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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

ABC-Einsatz in Lehrte

ABC-Einsatz Lehrte: Gefahrgutalarm nach Brand in Wechselbrücke

6. Juni 2026/in Region Hannover

Rauch, austretende Flüssigkeit und ein Brand in einer Wechselbrücke lösten einen stundenlangen Großeinsatz aus.

LEHRTE (redu) – Ein ABC-Einsatz Lehrte hat am frühen Samstagmorgen auf dem Gelände einer Spedition an der Europastraße einen Großeinsatz ausgelöst. Aus einer Wechselbrücke traten eine unbekannte Flüssigkeit und Rauch aus. Später entwickelte sich ein Brand. Rund 110 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

Die Einsatzlage entwickelte sich innerhalb weniger Stunden von einer Erkundung zu einem umfangreichen Gefahrguteinsatz mit Spezialkräften aus der gesamten Region Hannover Ost.

Bereits um 3:56 Uhr wurden die Ortsfeuerwehr Lehrte sowie der Gerätewagen-Messtechnik aus Höver zu einer ABC-Erkundung alarmiert. Mitarbeiter einer Spedition hatten weißen Rauch und eine austretende transparente Flüssigkeit an einer Wechselbrücke bemerkt. Das Material verursachte einen stechenden Geruch.

Vor Ort bestätigten die Einsatzkräfte die Lage. Zudem reagierte die Flüssigkeit beim Kontakt mit dem Boden und bildete Blasen. Daraufhin erhöhte die Einsatzleitung die Alarmstufe auf ABC 1. Die betroffene Lagerhalle wurde geräumt und das Gelände weiträumig abgesperrt.

Unbekannte Reaktion in Wechselbrücke

Anhand der Ladepapiere konnten mehrere transportierte Chemikalien identifiziert werden. Keiner der aufgeführten Stoffe passte jedoch zum beobachteten Schadensbild. Während Einsatzkräfte in Chemikalienschutzanzügen die Flüssigkeit mit Bindemittel abstreuten, erkundete eine Drohne die Wechselbrücke.

ABC-Einsatz Lehrte: Gefahrgutalarm nach Brand in Wechselbrücke – ABC2 Wechselbruecke Lehrte2

Gefahrlose Fernaufklärung mit einer Drohne © Feuerwehr Lehrte

Dabei wurde eine Wärmeentwicklung im Inneren festgestellt. Die Wechselbrücke wurde daraufhin mit Unterstützung der Spedition vom Gebäude wegbewegt. Wegen der zunehmenden Gefahr erhöhte die Einsatzleitung die Alarmstufe auf ABC 2 und alarmierte den gesamten Gefahrgutzug der Region Hannover Ost.

Gefahrgutzug unterstützt Löscharbeiten

Nach dem Öffnen der Wechselbrücke verstärkte sich die Rauchentwicklung deutlich. Kurz darauf wurden erste Flammen sichtbar. Die Feuerwehr leitete einen intensiven Löscheinsatz ein und setzte neben Pulver auch Schaum ein. Die eingesetzten Trupps arbeiteten dabei weiterhin unter Chemikalienschutz.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner zeitweise aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zusätzlich rückten ein Teleskoplader der Berufsfeuerwehr Hannover sowie die SEG Lehrte/Burgdorf des Deutschen Roten Kreuzes an.

Mit dem Teleskoplader wurde die Wechselbrücke schrittweise entladen. Dadurch konnten die Einsatzkräfte den Brand zunehmend unter Kontrolle bringen. Nachdem die Ladung vollständig entfernt worden war, meldete die Feuerwehr „Feuer aus“. Die Warnung für die Bevölkerung wurde anschließend aufgehoben.

Gegen 11 Uhr stand fest, dass von der Wechselbrücke und dem Brandgut keine akute Gefahr mehr ausging. Die Einsatzstelle wurde an die Verantwortlichen der Spedition übergeben. Nach Angaben der Feuerwehr konnte nicht abschließend geklärt werden, welche Chemikalien die Reaktion und den Brand ausgelöst hatten. Verletzt wurde niemand. Angaben zur Schadenshöhe liegen nicht vor.

