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Pflegebedarf

Pflegebedarf in Hannover wächst stark bis 2042

6. Juni 2025/in Hannover

Stadt Hannover rechnet mit 6.300 zusätzlichen Pflegefällen bis 2042.

HANNOVER (redu). Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Hannover wird bis 2042 voraussichtlich um über 16 Prozent steigen. Die Stadt reagiert mit dem Ausbau sozialer Angebote in den Quartieren, um die Versorgung im Alter sicherzustellen und Angehörige zu entlasten.

Die Landeshauptstadt Hannover erwartet bis zum Jahr 2042 einen deutlichen Anstieg der Pflegebedürftigkeit unter ihren Einwohnerinnen und Einwohnern. Laut einem aktuellen Bericht der städtischen Koordinierungsstelle Sozialplanung wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in diesem Zeitraum um etwa 6.300 Personen zunehmen – ein Plus von 16,5 Prozent. Die Zahl würde damit von 38.149 (Stand Ende 2023) auf rund 44.450 steigen.

Grund für diese Entwicklung ist vor allem die demografische Alterung. Bereits seit Einführung der Pflegeversicherung Mitte der 1990er-Jahre ist ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten. 2007 lag die Zahl der Pflegebedürftigen in Hannover noch bei rund 14.300, inzwischen hat sie sich nahezu verdreifacht. Parallel dazu stieg die Pflegequote – also der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung – von 2,8 auf 6,9 Prozent.

Mehrheit lebt zu Hause

Ein zentrales Ergebnis des Berichts: Die überwiegende Mehrheit der Pflegebedürftigen in Hannover lebt weiterhin im eigenen Haushalt. Ende 2023 wurden rund 83 Prozent der Betroffenen zu Hause versorgt. Im Vergleich: 2007 waren es noch rund 60 Prozent. Nur noch 17 Prozent leben heute in stationären Einrichtungen.

Auffällig ist die Zunahme häuslicher Pflege ohne professionelle Unterstützung. Fast 22.400 Personen wurden 2023 ausschließlich durch Angehörige oder enge Bezugspersonen gepflegt – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2021, als es noch rund 15.400 waren.

Quartierszentren als präventive Maßnahme

Um dieser Entwicklung zu begegnen, hat die Stadt bereits 2023 mit dem Aufbau einer sozialen Infrastruktur in den Quartieren begonnen. Ziel ist es, älteren Menschen wohnortnahe Unterstützung zu bieten. Dazu gehören Angebote wie individuelle Beratung, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen oder gemeinsame Mittagstische. Diese werden oft ehrenamtlich organisiert und erfreuen sich laut Sozialdezernentin Sylvia Bruns großer Beliebtheit – insbesondere bei älteren Menschen mit geringem Einkommen.

„Mit den Quartierszentren erleichtern wir vielen Menschen das Leben zu Hause“, so Bruns. Auch für Angehörige entstehen neue Angebote, etwa mobile Pflegeberatung in Apotheken.

Angehörige als Hauptpflegekräfte

Die städtische Analyse zeigt, dass die häusliche Pflege in Hannover überwiegend von Angehörigen übernommen wird. Rund 32.000 Menschen kümmern sich nach dieser Schätzung regelmäßig um pflegebedürftige Familienmitglieder oder Bekannte – deutlich mehr als die 13.250 Personen, die Ende 2023 in der professionellen Pflege tätig waren (7.250 in ambulanten Diensten, 6.000 in Pflegeheimen).

Diese Entwicklung stellt eine wachsende Herausforderung dar. Die Belastung für pflegende Angehörige nimmt zu, während gleichzeitig das Potenzial an professionellen Pflegekräften begrenzt ist. Der Fachkräftemangel und die abnehmende Zahl jüngerer Menschen verschärfen die Situation zusätzlich.

Prognose in drei Phasen

Die Bevölkerungsprognose bis 2042 gliedert sich in drei Phasen. Zunächst wird bis Ende der 2020er-Jahre ein weiterer, wenn auch moderater Anstieg von rund 1.300 zusätzlichen Pflegebedürftigen erwartet. In den frühen 2030er-Jahren stabilisiert sich die Entwicklung vorübergehend, da geburtenschwächere Jahrgänge ins pflegerelevante Alter kommen.

Mit Beginn der 2040er-Jahre wird ein erneuter, starker Anstieg prognostiziert: Dann erreicht die geburtenstarke Babyboomer-Generation das Alter, in dem Pflegebedarf häufig zunimmt. Für diesen Zeitraum wird der stärkste Zuwachs erwartet.

Die Stadt sieht darin ein klares Signal: Bereits heute müsse verstärkt in soziale Angebote investiert werden, um Versorgungslücken in Zukunft zu vermeiden. „Die Prognosezahlen machen deutlich, dass sich bereits heute spürbare Engpässe in der Versorgung in den kommenden Jahren verdichten könnten“, erklärt Sozialdezernentin Bruns. Eine präventive, wohnortnahe Unterstützung könne dazu beitragen, die Selbstständigkeit älterer Menschen möglichst lange zu erhalten.

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