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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Heimische Weihnachtsbäume

Landesforsten bieten heimische Weihnachtsbäume an

5. Dezember 2025/in Niedersachsen

Regionale Bäume stammen aus Pflegearbeiten und nachhaltigen Kulturen.

BRAUNSCHWEIG (redu) – Mit Beginn der Adventszeit bieten die Landesforsten erneut heimische Weihnachtsbäume an. Die Festbäume stammen überwiegend aus Kulturen oder aus der Waldpflege. Fachleute betonen, dass ihr Entnehmen die Waldentwicklung nicht gefährdet und regionale Käufe Klima und Umwelt schonen.

Die Landesforsten erläutern, dass Weihnachtsbäume Teil regulärer Pflegeeingriffe sind und keine zusätzlichen Belastungen für geschädigte Waldflächen darstellen. Zugleich geben sie Hinweise, wie heimische Bäume möglichst lange frisch bleiben.

Weihnachtsbäume aus regionaler Pflege

Weihnachtsbäume stehen im Fokus vieler Haushalte, und die Landesforsten betonen, dass ihr Angebot die Waldentwicklung nicht beeinträchtigt. Das Fokuswort Weihnachtsbäume wird bewusst integriert. Viele Festbäume wachsen in Kulturen außerhalb des Waldes, andere fallen bei Pflegemaßnahmen an, die junge Bestände stabilisieren und Platz für Neupflanzungen schaffen.

Hinweise für lange Frische im Wohnzimmer

Während Forstleute geschädigte Flächen aufforsten, sorgen kurze Transportwege heimischer Bäume für Umweltvorteile. Die Landesforsten empfehlen eine kühle Lagerung im Wasser, einen frischen Anschnitt vor dem Aufstellen und ausreichenden Abstand zu Wärmequellen. Harzflecken lassen sich laut Forstleuten gut mit Speiseöl entfernen. Verkaufsorte und Termine sind online abrufbar.

Das Angebot der Landesforsten

Die Landesforsten bieten an verschiedenen Orten in Niedersachsen Weihnachtsbäume zum Verkauf an. Eine Übersicht über Verkaufsorte und Termine findet sich hier: https://www.landesforsten.de/nlf-spezial/weihnachtsbaeume-spezial-2/

 

Demo Symbolbild Polizeikette

Niedersachsen legt Lagebild zu Gewalt gegen Einsatzkräfte vor

3. Dezember 2025/in Niedersachsen

Ministerin Daniela Behrens besucht Leitstelle in Hameln und mahnt zu friedlichem Jahreswechsel.

HAMELN (redu) – Die Zahl der Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte bleibt in Niedersachsen hoch. Laut aktuellem Lagebild steigen die registrierten Angriffe erneut, während die Zahl der Verletzten leicht sinkt.

Das Innenministerium hat das Lagebild für 2024 veröffentlicht und zeigt darin eine Zunahme der registrierten Gewaltdelikte gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Der Besuch von Ministerin Daniela Behrens in Hameln unterstreicht die Bedeutung der Einsatzvorbereitungen zum Jahreswechsel. 

Besuch in der Leitstelle

Am 3. Dezember 2025 hat Niedersachsens Innenministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, die Kooperative Regionalleitstelle Weserbergland in Hameln besucht. Im Mittelpunkt standen die gemeinsame Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie die Einsatzvorbereitungen zum bevorstehenden Jahreswechsel. Die Ministerin hob hervor, wie wichtig die enge Abstimmung der Blaulichtorganisationen für einen reibungslosen Ablauf in der Silvesternacht ist. Dabei erinnerte sie daran, dass Gewalt gegen Einsatzkräfte weiterhin ein ernstes Thema bleibt.

Bewertung der Zusammenarbeit

Die Leitstelle Weserbergland gilt seit ihrer Gründung im Jahr 2008 als Vorreiterin der behördenübergreifenden Kooperation. Sie vereint Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste unter einem Dach und ermöglicht eine schnelle Steuerung von Einsätzen. Behrens betonte während ihres Besuchs, die Kooperation komme sowohl der Bevölkerung als auch den Einsatzkräften zugute. Sie machte deutlich, dass gegenseitige Unterstützung insbesondere in Situationen, die zu eskalieren drohen, entscheidend sei. Für den bevorstehenden Jahreswechsel appellierte sie, die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Zahlen des Lagebildes 2024

Das zeitgleich veröffentlichte Lagebild zeigt für das Jahr 2024 einen erneuten Anstieg der Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte. Insgesamt wurden 4.570 Gewaltdelikte registriert, 103 mehr als im Vorjahr. Besonders betroffen war die Polizei: Von insgesamt 10.460 Opfern entfielen 9.982 auf Polizeibeschäftigte. Auch bei Feuerwehren und Rettungsdiensten stiegen die Zahlen deutlich an. Bei der Feuerwehr wurden 83 Opfer verzeichnet, ein Plus von 30 Prozent. Bei den Rettungsdiensten lag die Zahl bei 395 und erreichte damit einen neuen Höchststand. Laut Bericht waren die Tatverdächtigen überwiegend erwachsene deutsche Männer, etwa die Hälfte stand unter Alkoholeinfluss.

