reichweite.

Ob diese Spitzenwerte tatsächlich erreicht werden, lässt sich derzeit jedoch nicht sicher vorhersagen. Wettermodelle bilden mögliche Entwicklungen ab und können sich mit neuen Berechnungen noch verändern. Eine Vorbereitung ist aber vor allem für empfindliche Personen, Kranke und Pflegeheime sinnvoll.

Ozonwerte und Waldbrandgefahr könnten steigen

Die intensive Sonneneinstrahlung führt bereits zu erhöhten Ozonkonzentrationen. Genannt werden Spitzenwerte von bis zu 130 Mikrogramm pro Kubikmeter im Raum Oker und Harlingerode sowie erhöhte Werte in Göttingen und Braunschweig.

Parallel könnte sich die Waldbrandgefahr verschärfen. Für Stationen wie Celle und Faßberg wird bis Donnerstag die höchste Gefahrenstufe 5 prognostiziert. An den Küsten bleibt die Gefährdung zunächst geringer.

Auch die Landwirtschaft steht unter Druck. Während die Wintergerste nahezu vollständig eingebracht ist, führte eine Hitzeperiode Ende Juni beim Weizen teilweise zu einer Notreife. Zugleich wurden nach den vorliegenden Angaben rund 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel und Sturm schwer beschädigt.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt warnt vorsorglich vor möglichen Belastungen für Herz, Lunge und Nieren. Die Bevölkerung soll bei hohen Temperaturen die Mittagshitze meiden, körperliche Anstrengungen im Freien begrenzen und ausreichend trinken. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Kleinkinder.

metronom Zug

Stellwerksstörung in Uelzen dauert bis Donnerstagvormittag

15. Juli 2026/in Niedersachsen

Auf den Linien RE3 und RB31 kommt es weiterhin zu Ausfällen und erheblichen Verspätungen. (Störung ist behoben)

UELZEN (redu) – Die Stellwerksstörung in Uelzen beeinträchtigt den Zugverkehr auf den Linien RE3 und RB31 weiterhin erheblich. Nach Angaben der Deutschen Bahn dauern die Einschränkungen voraussichtlich bis Donnerstagvormittag an. Einzelne Züge fahren wieder, allerdings mit mittleren bis hohen Verspätungen.

Betroffen sind der Bahnhof Uelzen und der Streckenabschnitt zwischen Bad Bevensen und Suderburg. Die Kapazität bleibt begrenzt, obwohl der Zugverkehr teilweise wieder angelaufen ist.

Betrieb nur eingeschränkt möglich

Wegen der Stellwerksstörung in Uelzen und eines beschädigten Stellwerkskabels können der Bahnhof sowie die Strecke zwischen Bad Bevensen und Suderburg derzeit nur stark eingeschränkt befahren werden. Pro Stunde und Richtung kann jeweils nur ein Nahverkehrszug aus Bad Bevensen beziehungsweise Suderburg nach Uelzen einfahren.

Einzelne Ausfälle und Verspätungen

Aus Richtung Hannover fahren die Züge der Linie RE3 über Suderburg nach Uelzen und anschließend weiter zum Hamburger Hauptbahnhof. Zwischen Bad Bevensen und Uelzen fallen weiterhin einzelne Verbindungen aus.

Der Verkehr läuft inzwischen teilweise wieder. Die Züge, die den betroffenen Abschnitt befahren, müssen ihre Geschwindigkeit reduzieren und erreichen ihr Ziel mit mittlerer bis hoher Verspätung.

Reisende auf der gesamten Verbindung zwischen Hamburg und Hannover sollten mehr Zeit einplanen. Metronom empfiehlt, vor Fahrtantritt und unterwegs die digitalen Fahrplanauskünfte sowie Anzeigen und Durchsagen an den Bahnhöfen zu beachten.

Update, 16:50 Uhr: Stellwerksstörung behoben

Die Stellwerksstörung in Uelzen ist früher als erwartet behoben worden. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten ist der Bahnhof wieder uneingeschränkt befahrbar; die metronom-Linien RE3 und RB31 verkehren ab sofort wieder regulär. Der Betrieb soll sich im Laufe des Abends weiter stabilisieren. Fahrgäste sollten vorsorglich vor Fahrtantritt die digitalen Fahrplanauskünfte prüfen.

 

Deichbrand Festival: Johanniter beziehen neues Einsatzcamp – 21072023 Deichbrand AnetteSchulte 129

Deichbrand Festival: Johanniter beziehen neues Einsatzcamp

10. Juli 2026/in Niedersachsen

Rund 600 ehrenamtliche Johanniterinnen und Johanniter sorgen vom 16. bis 19. Juli für die medizinische Versorgung der Festivalgäste.