Verkehrsunfall LKW in Lehrte

Parallele Einsätze in Lehrte: Feuerwehr bei drei Alarmierungen gleichzeitig gefordert

5. Juni 2026/in Region Hannover

Mehrere Einsatzorte innerhalb kurzer Zeit verlangten am Freitag eine koordinierte Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

LEHRTE (redu) – Mehrere nahezu zeitgleiche Alarmierungen haben am Freitag die Ortsfeuerwehren Lehrte und Ahlten gefordert. Unter dem Einsatzstichwort Parallele Einsätze in Lehrte mussten die Kräfte einen Rettungsdiensteinsatz sowie zwei Verkehrsunfälle auf der Landesstraße 385 und der Autobahn 2 bewältigen.

Innerhalb kurzer Zeit waren Einsatzkräfte an mehreren Stellen im Stadtgebiet und auf wichtigen Verkehrsachsen rund um Lehrte gefordert. Die Ereignisse zeigten die Bedeutung einer flexiblen Einsatzorganisation und einer engen Zusammenarbeit aller beteiligten Hilfsorganisationen.

Am Freitagnachmittag begann die Serie der Alarmierungen mit einer Anforderung der Drehleiter der Ortsfeuerwehr Lehrte zur Unterstützung des Rettungsdienstes im Stadtgebiet. Während sich die Einsatzkräfte bereits in diesem Einsatz befanden, wurden die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Ahlten zu einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 385 alarmiert.

Unfall an Ampelkreuzung zwischen Ahlten und Lehrte

Im Bereich der Ampelkreuzung der Landesstraße 385 zwischen Ahlten und Lehrte waren zwei Pkw zusammengestoßen. Die Feuerwehr übernahm unmittelbar nach ihrem Eintreffen die Absicherung der Einsatzstelle und stellte den Brandschutz sicher.

Darüber hinaus führten die Einsatzkräfte das Batteriemanagement an den beteiligten Fahrzeugen durch, um mögliche Gefahren durch beschädigte elektrische Systeme auszuschließen. Ausgelaufene Betriebsstoffe wurden abgestreut und aufgenommen, um eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu verhindern.

Eine verletzte Person wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes von Feuerwehrkräften betreut. Anschließend übernahmen die Rettungskräfte die medizinische Versorgung. Weitere Angaben zur Unfallursache lagen zunächst nicht vor.

Noch während die Maßnahmen auf der Landesstraße liefen, zeichnete sich bereits der nächste Einsatz für die Feuerwehren ab.

Schwerer Lkw-Unfall auf der Autobahn 2

Die Meldung über einen weiteren Verkehrsunfall erreichte die Leitstelle nur kurze Zeit später. Auf der Bundesautobahn 2 zwischen den Anschlussstellen Lehrte-Ost und Lehrte war ein Lastkraftwagen auf einen weiteren Lkw aufgefahren.

Nach den bislang vorliegenden, noch unbestätigten Erkenntnissen könnte es sich bei dem vorausfahrenden beziehungsweise stehenden Fahrzeug um einen liegengebliebenen Pannen-Lkw gehandelt haben. Der auffahrende Lastkraftwagen prallte mit seiner Beifahrerseite gegen das andere Fahrzeug. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieses gegen die Leitplanke gedrückt.

Zunächst bestand die Sorge, dass Personen in den Fahrzeugen eingeklemmt sein könnten. Diese Befürchtung bestätigte sich jedoch nicht. Nach ersten Erkenntnissen erlitt der Fahrer des auffahrenden Lastkraftwagens mittelschwere Verletzungen. Fahrer und Beifahrer des möglicherweise liegengebliebenen Lkw wurden leicht verletzt.