Einschätzung der Ministerin

Behrens reagierte mit deutlichen Worten auf die Entwicklung. Sie betonte, dass die Zahl der Angriffe zu hoch sei und solche Taten nicht hingenommen werden dürften. Einsatzkräfte riskierten täglich ihre Gesundheit, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Ministerin sensibilisierte zudem für das Engagement der vielen Ehrenamtlichen in den Feuerwehren und Rettungsdiensten, die ebenfalls zunehmend betroffen sind.

Weniger Verletzte im Jahresvergleich

Während die Zahl der registrierten Delikte gestiegen ist, ging die Zahl der verletzten Einsatzkräfte leicht zurück. 2024 erlitten 1.601 Personen Verletzungen, 27 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Schwerverletzten sank von zehn auf drei. Das Innenministerium führt diese Entwicklung unter anderem auf organisatorische Maßnahmen und verbesserte Standards bei der Einsatzbegleitung zurück.

Maßnahmen des Landes

Das Ministerium verweist auf verschiedene Schritte, um Einsatzkräfte besser zu schützen. Zu Jahresbeginn 2024 wurde eine Koordinierungsstelle für Gewalt gegen nichtpolizeiliche Einsatzkräfte eingerichtet. Zudem arbeitet das Land an besseren Nachsorgeangeboten und plant ein Gesetz zur psychosozialen Notfallversorgung. Ausbildungsinhalte für Feuerwehr und Rettungsdienste werden fortlaufend angepasst, besonders im Bereich Deeskalation. Behrens berichtete außerdem, dass mit der Novelle des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes der künftige Einsatz von Bodycams auch in Wohnungen ermöglicht werden soll. Ziel sei ein besserer Schutz in emotional angespannten Einsatzlagen.

Appell zum Jahreswechsel

Zum Abschluss ihres Besuchs rief die Ministerin dazu auf, den bevorstehenden Jahreswechsel friedlich zu gestalten. Sie betonte, dass ausgelassenes Feiern möglich sei, solange Einsatzkräfte nicht behindert oder angegriffen würden. Der Funktionsfähigkeit der gemeinsamen Leitstelle komme an diesem Abend erneut besondere Bedeutung zu.

Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung

Niedersachsen startet Landeskoordinierungsstelle gegen Gewalt

25. November 2025/in Niedersachsen

Land stärkt Gewaltschutz und informiert zum Auftakt in Hannover.

HANNOVER (redu) – Niedersachsen hat am Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen eine neue Landeskoordinierungsstelle vorgestellt. Sie soll die Umsetzung der Istanbul-Konvention im Land bündeln und weiterentwickeln.

Am Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung die neue Landeskoordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention vorgestellt. Die Präsentation fand im Forum St. Joseph in Hannover statt. Mit der Einrichtung der Stelle erfüllt Niedersachsen eine Verpflichtung aus dem völkerrechtlichen Vertrag, der sich umfassend mit der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen befasst.

Die Istanbul-Konvention ist seit dem 1. Februar 2018 in Deutschland in Kraft. Sie verpflichtet alle Vertragsparteien, Maßnahmen zur Prävention, zur Bekämpfung von Gewalt, zum Schutz der Betroffenen und zur konsequenten Strafverfolgung umzusetzen. Die neu geschaffene Landeskoordinierungsstelle soll diese Aufgaben in Niedersachsen bündeln, begleiten und weiterentwickeln. Sie übernimmt damit zentrale Funktionen bei der Beobachtung, Bewertung und Umsetzung der im Vertrag beschriebenen Vorgaben.

Andrea Frenzel-Heiduk, stellvertretende Leiterin der Abteilung Frauen und Gleichstellung im Niedersächsischen Gleichstellungsministerium, betonte die Bedeutung des neuen Angebots. Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei eine Menschenrechtsverletzung, erklärte sie. Sie verursache körperliche und psychische Schäden und sei zugleich Ausdruck struktureller Ungleichbehandlung. Frenzel-Heiduk bezeichnete es als notwendig, das Thema sichtbar zu halten und sich auf allen Ebenen für den Schutz Betroffener einzusetzen. Die Einrichtung der Landeskoordinierungsstelle sei für sie ein wichtiger Schritt.

Niedersachsen verfügt bereits über ein umfangreiches Netzwerk im Bereich des Gewaltschutzes. Die neue Landeskoordinierungsstelle kann auf bestehende Strukturen und den Niedersächsischen Aktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, den sogenannten LAP IV, zurückgreifen. Ziel ist es, die vorhandenen Maßnahmen zu stärken und weitere Kooperationen zu fördern. Damit soll die Umsetzung der vertraglichen Vorgaben systematisch begleitet und unterstützt werden.