HANNOVER/CUXHAVEN – Beim Deichbrand Festival beziehen die Johanniter erstmals ein eigenes Camp auf dem Partnergelände. Rund 600 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet bereiten dort den Sanitätsdienst für das Festival vom 16. bis 19. Juli vor und sichern die medizinische Versorgung der Besucherinnen und Besucher.

Der Umzug in das neue Camp verändert die Organisation des Sanitätsdienstes. Gleichzeitig bleibt das bewährte Einsatzkonzept mit Unfallhilfstellen, medizinischem Versorgungszentrum und mobilen Teams bestehen.

Neues Camp ersetzt Unterkunft in Nordholz

Für den Sanitätsdienst beim Deichbrand Festival verlassen die Johanniter erstmals ihre bisherige Unterkunft auf dem Fliegerhorst Nordholz. Aufgrund von Baumaßnahmen und Veränderungen auf dem Gelände entstand auf dem Partner-Camp eine eigene Fläche mit Schlafzelten sowie Infrastruktur für Küche, Verpflegung und sanitäre Einrichtungen. Einsatzleiter Thorsten Ernst betont, dass dabei Erfahrungen aus dem Bevölkerungsschutz in die Planung eingeflossen seien.

Umfangreiche Vorbereitungen für den Festivalstart

Bereits vor Beginn des Festivals transportieren erste Teams Material und errichten Einsatzzentrale sowie Küche. Anschließend folgen weitere Kräfte, um die Unterkunft fertigzustellen und die Unfallhilfstellen auf den Campingflächen für die anreisenden Besucher vorzubereiten. Unter dem Motto „Ihr rockt. Wir retten“ engagieren sich Einsatzkräfte aus zahlreichen Regionalverbänden der Johanniter aus Niedersachsen sowie weiteren Bundesländern.

Deichbrand Festival: Johanniter beziehen neues Einsatzcamp – Deichbrand Johanniter Ben Wagner

Deichbrand Festival Sanitätsdienst © Johanniter / Ben Wagner

Acht Unfallhilfstellen auf dem Gelände

Während des Festivals übernehmen die Ehrenamtlichen Aufgaben in Einsatzleitung, Sanitätsdienst, Logistik, Technik und Verpflegung. Auf dem Gelände stehen acht Unfallhilfstellen mit Sanitätszelten und medizinischer Ausstattung bereit. Ergänzt wird die Versorgung durch ein Medizinisches Versorgungszentrum mit Ärztinnen, Ärzten und Notärzten. Fußtrupps sind regelmäßig unterwegs, um Verletzte oder Erkrankte schnell zu versorgen oder zur nächsten Unfallhilfstelle zu begleiten. Für notwendige Transporte in umliegende Krankenhäuser stehen zudem Einsatzfahrzeuge bereit. Die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Cuxhaven und den Johannitern wurde in diesem Bereich bereits seit 2023 ausgebaut.

Mehr als 2.900 Patienten im Vorjahr versorgt

Beim Deichbrand Festival des vergangenen Jahres behandelten die Johanniter insgesamt 2.900 Patientinnen und Patienten. Davon entfielen 1.300 Einsätze auf Verletzungen oder gesundheitliche Probleme wie Prellungen, Kreislaufbeschwerden oder alkoholbedingte Vorfälle. Weitere 1.600 Behandlungen betrafen Bagatellverletzungen wie Blasen, Schürfwunden oder Pflasterbedarf. Insgesamt wurden 105 Transporte in umliegende Krankenhäuser durchgeführt. Für viele Ehrenamtliche ist der mehrtägige Einsatz zugleich eine wichtige Möglichkeit, Erfahrungen bei der Absicherung einer Großveranstaltung zu sammeln.

Kritik Krankschreibung

KVN kritisiert Pläne zu Telefon-AU und Krankschreibung ab dem ersten Tag

3. Juli 2026/in Niedersachsen

Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen warnt vor mehr Bürokratie, zusätzlichen Arztbesuchen und längeren Wartezeiten in den Praxen.

HANNOVER – Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) lehnt die geplante Abschaffung der Telefonischen Krankschreibung sowie die Einführung einer verpflichtenden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag entschieden ab. Die Organisation sieht darin zusätzlichen bürokratischen Aufwand und eine Belastung der ambulanten Versorgung.

Die KVN warnt davor, dass die geplanten Regelungen mehr Arztbesuche verursachen und die ohnehin angespannte Terminlage in den Praxen weiter verschärfen könnten.

KVN fordert Erhalt der Telefon-AU

Die Pläne gehen auf eine Einigung des Koalitionsausschusses von CDU und SPD zurück. Demnach sollen die telefonische Krankschreibung abgeschafft und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits ab dem ersten Krankheitstag eingeführt werden.

KVN-Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch kritisierte, dass die Politik einerseits Bürokratieabbau fordere, andererseits mit den geplanten Regelungen zusätzlichen Verwaltungsaufwand schaffe. Dies passe aus Sicht der KVN nicht zusammen.