Sperrung der Landesstraße 443 aus Sicherheitsgründen

Bereits auf der Anfahrt bemerkten die ersten Kräfte der Feuerwehr Lehrte Fahrzeugteile, die von der Autobahn auf den Bereich unterhalb der Brücke herabfielen. Aufgrund des Schadenbildes und der zunächst unklaren Lage konnte nicht ausgeschlossen werden, dass eines der beteiligten Fahrzeuge in Brand geraten könnte.

Aus diesem Grund wurde zusätzlich das Tanklöschfahrzeug TLF 3000 der Ortsfeuerwehr Ahlten, das sich noch im Einsatz auf der Landesstraße 385 befand, zur Autobahn nachalarmiert.

Vor Ort sicherten die Feuerwehren die Unfallstelle umfassend ab und unterstützten die Rettungsmaßnahmen. Ein Fahrzeugbrand bestätigte sich glücklicherweise nicht. Die verletzten Personen wurden vom Rettungsdienst versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Die Auswirkungen des Unfalls waren erheblich. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten kam es auf der Autobahn 2 zu deutlichen Verkehrsbehinderungen. Zusätzlich musste die unter der Brücke verlaufende Landesstraße 443 zwischen Lehrte und Aligse zeitweise vollständig gesperrt werden.

Hintergrund der Maßnahme waren die bereits herabgestürzten Fahrzeugteile. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Trümmerteile von der Brücke auf die Fahrbahn fallen könnten, entschieden die Verantwortlichen, die Straße vorsorglich zu sperren. Nach einer entsprechenden Erkundung konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden.

Für die Ortsfeuerwehren Lehrte und Ahlten bedeutete der Nachmittag eine hohe Belastung. Mehrere Einsatzorte, unterschiedliche Schadenslagen und eine Vielzahl beteiligter Fahrzeuge erforderten eine koordinierte Einsatzführung. Neben den Feuerwehren waren auch der Rettungsdienst sowie die Polizei im Einsatz.

Unwetterwarnung Symbolbild

Schweres Gewitter in der Region Hannover: Warnung vor Orkanböen bis 120 km/h

4. Juni 2026/in Region Hannover

Der Deutsche Wetterdienst erwartet in der Region Hannover gefährliche Gewitter mit schweren Sturmböen.

REGION HANNOVER (redu) – Für die Region Hannover hat der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung vor einem Schweren Gewitter herausgegeben. Am Donnerstag zwischen 12.57 Uhr und 14:30 Uhr werden Orkanböen bis 120 km/h, Starkregen und Hagel erwartet.

Die Wetterlage kann zu erheblichen Gefahren im Straßenverkehr sowie zu Schäden an Bäumen, Gebäuden und Infrastruktur führen.

Gefährliche Wetterentwicklung

Bereits am frühen Nachmittag können laut Warnung kräftige Gewitter über die Region Hannover ziehen. Das Fokuswort Schweres Gewitter beschreibt dabei eine Wetterlage mit besonders gefährlichen Begleiterscheinungen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sind Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h möglich. Zudem werden Starkregenmengen um 15 Liter pro Quadratmeter und Stunde sowie Hagel erwartet.

Durch die heftigen Windböen können Äste abbrechen oder Bäume umstürzen. Auch lose Gegenstände im Freien können erfasst und umhergeschleudert werden.

Warnzeit am Donnerstagmittag – Aktuell

Die amtliche Unwetterwarnung gilt am Donnerstag von 12.57 Uhr bis 14 Uhr. Ob die Warnung verlängert wird, hängt von der weiteren Entwicklung der Gewitterzellen ab.

Aktuelle Informationen veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst fortlaufend über seine Warnsysteme.

Nester des Eichenprozessionsspinners

Eichenprozessionsspinner in Langenhagen: 84 Eichen am Silbersee betroffen

4. Juni 2026/in Region Hannover

An 84 Eichen rund um den Silbersee wurden Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Die Stadt warnt vor gesundheitlichen Risiken durch die Brennhaare der Raupen.