Die Auftaktveranstaltung in Hannover wurde durch zwei Fachvorträge ergänzt. Prof. Dr. Sabine Stövesand von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg stellte das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt e.V.“ vor. Es befasst sich mit der Bedeutung lokaler Präventionsansätze und ihrer Wirkung im Rahmen der Istanbul-Konvention. Der Vortrag richtete den Blick auf soziale, zivilgesellschaftliche und gemeinschaftliche Ebenen der Gewaltprävention.

Ein weiterer Beitrag kam von Annika Bremer vom Mädchenhaus Oldenburg. Sie thematisierte digitale Gewalt, die insbesondere Mädchen und junge Frauen in unterschiedlichen Formen betrifft. Dabei ging es um Online-Belästigungen, Bedrohungen und weitere Formen digitaler Übergriffe. Der Vortrag ergänzte die Diskussion um eine Perspektive, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, da digitale Kommunikationswege eine wichtige Rolle im Alltag junger Menschen spielen.

Im Anschluss hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich über weitere Projekte und Unterstützungsangebote zu informieren. Vorgestellt wurden unter anderem das Netzwerk ProBeweis, das sich mit der gerichtsfesten Beweissicherung nach gewalttätigen Übergriffern befasst. Zudem präsentierte sich das Sprachmittlungsprojekt „Worte helfen Frauen“, das Betroffenen bei Verständigungsproblemen Unterstützung bietet. Ergänzend dazu wurden das Modellprojekt zur psychosozialen Prozessbegleitung in Gewaltschutzverfahren und die KI-basierte App zur Gefährdungsanalyse „Lizzy“ vorgestellt.

Die Veranstaltung bot darüber hinaus Raum für Austausch und Vernetzung. Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern konnten sich zu bestehenden Herausforderungen und praktischen Ansätzen im Umgang mit Gewalt gegen Frauen austauschen. Die Landeskoordinierungsstelle will künftig eine zentrale Rolle im Zusammenspiel dieser Strukturen übernehmen und Maßnahmen nachhaltig unterstützen.

Mit der Einrichtung der Landeskoordinierungsstelle soll die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Niedersachsen weiter gestärkt werden. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für die Koordination bestehender und neuer Maßnahmen. Ihre Arbeit soll dazu beitragen, den Schutz von Frauen zu verbessern, Prävention zu fördern und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure zu vertiefen. Weitere Schritte sollen folgen, um eine verlässliche Umsetzung der Konvention sicherzustellen.

Schulwälder

Niedersachsen wird „Land der Schulwälder“

12. November 2025/in Niedersachsen

Über 85 Schulwälder bereits angelegt – neue Kooperation beschlossen.

HANNOVER/WENDEBURG (redu) Mit einer gemeinsamen Erklärung haben Politik, Verwaltung und Kommunen die Fortführung des Projekts „Schulwälder gegen den Klimawandel“ besiegelt. Die Unterzeichnung erfolgte am 7. November 2025 im Schulwald Wendeburg im Landkreis Peine.

Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung haben am Freitag, 7. November 2025, Partner aus Politik und Verwaltung die Fortsetzung des Projekts „Schulwälder gegen den Klimawandel“ beschlossen. Anlass war eine Pflanzaktion im Schulwald Wendeburg im Landkreis Peine, zu der rund 100 Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen gekommen waren.

An dem Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung Zukunft Wald, der Niedersächsischen Landesforsten, der Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt und Kultur sowie die kommunalen Spitzenverbände teil. Ziel der Vereinbarung ist es, das erfolgreiche Konzept weiterzuführen und neue Schulwälder im ganzen Land anzulegen.

Die Idee: Schulen pflanzen auf bereitgestellten Flächen eigene Wälder, die langfristig als „grüne Klassenzimmer“ genutzt werden. Eigentümerinnen und Eigentümer stellen Flächen zur Verfügung, während die Stiftung und die beteiligten Ministerien die fachliche und finanzielle Unterstützung sichern.

Miriam Staudte, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, betonte: „Die Verbindung von Wald und Bildung liegt mir besonders am Herzen. Das Projekt zeigt, wie Umweltbildung praxisnah gelingt – wenn junge Menschen den Wald erleben, wächst ihr Bewusstsein für Nachhaltigkeit.“

Auch Umweltminister Christian Meyer hob die Bedeutung hervor: „Bäume pflanzen in Form von Schulwäldern leistet einen praktischen Beitrag, um Schülerinnen und Schülern Klimaschutz und Naturverständnis näherzubringen. Bäume und Wälder sind unsere Superhelden – gut fürs Klima, für den Wasserhaushalt und als Lebensraum für viele Arten.“

Für die Kommunen sprach Dr. Joachim Schwind vom Niedersächsischen Landkreistag: „Der Begriff Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft. Das Projekt Schulwald verankert ihn nun auch in der Bildung. Kommunen helfen aktiv bei der Flächensuche und schaffen damit die Grundlage für schulisches Engagement.“

Kultusministerin Julia Hamburg ergänzte: „In Schulwäldern erleben Kinder unmittelbar, wie ihr Handeln die Zukunft verändern kann. So werden grüne Klassenzimmer zu Orten gelebter Nachhaltigkeit – passend zum Klimaschutzjahr 2026.“

Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten und Vorsitzender der Stiftung Zukunft Wald, erinnerte an die Anfänge: „Die Stiftung Zukunft Wald war vor 15 Jahren die richtige Entscheidung. Heute ist daraus eine landesweite Bewegung geworden, die Forst, Umweltbildung und gesellschaftliches Engagement verbindet.“

Elisabeth Hüsing, Direktorin der Stiftung Zukunft Wald, bezeichnete die Unterzeichnung als „wichtigen Meilenstein“: „Diese Erklärung ist ein großer Ansporn und Ausdruck echter Wertschätzung. Über 85 Schulwälder sind bereits entstanden – mit Unterstützung von Politik und Kommunen können künftig viele weitere Kinder ihren eigenen Wald pflanzen.“

Bei der Pflanzaktion in Wendeburg ergänzten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Wendeburg, der Oberschule Aueschule und des Julius-Spiegelberg-Gymnasiums Vechelde den bestehenden 1,2 Hektar großen Schulwald um rund 1.000 neue Setzlinge.

Das Projekt „Schulwälder gegen den Klimawandel“ besteht seit 2011. Mehr als 170 Schulen und Kindergärten in Niedersachsen beteiligen sich daran. Die Flächen, meist zwischen 0,5 und 2 Hektar groß, werden den Schulen für 30 Jahre zur Nutzung überlassen. Planung und Finanzierung der Pflanzungen übernimmt die Stiftung Zukunft Wald.

DRK fordert Zeitenwende im Bevölkerungsschutz – BGPress 1317571

DRK fordert Zeitenwende im Bevölkerungsschutz

8. November 2025/in Niedersachsen

Bei der DRK-Landesversammlung in Hannover rückt die Stärkung des Katastrophenschutzes in den Fokus.

HANNOVER (redu) – In HANNOVER haben Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes über die Zukunft des Bevölkerungsschutzes beraten. DRK-Präsident Hans Hartmann forderte auf der Landesversammlung eine „Zeitenwende auch im Katastrophenschutz“. Ministerpräsident Olaf Lies sicherte die Unterstützung des Landes zu.

Appell an Bund und Länder

Rund 150 Delegierte und Gäste kamen am 8. November 2025 zur Mitgliederversammlung des DRK-Landesverbandes Niedersachsen in Hannover zusammen. Unter ihnen befanden sich die Vertreter der 43 Kreisverbände, Ministerpräsident Olaf Lies sowie DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Folgen zunehmender Krisen und die Frage, wie sich Bevölkerungsschutz und Zivilschutz zukunftsfest gestalten lassen.

„Ein starker Bevölkerungsschutz ist unverzichtbar“

DRK-Landespräsident Hans Hartmann verwies in seiner Rede auf die wachsende Zahl von Krisen und Katastrophenlagen: „Geopolitische Spannungen, Angriffe auf Infrastruktur, Klimaextreme und Pandemien zeigen, wie verletzlich unsere Gesellschaft ist.“ Der Schutz der Bevölkerung sei daher keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Hartmann forderte eine klare Prioritätensetzung: „Die Zeitenwende darf nicht nur im militärischen Bereich stattfinden – sie muss auch im Katastrophenschutz und beim Ehrenamt ankommen.“

Unterstützung durch die Landesregierung

Ministerpräsident Olaf Lies betonte die Bedeutung des DRK als tragende Säule im niedersächsischen Rettungswesen, in der Wohlfahrtspflege und im Bevölkerungsschutz. „Mit fast 27.000 Beschäftigten und mehr als 20.000 Ehrenamtlichen ist das DRK unverzichtbar für Sicherheit und Zusammenhalt in unserem Land“, sagte Lies. Er verwies auf die bereits gestarteten Initiativen des Landes, um den Katastrophenschutz zu stärken. Dazu zählten Verbesserungen in der Ausstattung, die Schaffung eines sicherheitspolitischen Dialogforums und die enge Abstimmung mit den Hilfsorganisationen.

Krankenwagen Zivilschutz

Krankenwagen des ergänzenden Katastrophenschutzes mit seiner Außenbeladung. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Forderung nach stärkerem Engagement des Bundes

Lies mahnte, der Bund müsse seiner Verantwortung im Zivil- und Katastrophenschutz stärker gerecht werden. „Wir reden über moderne Transportwagen, Feldküchen, strategische Trinkwasser- und Kraftstoffversorgung – dafür braucht es bundesweite Investitionen“, sagte der Ministerpräsident. Niedersachsen werde sich weiterhin für bessere Rahmenbedingungen und mehr Mittel einsetzen.

Soziale Infrastruktur als Rückgrat der Gesellschaft

DRK-Generalsekretär Christian Reuter hob die soziale Dimension der Resilienz hervor. Angesichts steigender Kosten seien Nullrunden in der sozialen Infrastruktur gleichbedeutend mit Kürzungen. „Damit muss Schluss sein. Soziale Angebote sind das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts“, erklärte Reuter. Er sprach sich für attraktivere Freiwilligendienste aus und erinnerte daran, dass bei Überlegungen zu einem neuen Wehrdienst auch die zivile Ergänzung berücksichtigt werden müsse.

