INTERSCHUTZ Hannover: PSA 2026 zeigt neue Schutztechnologien
Von Sensorik bis Leichtbau: Schutzkleidung für Einsatzkräfte wird intelligenter.
HANNOVER (redu) – Die INTERSCHUTZ 2026 zeigt vom 1. bis 6. Juni in Hannover neue Entwicklungen der Persönlichen Schutzausrüstung. Moderne PSA kombiniert Schutz vor Hitze und Schadstoffen mit Sensorik, Ergonomie und digitalen Funktionen für Einsatzkräfte.
Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die Einsatzkräfte bei längeren und komplexeren Einsätzen besser schützen und gleichzeitig körperlich entlasten.
Die INTERSCHUTZ 2026 in Hannover stellt die Weiterentwicklung der Persönlichen Schutzausrüstung in den Mittelpunkt. PSA wird zunehmend zur technologisch vernetzten Sicherheitslösung, die Schutz, Komfort und digitale Funktionen verbindet.
Projektleiter Thilo Horstmann betont, dass moderner Bevölkerungsschutz nur möglich sei, wenn auch Einsatzkräfte optimal ausgestattet sind. Neue Materialien sollen extremer Hitze standhalten und gleichzeitig leichter sowie flexibler sein, um die Belastung zu reduzieren.
Smarte Systeme und neue Materialien
Ein zentraler Trend ist die Integration von Sensorik in die PSA. Vernetzte Systeme liefern Echtzeitdaten direkt ins Sichtfeld der Einsatzkräfte und verbessern so die Lageeinschätzung in kritischen Situationen.
Auch die Materialentwicklung spielt eine entscheidende Rolle. Leichte und ergonomische Ausrüstung wird wichtiger, da Einsätze – etwa bei Vegetationsbränden – länger dauern und physisch fordernder sind.
Hersteller setzen zudem auf modulare Systeme, die Schutz, Kommunikation und digitale Funktionen kombinieren. Ziel sind Lösungen, die sich flexibel an unterschiedliche Einsatzlagen anpassen lassen.
Entwicklung von Schutzanzug bis Stiefel
Die klassische Feuerwehrbekleidung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Seit Einführung der Norm EN 469 Mitte der 1990er Jahre gilt moderne Schutzkleidung als deutlich funktionaler und vielseitiger.
Heute verfügen Schutzanzüge über mehr Ausstattungsmerkmale und werden zunehmend individuell angepasst. Neben Sicherheitsaspekten gewinnen Design und Identifikation – etwa durch individuelle Kennzeichnungen – an Bedeutung.
Auch bei Schuhen wächst der Anspruch an Passform und Verschlusssysteme. Neue Materialien verbinden geringes Gewicht mit hoher Widerstandsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit.
Hochleistungsfasern im Praxistest
Im Bereich der Textiltechnologie stehen hitzebeständige und robuste Fasern im Fokus. Materialien wie Nomex und Kevlar bieten Schutz vor Flammen, Hitze und mechanischen Belastungen.
Auf dem Messegelände werden diese Eigenschaften unter realitätsnahen Bedingungen getestet. Ein spezieller Dummy mit Sensoren misst bei einer Flammenbelastung, wie viel Hitze durch die Schutzkleidung dringt und welche Verletzungen entstehen könnten.
Die Ergebnisse solcher Tests liefern wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung moderner PSA und deren Einsatzfähigkeit im Ernstfall.




