LANGENHAGEN (redu) – Am Silbersee hat die Stadt Langenhagen an 84 Eichen Nester des Fokusworts Eichenprozessionsspinner Silbersee festgestellt. Eine Fachfirma beginnt am Montag, 8. Juni, mit der Entfernung der Gespinste. Bis zum Abschluss der Arbeiten sollen die gekennzeichneten Bäume weiträumig gemieden werden.

Die Brennhaare der Raupen können bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden auslösen. Die Stadt bittet Besucherinnen und Besucher des Naherholungsgebiets deshalb um besondere Vorsicht.

Gesundheitsrisiken durch Brennhaare für Mensch und Tiere

Mitarbeitende des städtischen Grünflächenamtes entdeckten seit Ende vergangener Woche entlang der Wege und Rasenflächen rund um den Silbersee zahlreiche Nester. Der Eichenprozessionsspinner Silbersee betrifft nach Angaben der Stadt insgesamt 84 Eichen.

Mit der Entfernung wurde eine spezialisierte Fachfirma beauftragt. Die Arbeiten starten am Montag, 8. Juni, und werden von geschultem Personal in Vollkörper-Schutzanzügen durchgeführt.

Die mikroskopisch kleinen Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift. Nach Haut- oder Schleimhautkontakt kann es zu starken Hautreizungen, Augenentzündungen und Atembeschwerden kommen. In schweren Fällen sind allergische Schockreaktionen möglich. Auch Hunde und andere Haustiere können betroffen sein.

Hinweise für Besucher des Silbersee

Die betroffenen Eichen wurden farbig gekennzeichnet. Die Markierungen dienen den Einsatzkräften zur Identifizierung der Nester.

Die Stadt empfiehlt, die gekennzeichneten Bäume weiträumig zu umgehen sowie Raupen und Gespinste nicht zu berühren. Kinder und Haustiere sollten von den betroffenen Bereichen ferngehalten werden. Wer nach einem möglichen Kontakt Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen.

Verdächtige Nester können über den städtischen Mängelmelder gemeldet werden. Dort lässt sich der Standort direkt markieren, was die Bearbeitung erleichtert.

Während der Arbeiten bittet die Stadt darum, die Fachkräfte nicht zu behindern und ausreichend Abstand zu halten.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen in langen Reihen an Eichenstämmen wandern. Dabei entstehen die typischen watteartigen Gespinstnester. Die Art breitet sich seit mehreren Jahren zunehmend auch in Norddeutschland aus.

Hochhausbrand Laatzen

Hochhausbrand in Laatzen: Brandetage nach Feuer unbewohnbar

30. Mai 2026/in Region Hannover

Bei einem Feuer in der Wohnscheibe am Marktplatz rettete die Feuerwehr mehrere Bewohner. Drei Wohnungen bleiben unbewohnbar.

LAATZEN (redu) – Bei einem Hochhausbrand in der Wohnscheibe am Marktplatz in Laatzen-Mitte hat die Feuerwehr am Freitagabend mehrere Bewohner gerettet. Drei Menschen wurden über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht. Die betroffene Brandetage ist derzeit unbewohnbar.

Der Einsatz betraf eines der markanten Hochhäuser im Zentrum von Laatzen. Neben umfangreichen Rettungsmaßnahmen waren auch Evakuierungen, Lüftungsarbeiten und technische Kontrollen erforderlich.

Nach der Alarmierung um 19:43 Uhr rückte die Feuerwehr Laatzen mit zahlreichen Einsatzkräften zur Wohnscheibe am Marktplatz aus. Vor Ort stellten die Kräfte eine starke Rauchentwicklung aus der fünften Etage fest. Auf einem Balkon an der Gebäuderückseite wartete eine Familie auf Hilfe.

Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin die Alarmstufe. Während viele Bewohner das Gebäude eigenständig verlassen konnten, rettete die Feuerwehr die dreiköpfige Familie über eine Drehleiter.