KVN-Vize Thorsten Schmidt sprach sich für den Erhalt der telefonischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. Sie habe sich als sinnvolle Ergänzung zur ambulanten Versorgung bewährt und ermögliche es, bekannte Patientinnen und Patienten bei nicht schwerwiegenden Erkrankungen ohne unnötige Praxisbesuche zu versorgen. Dadurch würden Praxisteams entlastet und Infektionsrisiken reduziert.

Nach Einschätzung der KVN würden die geplanten Änderungen dagegen zusätzliche Arztkontakte verursachen, die medizinisch nicht zwingend erforderlich seien.

Sorge um die Patientenversorgung

Barjenbruch bezeichnete auch die geplante Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag als nicht sinnvoll. Karenztage entlasteten nach Auffassung der KVN das Gesundheitssystem, weil dadurch unnötige Arztbesuche vermieden würden.

Die Vereinigung befürchtet zudem, dass zusätzliche Termine die bereits angespannte Terminlage weiter verschärfen. Mehr Verwaltungsaufwand gehe zulasten der Behandlungszeit und führe zu längeren Wartezeiten sowie kürzeren Sprechstunden. Vor dem Hintergrund geplanter Honorarkürzungen durch weitere Gesetzesvorhaben bezeichnete Barjenbruch zusätzliche Leistungsanforderungen an die Praxen als widersprüchlich.

Ferienbeginn Niedersachsen

Ferienverkehr Niedersachsen: Sicherheitsaktion zum Ferienstart in Hannover

30. Juni 2026/in Niedersachsen

Im ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen standen Ablenkung am Steuer, Rettungsgasse und gute Vorbereitung im Mittelpunkt.

HANNOVER (redu) – Kurz vor dem Beginn der Sommerferien haben das Niedersächsische Innenministerium, der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt und mehrere Partner in Hannover für mehr Sicherheit auf den Straßen geworben. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktion stand der Ferienverkehr Niedersachsen mit seinen besonderen Herausforderungen für Reisende und Rettungskräfte.

Mit dem Ferienbeginn am Donnerstag wird auf den Autobahnen ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen erwartet. Die beteiligten Organisationen appellieren deshalb an Aufmerksamkeit, Rücksicht und eine gute Vorbereitung.

Ablenkung bleibt großes Risiko

Nur zwei Tage vor dem Ferienstart in Niedersachsen und Bremen haben Vertreter des Niedersächsischen Innenministeriums, des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt sowie weiterer Organisationen im ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen gemeinsame Empfehlungen für eine sichere Urlaubsreise vorgestellt. Ziel der Aktion ist es, Unfälle zu vermeiden und Reisende auf typische Risiken der Hauptreisezeit vorzubereiten.

Nach Einschätzung der Beteiligten wird in den kommenden Tagen mit längeren Fahrzeiten, vollen Autobahnen und Staus gerechnet. Wer seine Fahrt sorgfältig plant, genügend Zeit einplant und regelmäßige Pausen einlegt, könne Stress und gefährliche Situationen deutlich reduzieren. Ebenso gehören ausreichend Getränke, eine sichere Ladung und ein technischer Fahrzeugcheck vor Reisebeginn zu den wichtigsten Vorbereitungen.

Einen Schwerpunkt der Pressekonferenz bildete das Thema Ablenkung am Steuer. Gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe demonstrierte der ADAC anhand typischer Verkehrssituationen, wie schnell bereits wenige Sekunden Unaufmerksamkeit zu schweren Unfällen führen können.

Ergänzend zeigte die Landesverkehrswacht Niedersachsen einen Ablenkungssimulator. Dabei wurde deutlich, welche Auswirkungen Anrufe, Nachrichten auf dem Smartphone oder andere Tätigkeiten während der Fahrt auf das Reaktionsvermögen haben können.

Gute Vorbereitung erhöht die Sicherheit

Innenministerin Daniela Behrens appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, das Smartphone während der Fahrt konsequent liegen zu lassen, ausreichend Sicherheitsabstand einzuhalten sowie frühzeitig eine Rettungsgasse zu bilden. Rücksicht und Geduld seien insbesondere während des Ferienreiseverkehrs entscheidend.

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt empfiehlt Reisenden, vor der Abfahrt Warnwesten, Verbandskasten und Warndreieck zu überprüfen. Auch aktuelle Informationen zur Verkehrslage sowie mögliche Ausweichstrecken könnten helfen, entspannter ans Ziel zu gelangen.

Die Autobahn GmbH erinnerte daran, vor Stauenden genügend Abstand einzuhalten. Die Johanniter machten zugleich darauf aufmerksam, dass Einsatzfahrzeuge auf Einsatzfahrten häufig durch Unaufmerksamkeit oder fehlende Rettungsgassen behindert werden. Eine umsichtige Fahrweise trage deshalb wesentlich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei.

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