Schwerlasttransport von Airbus darf durch Schutzgebiet rollen
Absenkung des Rumpfes und Hochbinden von Ästen ermöglichen Transport ohne Baumschäden.
REGION HANNOVER (redu). Der geplante Transport eines ausrangierten Airbus A310 in den Serengeti Park kann ohne naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erfolgen. Grund ist ein Verfahren, das Schäden an Bäumen im Landschaftsschutzgebiet verhindert.
Region Hannover erlaubt Airbus-Transport in Serengeti Park ohne Genehmigungspflicht
Für den geplanten Schwerlasttransport eines Airbus A310 in den Serengeti Park gibt es keine naturschutzrechtlichen Einwände mehr seitens der Region Hannover. Möglich wird dies durch ein technisch angepasstes Transportverfahren, das den Schutz des Landschaftsschutzgebiets (LSG) gewährleistet.
Rumpfabsenkung und Baumschonung
Das Flugzeug wird auf eine Transporthöhe von 5,90 Metern abgesenkt. Ursprünglich lag die Höhe bei 6,80 Metern. In Kombination mit der sogenannten „Reverse Rigging“-Methode, bei der Baumäste entlang der Route hochgebunden werden, soll das Verfahren Schäden an der Vegetation verhindern. Dies bestätigte ein Praxistest mit einem maßstabsgetreuen Modell des Rumpfes auf der vorgesehenen Strecke.
Abschluss der naturschutzrechtlichen Prüfung
Da durch das neue Verfahren keine Beeinträchtigungen mehr für das LSG zu erwarten sind, ist laut Region Hannover keine Ausnahmegenehmigung nach Naturschutzrecht mehr erforderlich. Umweltdezernent Jens Palandt betont, dass die Lösung in enger Abstimmung mit dem Serengeti Park, der Gemeinde und Naturschutzorganisationen wie dem NABU entwickelt wurde. Alle Beteiligten konnten sich im Praxistest vom Schutz der Bäume überzeugen.
Zeitlicher Rahmen und Einschränkungen
Außerhalb des Landschaftsschutzgebiets könnten dennoch Rückschnitte an Bäumen notwendig sein. Aus diesem Grund ist ein Transport frühestens ab dem 1. Oktober 2025 – nach Ende der Brut- und Setzzeit – möglich. Etwaige Astschnitte würden zudem Ausgleichsmaßnahmen nach sich ziehen.