Pflegekräfte im Zivilschutz

Ein Beispiel für neue Wege präsentierte Hartmann mit einem Pilotprojekt des Landesverbands, das Pflegeunterstützungskräfte gezielt für Aufgaben im Zivilschutz qualifiziert. Angesichts des Fachkräftemangels und zunehmender Krisen sei eine Förderung solcher Programme dringend erforderlich. „Wer in Krisen an die Schwächsten denkt, der denkt an die Gesellschaft als Ganze“, sagte Hartmann.

Ausblick

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Landesversammlung zeigten sich einig, dass der Bevölkerungsschutz in Niedersachsen weiter gestärkt werden muss. Das DRK kündigte an, seine Ausbildungskapazitäten auszubauen und die Zusammenarbeit mit den Behörden zu vertiefen. Ziel sei es, Strukturen zu schaffen, die in Krisenfällen schneller, koordinierter und nachhaltiger reagieren können.

Gruppenfoto

Norddeutsche Länder starten gemeinsame Drohnenabwehr

8. November 2025/in Niedersachsen

Innenminister der Küstenländer legen Grundstein für integrierte Drohnenabwehr.

HANNOVER / HAMBURG (redu) – In HAMBURG haben die Innenministerinnen und Innenminister der fünf norddeutschen Küstenländer gemeinsam mit Vertretern von Bundeswehr, Polizei, Zoll sowie Wissenschaft und Wirtschaft das „Norddeutsche Kompetenzcluster Drohnenabwehr“ gestartet. Ziel ist der Aufbau einer abgestimmten, integrierten Strategie zur Erkennung und Abwehr von Drohnen über dem Norden Deutschlands.

Bei einer Auftaktveranstaltung in HAMBURG haben die Innenministerinnen und Innenminister sowie Innensenatoren der fünf norddeutschen Küstenländer gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Polizeien, der Bundeswehr, des Zolls sowie der Wissenschaft und Wirtschaft über die Stärkung der Drohnenabwehr beraten. Anlass sind vermehrte Drohnensichtungen über Häfen, Kasernen und anderen kritischen Infrastrukturen im Norden und bundesweit.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Aufbau eines gemeinsamen Lagebildes, neue technische Ansätze zur Detektion und Intervention sowie Kooperationsmöglichkeiten zwischen Polizei, Bundeswehr, Forschung und Wirtschaft. Ziel ist es, die Zusammenarbeit dauerhaft zu vernetzen und gemeinsame Standards zu entwickeln. Das Kompetenzcluster soll als Plattform für operative Kooperation und strategische Weiterentwicklung dienen.

Ein zentraler Punkt der Vereinbarung ist die Aufbereitung und Zusammenführung vorhandener Daten von Sicherheitsbehörden und Bundeswehr. Das gemeinsame Lagebild soll künftig Grundlage für Entscheidungen und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr sein. Zusätzlich wollen die Beteiligten den Austausch mit Forschungseinrichtungen über aktuelle Entwicklungen im Bereich Drohnendetektion und -abwehr intensivieren.

Auch konkrete Schritte wurden diskutiert: So sollen bestehende Systeme und Fähigkeiten besser kombiniert werden, um den Schutz über Ländergrenzen hinweg zu verbessern. Die Veranstaltung in Hamburg ging auf eine Vereinbarung der norddeutschen Innenministerkonferenz im Juli dieses Jahres zurück.

Hamburgs Innensenator Andy Grote betonte, dass der Norden bei der Drohnenabwehr eine Vorreiterrolle übernehmen wolle. „Das Norddeutsche Kompetenzcluster ist ein wichtiger Schulterschluss zur Entwicklung einer gemeinsamen, integrierten Drohnenabwehrstrategie“, sagte Grote. Nur durch abgestimmtes Vorgehen und den Austausch von Informationen könne eine wirksame Abwehr aufgebaut werden.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hob die Dringlichkeit hervor: „Die stark gestiegene Zahl der Sichtungen zeigt, wie dringend wir eine effektive Drohnenabwehr brauchen.“ Niedersachsen habe dafür bereits sieben Millionen Euro im Haushalt vorgesehen. Gleichzeitig forderte sie den Bund auf, ein gemeinsames Konzept mit der Bundeswehr zu erarbeiten.

Christian Pegel, Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, bezeichnete die Initiative als entscheidenden Schritt zu einer abgestimmten sicherheitspolitischen Reaktion. „Wir dürfen nicht länger nebeneinander arbeiten, wenn Bedrohungen längst über Landesgrenzen hinweg wirken“, sagte Pegel. Die Kooperation mit Bund und Ländern sei ein Beleg, wie Fortschritt durch Austausch und gemeinsame Verantwortung gelingen könne.