Rettung über Balkon

Parallel speisten Einsatzkräfte die Steigleitung des Hochhauses mit Wasser ein und gingen unter Atemschutz in die Brandetage vor. Dort brannte Unrat in einem Vorflur. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden.

Im weiteren Einsatzverlauf öffnete die Feuerwehr mehrere Wohnungstüren auf der betroffenen Etage und brachte zwei weitere Personen mit Fluchthauben ins Freie. Die starke Rauchentwicklung hatte sich jedoch bereits auf die darüberliegenden Stockwerke ausgebreitet.

Hochhausbrand Laatzen

Gerümpelbrand in einem Hochhaus am Marktplatz in Laatzen führte zu größerem Feuerwehreinsatz. © Bernd Günther

Wohnungen kontrolliert und gelüftet

Die Wohnungen zwischen der sechsten und zehnten Etage wurden kontrolliert und gelüftet. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die meisten Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Unbewohnbar bleiben nach Angaben der Feuerwehr drei Wohnungen auf der Brandetage. Für betroffene Bewohner wurden alternative Unterkünfte organisiert. Bürgermeister Kai Eggert koordinierte die Unterbringung einer Familie in einem Hotel.

Nach Abschluss der Löscharbeiten überprüfte ein Elektriker die Hauselektrik. Dabei wurde festgestellt, dass sich Wasser in den Verteilerkästen des Gebäudes befand. Der gesamte Wohnkomplex musste deshalb stromlos geschaltet werden. Wie lange die Einschränkungen andauern werden, war zunächst unklar.

Während die Bewohner vorübergehend im geöffneten Leine Center untergebracht waren, kam es dort zu Sachbeschädigungen. Die eingesetzten Polizeikräfte griffen ein.

Gegen 0:15 Uhr war der Einsatz weitgehend beendet. Insgesamt waren 42 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen sowie Rettungsdienst, Polizei und der Kriminaldauerdienst im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden noch in der Nacht aufgenommen.

Brand in einem Innehof in Godshorn

Feuer in Godshorn: Großeinsatz in schwer zugänglichem Innenhof

28. Mai 2026/in Region Hannover

Mehrere Gebäude in einem Gewerbekomplex in Godshorn wurden bei einem Feuer beschädigt.

LANGENHAGEN (redu) – Bei einem Feuer in Godshorn ist am Mittwochabend ein größerer Gebäudekomplex im Gewerbegebiet beschädigt worden. Die Feuerwehr musste einen schwer zugänglichen Brandherd in einem umbauten Innenhof bekämpfen. Verletzt wurde niemand.

Die Einsatzkräfte standen vor einer komplizierten Lage innerhalb eines verwinkelten Gebäudekomplexes. Mehrere Hallen, Wohnungen und ein Veranstaltungszentrum waren von Rauch und Brandschäden betroffen.

Die Ortsfeuerwehr Godshorn wurde am Mittwoch um 17:49 Uhr zunächst wegen einer unklaren Rauchentwicklung im Dachbereich eines Gewerbebetriebes alarmiert. Noch während der Anfahrt erhöhte die Regionsleitstelle Hannover das Einsatzstichwort auf „B2“. Zusätzlich wurden Einsatzkräfte aus Engelbostel, Langenhagen und Schulenburg sowie der Einsatzleitwagen 2 der Stadtfeuerwehr Langenhagen alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Ein offenes Feuer konnte zunächst jedoch nicht entdeckt werden. Erst nach intensiver Erkundung lokalisierten die Einsatzkräfte den Brandherd in einem schwer zugänglichen Innenhof zwischen mehreren Gebäuden.

Schwierige Zugänge im Gebäudekomplex

Der Innenhof war von einer großen Lagerhalle, kleineren Werkstattbereichen, einem Veranstaltungszentrum sowie einem ehemaligen Bürogebäude umgeben, das inzwischen als Wohnhaus genutzt wird. Durch die baulichen Gegebenheiten breitete sich das Feuer auf mehrere Gebäudeteile aus.