Schleswig-Holsteins Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack sprach von einem „strategisch wichtigen Meilenstein“. Schleswig-Holstein trage aufgrund seiner Infrastruktur und maritimen Lage besondere Verantwortung. „Nur durch enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Sicherheitsbehörden und Bundeswehr können wir unsere Resilienz nachhaltig erhöhen“, betonte sie.

Daniela Behrens

Niedersachsen legt neues Lagebild zur Organisierten Kriminalität-Bekämpfung vor

3. November 2025/in Niedersachsen

Wahlmann und Behrens loben Erfolge bei der Zerschlagung krimineller Strukturen.

HANNOVER (redu) – Niedersachsen hat das Lagebild „Organisierte Kriminalität 2024“ vorgestellt. Die Zahlen zeigen, dass Polizei und Justiz die Bekämpfung auf konstant hohem Niveau fortsetzen. Besonders erfolgreich war die Vermögensabschöpfung: 7,5 Millionen Euro wurden eingezogen – die höchste Summe seit 2020.

Die niedersächsische Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann und Innenministerin Daniela Behrens haben am 3. November 2025 in Hannover das Lagebild „Organisierte Kriminalität in Niedersachsen 2024“ vorgestellt. Es zeigt, dass die Ermittlungs- und Bekämpfungsarbeit auf hohem Niveau fortgesetzt wird.

Im Jahr 2024 führten Polizei und Justiz in Niedersachsen 82 Verfahren zur organisierten Kriminalität, davon 65 durch die Polizei. Weitere Ermittlungen liefen über Bundesbehörden wie BKA, Zoll und Bundespolizei. Die meisten Fälle betrafen den internationalen Rauschgifthandel. Insgesamt wurden 712 Tatverdächtige aus 50 Staaten ermittelt, fast die Hälfte davon mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Der Gesamtschaden der organisierten Kriminalität lag 2024 bei rund 18,26 Millionen Euro und damit deutlich unter den Vorjahren. Gleichzeitig stiegen die Gewinne der Tätergruppen um rund 12 Millionen Euro. Rund 7,5 Millionen Euro an illegalen Vermögenswerten konnten durch Ermittlungen eingezogen werden. Mit einer Abschöpfungsquote von 27,6 Prozent erreichte Niedersachsen den höchsten Wert seit 2020.

Justizministerin Wahlmann betonte: „Die Entziehung der Gelder der organisierten Kriminalität ist entscheidend. Wir nehmen den Tätern ihre Grundlage und schützen zugleich die legale Wirtschaft vor illegalen Einflüssen.“

Im Bundesvergleich liegt Niedersachsen bei der Zahl der OK-Verfahren erneut auf Platz zwei. Innenministerin Behrens hob hervor, dass Polizei und Justiz „mit Professionalität und Konsequenz gegen kriminelle Strukturen vorgehen“. Die Vermögensabschöpfung zeige, „dass wir die Täter dort treffen, wo es am meisten weh tut – bei ihren Gewinnen“.

Schwerpunkte der OK

Schwerpunktmäßig befassten sich die Ermittlungen mit internationalem Rauschgifthandel, Clankriminalität, Cybercrime und kryptierter Kommunikation. Besonders im Bereich Drogenhandel arbeitet Niedersachsen eng mit Bundesbehörden und internationalen Partnern zusammen. Der Seehandel und die Nutzung digitaler Vertriebswege spielen dabei eine zentrale Rolle.

Im Rahmen des EU-Projekts INOK („Infiltration der Nordseehäfen durch OK-Strukturen“) konnte die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Hafensicherheit und Privatwirtschaft verbessert werden. Die Maßnahmen tragen zur Eindämmung der sogenannten Hafeninnentäterproblematik bei.

Digitale Kommunikation und Cybercrim

Ein wachsender Ermittlungsbereich bleibt die Nutzung verschlüsselter Kommunikationsdienste. 2024 spielte kryptierte Kommunikation in 16 Verfahren eine Rolle. Die Auswertung von EncroChat- und SkyECC-Daten erfordert erhebliche technische Kapazitäten. Behrens forderte bundesweit klare rechtliche Grundlagen für den Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation.

Im Bereich Cybercrime liefen vier Verfahren mit OK-Bezug. Viele digitale Delikte erfüllten jedoch nicht die strengen OK-Kriterien. Wahlmann kündigte die Gründung einer landesweiten Zentralstelle Cybercrime an, die ab Juni 2026 ihre Arbeit aufnehmen soll.

Rückgang bei Geldautomatensprengungen

Dank einer landesweiten Task-Force und gezielter Ermittlungen konnte die Zahl der Geldautomatensprengungen 2024 deutlich gesenkt werden. Wahlmann lobte die Arbeit der Zentralstelle Osnabrück: „Nur wenn auch die Hintermänner ermittelt und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, bleibt der Erfolg nachhaltig.“

Neue Strukturen zur OK-Bekämpfung

Zur besseren Vernetzung der Polizeidienststellen wurde 2024 eine niedersächsische OK-Plattform eingerichtet. Sie dient dem frühzeitigen Erkennen und gezielten Vorgehen gegen überregionale Brennpunkte. Nach Einschätzung des Innenministeriums hat sich diese Form der Zusammenarbeit bereits bewährt.