Teile der Fassade einer Lagerhalle wurden beschädigt. Zudem wurden Wohnungen in dem ehemaligen Bürogebäude teilweise stark verraucht und durch das Feuer beschädigt. Auch das Veranstaltungszentrum ist derzeit nicht nutzbar.

Einsatzleiter Michael Schuster erklärte nach dem Einsatz, dass insbesondere die Lokalisierung des eigentlichen Brandherdes innerhalb der verwinkelten Struktur eine große Herausforderung gewesen sei.

Spezialtechnik gegen Glutnester

Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr zeitweise drei Atemschutztrupps gleichzeitig ein. Da sich das Feuer in Bereichen der Dachkonstruktion ausgebreitet hatte, kamen sogenannte „Fognails“ zum Einsatz. Dabei handelt es sich um spezielle Löschlanzen, mit denen Wasser oder Löschschaum gezielt in verdeckte Brand- und Glutnester eingebracht werden kann.

Im weiteren Verlauf fluteten die Einsatzkräfte Teile des Daches zusätzlich mit Schaum. Anschließend wurden die betroffenen Bereiche belüftet und mit Wärmebildkameras kontrolliert.

Eine Menschenrettung war nicht erforderlich. Einige Bewohner konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren. Für weitere Betroffene wurden Unterbringungsmöglichkeiten organisiert.

Insgesamt waren 52 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Gegen 22 Uhr war der Einsatz beendet. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Sandskulptur LAGA

Sandskulptur vor LaGa bringt Bad Nenndorf in Sandform

28. Mai 2026/in Region Hannover

Künstlerteam gestaltet detailreiche Skyline mit bekannten Orten und Sehenswürdigkeiten der Kurstadt.

BAD NENNDORF (redu) – Eine große Sandskulptur zeigt seit wenigen Tagen zahlreiche Wahrzeichen und Besonderheiten der Kurstadt. Das Kunstwerk vor dem Gelände der Landesgartenschau vereint unter anderem das Grandhotel Esplanade, die Süntelbuchen und das LaGa-Logo in einer detailreichen Skyline.

Die Installation soll den gesamten Sommer über erhalten bleiben und ergänzt gemeinsam mit der angrenzenden Beachbar das Angebot rund um die Landesgartenschau.

Ein dreiköpfiges Team der Firma Sandcity um Künstler Benno Lindel arbeitete rund anderthalb Wochen an der Sandskulptur Bad Nenndorf. Die Künstler formten zahlreiche bekannte Orte und Figuren der Stadt in einer zusammenhängenden Skyline aus Sand.

Zu den Motiven gehören neben den Süntelbuchen auch die beiden Alltagsmenschen vor dem Haus Kassel sowie das Grandhotel Esplanade. Ergänzt wird die Skulptur durch das Logo der Landesgartenschau.

Detailreiche Handarbeit

Den symbolischen letzten Feinschnitt übernahm LaGa-Geschäftsführer Benjamin Lotz am Buchstaben „L“ des Logos. Er zeigte sich beeindruckt vom Aufwand und der Präzision der Künstler. Besonders hob er hervor, dass die Skyline viele typische Elemente der Stadt vereine.

Verwendet wurde unbehandelter und gesiebter Sand, der durch natürliche Bestandteile wie Lehm und Kalk stabil bleibt. Zusätzliche Klebstoffe waren deshalb nicht erforderlich. Zum Schutz erhielt die Oberfläche nach Fertigstellung eine Eiweiß-Wasser-Mischung, die das Kunstwerk widerstandsfähiger gegen Regen machen soll.

Beachbar vor dem Gelände

Direkt neben der Sandskulptur lädt die frei zugängliche „Esscobeach“ zum Verweilen ein. Auf rund 200 Quadratmetern entstand dort gemeinsam mit der Esscobar eine sommerliche Aufenthaltsfläche mit Liegestühlen und Selbstbedienungsbereich.