Behrens erklärte: „Organisierte Kriminalität verändert sich rasant. Unsere Antwort ist eine stärkere Vernetzung und der Einsatz moderner Ermittlungsstrategien. So bleiben wir handlungsfähig und effektiv.“

Drehleiter der Feuerwehr Celle speziell für die Altstadt

Nächtlicher Brand in Celles Altstadt – sieben Personen betroffen

26. Oktober 2025/in Niedersachsen

Wohnungsbrand in der Zöllnerstraße – 100 Einsatzkräfte im Einsatz.

CELLE (redu) – In der Nacht zu Sonntag kam es in der Celler Altstadt zu einem Wohnungsbrand. Sieben Personen waren betroffen, vier wurden durch die Feuerwehr gerettet.

Am Sonntag um 1:38 Uhr wurde die Feuerwehr Celle zu einem Wohnungsbrand in die historische Altstadt alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte es im Erdgeschoss eines Fachwerkhauses. Das Gebäude besteht aus vier Geschossen, im Erdgeschoss befindet sich ein Gastronomiebetrieb. Mehrere Personen waren in den oberen Etagen eingeschlossen, die Lage zunächst unübersichtlich.

Unverzüglich leitete die Feuerwehr die Menschenrettung ein. Ein Trupp ging über eine tragbare Leiter in das zweite Obergeschoss vor, wo drei Personen betreut und anschließend über eine Drehleiter gerettet wurden. Eine weitere Person wurde über den Treppenraum in Sicherheit gebracht. Insgesamt konnten vier Personen durch die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden. Eine Person hatte sich bereits selbst in Sicherheit gebracht. Zwei weitere hatten sich in das Haus begeben, um andere zu warnen. Insgesamt waren sieben Personen betroffen. Laut Feuerwehr musste niemand in ein Krankenhaus gebracht werden.

Parallel zur Menschenrettung begann die Brandbekämpfung. Ein Trupp unter Atemschutz ging in das Erdgeschoss vor, wo die Küche des Gastronomiebetriebs in Vollbrand stand. Das Feuer konnte mit einem C-Rohr gelöscht werden. Eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile wurde verhindert. Zwei Gasflaschen wurden aus dem Gebäude gebracht und im Freien gekühlt.

Nach Abschluss der Löscharbeiten führten die Einsatzkräfte umfangreiche Nachlöscharbeiten durch. Insgesamt kamen drei Trupps unter Atemschutz zum Einsatz. Zwei Drehleitern wurden in Stellung gebracht – eine DLA(K) 23/12 in der Zöllnerstraße und eine DLK 12/9, die speziell für die engen Gassen der Altstadt ausgelegt ist, in der Rabengasse.

Zur Brandursache konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Die letzten Einsatzkräfte verließen die Einsatzstelle gegen 2:30 Uhr.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Celle-Hauptwache und Groß Hehlen, die Führungsgruppe Einsatzleitung der Stadtfeuerwehr, die Logistik-Gruppe, der Rettungsdienst und die Polizei. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen vor Ort.

Sommerzeit endet

Zeitumstellung in der Nacht zum Sonntag

22. Oktober 2025/in Niedersachsen

Es mal wieder so weit. Uhrenkontrolle am 26. Oktober.

Hannover (redu)  – In der Nacht von Samstag, 25. Oktober, auf Sonntag, 26. Oktober 2025, endet die Sommerzeit. Um 3:00 Uhr werden die Uhren auf 2:00 Uhr zurückgestellt – und damit beginnt offiziell die Winterzeit.

Am Sonntag, den 26. Oktober 2025, ist es wieder so weit: Die Menschheit unternimmt ihren halbjährlichen Zeitsprung – diesmal zurück in die Vergangenheit. Um 3:00 Uhr wird die Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt. Das bedeutet: Eine Stunde länger schlafen, länger feiern oder länger ratlos auf den Backofen starren, weil der sich mal wieder nicht automatisch umstellt.

Während Nachteulen jubeln und Frühaufsteher sich fragen, warum es plötzlich schon beim Frühstück dämmert, dreht sich die Welt einfach weiter – nur ein bisschen verschlafener. Auch die Technik ist gespalten: Smartphones wissen Bescheid, Armbanduhren nicht, und die Mikrowelle lebt sowieso in ihrer eigenen Zeitzone.

Also: Nutzt die gewonnene Stunde weise! Schlaft, frühstückt doppelt oder diskutiert endlich zu Ende, warum wir das eigentlich immer noch machen.

Warum immer noch diese leidige Umstellung?

Hier ist der Stand der Dinge:

  1. EU-weiter Beschluss 2019:

    • Das Parlament sprach sich für ein Ende der Zeitumstellung ab 2021 aus.

    • Jedes Land sollte selbst entscheiden, welche Zeit es dauerhaft beibehalten möchte.