An sonnigen Tagen ergänzt ein Eiswagen des Eiscafés Casagrande das Angebot. Für die Dauer des Projekts bleibt die Kurhausstraße in diesem Bereich gesperrt. Die Zufahrt zum Kurhausparkplatz erfolgt über die Buchenallee.

 

Wohnungsbrand in Lehrte

Wohnungsbrand in Lehrte: Wohnung nach Feuer komplett ausgebrannt

25. Mai 2026/in Region Hannover

60 Einsatzkräfte bekämpfen Feuer in einem Mehrfamilienhaus – eine Person kam ins Krankenhaus.

LEHRTE (redu) – Bei einem Wohnungsbrand Lehrte in der Schützenstraße ist am frühen Pfingstmontag eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus komplett ausgebrannt. Eine Person wurde vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Rund 60 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden im Einsatz.

Die schwarze Rauchsäule war bereits auf der Anfahrt weithin sichtbar. Mehrere Ortsfeuerwehren sowie Spezialkräfte der Stadtfeuerwehr verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf das Dachgeschoss.

Flammen im Obergeschoss

Bereits um 4:29 Uhr alarmierte die Leitstelle mehrere Ortsfeuerwehren sowie Sondereinheiten der Stadtfeuerwehr in die Schützenstraße. Nach ersten Angaben sollte in der betroffenen Wohnung ein Sauerstoffgerät explodiert sein. Bewohner sollten sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Wohnung befinden.

Die ersten Einsatzkräfte bestätigten einen ausgedehnten Brand im zweiten Obergeschoss. Beim Eintreffen schlugen bereits Flammen aus den geborstenen Fenstern. Gleichzeitig zog dichter Rauch in das Dachgeschoss und angrenzende Wohnungen.

Unter schwerem Atemschutz leitete ein Angriffstrupp die Brandbekämpfung über das Treppenhaus ein. Ein weiterer Trupp verhinderte von außen ein Übergreifen der Flammen auf den Dachbereich. Parallel kontrollierten Einsatzkräfte sämtliche Wohnungen des Hauses und übergaben eine Person an den Rettungsdienst.

Nach Angaben der Feuerwehr war die Wohnungstür bereits durchgebrannt, als die ersten Kräfte eintrafen. Die betroffene Wohnung stand vollständig in Vollbrand. Gegen 5:10 Uhr meldete die Einsatzleitung das Feuer unter Kontrolle.

Drohne kontrolliert Dachbereich

Da die Drehleiter wegen der Bebauung und Baumbepflanzung nicht eingesetzt werden konnte, kontrollierte die Drohneneinheit die Traufkante des Daches auf der Gebäuderückseite. Dabei wurden weitere Glutnester entdeckt. Einsatzkräfte öffneten anschließend Teile des Daches, um die Brandstellen abzulöschen.

Gegen 6:20 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Aufräumarbeiten dauerten noch bis etwa 7:40 Uhr an. Insgesamt kamen zehn Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz zum Einsatz.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ob tatsächlich ein explodiertes Sauerstoffgerät den Brand ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Angaben zur Schadenhöhe liegen bislang nicht vor, da neben der ausgebrannten Wohnung auch weitere Wohnungen durch Rauch und Löschwasser beschädigt wurden.

Abrollbehälter Hygiene

Der Abrollbehälter Hygiene der Feuerwehr Lehrte wurde in der Nähe der Brandstelle aufgebaut. © Bernd Günther

Im Einsatz waren rund 60 Kräfte mit zehn Fahrzeugen aus den Ortsfeuerwehren Lehrte, Aligse und Steinwedel, der ELW 2 mit Drohneneinheit, die Hygienekomponente der Stadtfeuerwehr, zwei stellvertretende Stadtbrandmeister, der Feuerwehrpressesprecher sowie Rettungsdienst und Polizei.