  2. Aber:

    • Der EU-Rat (also die Mitgliedsstaaten) konnte sich nicht einigen.

    • Länder wie Spanien, Frankreich oder Finnland tendieren zur Sommerzeit, andere – darunter auch Deutschland – zur Normalzeit.

    • Solange es keine gemeinsame Lösung gibt, bleibt alles wie bisher, um ein Zeit-Chaos in Europa zu vermeiden.

  3. Aktuell bedeutet das:

    • Die Uhren werden weiterhin jedes Frühjahr (letzter Sonntag im März) vorgestellt und jeden Herbst (letzter Sonntag im Oktober) zurückgestellt.

Das Thema ist also nicht vergessen, aber auf EU-Ebene schlicht eingefroren.

Übergabe Katastrophenschutzfahrzeuge

Niedersachsen stärkt Katastrophenschutz mit 56 Fahrzeugen

11. Oktober 2025/in Niedersachsen

Innenministerin Behrens übergibt moderne Fahrzeuge an Katastrophenschutzeinheiten.

CELLE (redu) – Innenministerin Daniela Behrens hat am Samstag 56 neue Einsatzfahrzeuge für den Katastrophenschutz in Niedersachsen übergeben. Mit rund 15,9 Millionen Euro investiert das Land in moderne Technik, um auf Extremwetter und Krisen besser vorbereitet zu sein.

Auf dem Ausbildungs- und Trainingsgelände des Landesamts für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle-Scheuen hat Innenministerin Daniela Behrens 56 neue Einsatzfahrzeuge in den Landesdienst gestellt. Vor rund 150 Gästen betonte Behrens die Bedeutung moderner Ausstattung angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und der europäischen Sicherheitslage. „Es muss gemeinsames Ziel von Land, Kommunen und Trägern sein, den Katastrophenschutz anzupassen und zeitgemäß auszustatten“, sagte sie.

Das Land Niedersachsen hat für die Beschaffung der Fahrzeuge rund 15,9 Millionen Euro investiert. Sie sollen die kommunalen Katastrophenschutzeinheiten gezielt unterstützen. Die Ministerin informierte sich in Celle-Scheuen über die neue Ausstattung und sprach mit Vertreterinnen und Vertretern von Behörden und Einsatzkräften über Ausbildung und Einsatzvorbereitung.

Von den 56 Fahrzeugen gehören 24 zu vier sogenannten GFFF-V-Einheiten („ground forest fire fighting using vehicles“). Diese sind auf die Bekämpfung von Vegetationsbränden spezialisiert und verfügen über Tanklöschfahrzeuge vom Typ „CCFM 3000“, die durch kompakte Bauweise besonders geländegängig sind. Die Fahrzeuge sind bereits in süd- und westeuropäischen Ländern etabliert und ermöglichen auch internationale Hilfeleistungen im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus.

Jede Einheit umfasst vier Löschfahrzeuge, ein geländefähiges Führungsfahrzeug sowie einen Gerätewagen mit spezieller Ausstattung wie mobilen Wasserbehältern, Schlauchmaterial und Handwerkzeugen. Die Investition in diese Einheiten beläuft sich auf rund 8,5 Millionen Euro. Seit 2022 wurden die GFFF-V-Einheiten in den Landkreisen Celle, Gifhorn, Goslar, Göttingen, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen aufgebaut.

Bereits in der Aufstellungsphase kamen Teilkomponenten der Einheiten in Frankreich und Spanien zum Einsatz. Auch in Niedersachsen, etwa im Harz, wurden sie bereits genutzt.

Die weiteren 32 Fahrzeuge gehören acht sogenannten „Führungszügen Land“ an. Diese bestehen aus Führungs- und Kommunikationskraftwagen, Anhängern „Führung und Lage“, Mannschaftstransportwagen und Logistikfahrzeugen. Sie bilden mobile Führungsstellen, die bei großflächigen Katastrophenlagen eingesetzt werden können. Das Land investierte in diese Züge rund 7,4 Millionen Euro.

Die Fahrzeuge sind landesweit verteilt – von Göttingen bis Wilhelmshaven, vom Emsland bis ins Wendland. In Katastrophenlagen stellen die Führungszüge die Verbindung zwischen den örtlichen Behörden und dem Kompetenzzentrum Großschadenslagen im Innenministerium her. So können Informationen schneller und gezielter weitergegeben werden.

„Mit der mobilen Führungsstelle ist es uns möglich, nahezu überall unabhängig von örtlicher Infrastruktur zu arbeiten“, erklärte Behrens. Die Züge könnten niedersächsische Einsatzkräfte bei Einsätzen in anderen Bundesländern führen oder lokale Stäbe unterstützen.

Im Rahmen der Veranstaltung in Celle-Scheuen überreichte die Ministerin zudem die französische Medaille „Sécurité Intérieure“ an Jan Südmersen vom Verein @fire e.V. Er wurde für seinen Einsatz beim GFFF-V-Modul DE 1 während der Waldbrände in Frankreich 2022 geehrt.

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