Oldhorster Moor

Oldhorster Moor soll wieder zur Schwammlandschaft werden

20. Mai 2026/in Region Hannover

Die Region Hannover plant die Wiedervernässung des Oldhorster Moors zur Verbesserung von Klima-, Gewässer- und Naturschutz.

REGION HANNOVER (redu) – Das Oldhorster Moor im Nordosten der Region Hannover soll in den kommenden Jahren schrittweise renaturiert werden. Ziel des Projekts ist es, den Wasserhaushalt zu stabilisieren, Treibhausgasemissionen zu senken und neue Lebensräume für moortypische Arten zu schaffen.

Mit der geplanten Wiedervernässung verfolgt die Region Hannover langfristige Ziele im Klima-, Gewässer- und Naturschutz und setzt ihre Moorstrategie im Umland weiter fort.

Die Regionsversammlung hat die Verwaltung am 19. Mai beauftragt, die Renaturierung des Oldhorster Moors einzuleiten. Das Gebiet liegt zwischen Burgdorf, Burgwedel und Isernhagen und bildet den Quellbereich der Wulbeck. Das Projekt ist auf einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren angelegt.

Im Mittelpunkt stehen zunächst Untersuchungen, Planungen und Beteiligungsverfahren. Später soll ein Flurbereinigungsverfahren die teilweise stark zersplitterten Besitzverhältnisse neu ordnen. Dadurch sollen größere zusammenhängende Flächen für die Wiedervernässung entstehen.

Auswirkungen auf Klima und Wasserhaushalt

Das Oldhorster Moor gilt heute in weiten Teilen als entwässert. Gräben und Moorwald verhindern, dass ausreichend Wasser im Gebiet gehalten wird. Nach Angaben der Region Hannover entstehen dadurch derzeit rund 9.600 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr. Durch die geplanten Maßnahmen könnten künftig etwa 6.200 Tonnen CO₂-Äquivalente jährlich eingespart werden.

„Ein Moor funktioniert nur dann als Moor, wenn der Wasserstand stimmt“, erklärt Dr. Martha Graf, projektverantwortliche Moorexpertin in der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover. Die natürliche Schwammfunktion des Oldhorster Moors sei derzeit stark gestört. Gleichzeitig verweist sie auf das langjährige Engagement vieler Ehrenamtlicher für den Schutz des Gebietes.

Geplant sind unter anderem das Verfüllen von Gräben, neue Staustellen und Verwallungen sowie die Umleitung der Ortsentwässerung aus Neuwarmbüchen. Nachteile für angrenzende Wohngebiete oder landwirtschaftliche Flächen sollen laut Region Hannover vermieden werden.

Beteiligung der Eigentümer

Bereits im Juni sollen erste Informationsveranstaltungen für Eigentümerinnen und Eigentümer beginnen. Die Region Hannover setzt dabei auf freiwillige Lösungen wie Flächenverkäufe, Gestattungsverträge oder Flächentausch. Erste Gespräche mit Landwirten, Kommunen und Verbänden haben bereits stattgefunden.

Die eigentlichen Wiedervernässungsmaßnahmen könnten nach aktuellem Stand ab 2030 oder 2031 beginnen. Zuvor sind hydrologische Gutachten und wasserrechtliche Genehmigungen erforderlich. Ein konkreter Kostenrahmen liegt bislang noch nicht vor.

Badesaison KI Symbolbild

Badesee-Saison 2026 startet in der Region Hannover

18. Mai 2026/in Region Hannover

Zum Start der Badesee-Saison 2026 gelten bereits erste Einschränkungen an einzelnen Seen in der Region Hannover.

REGION HANNOVER (redu) – Mit den ersten warmen Tagen hat in der Region Hannover offiziell die Badesee-Saison 2026 begonnen. Bis zum 15. September überwacht die Region regelmäßig die Wasserqualität an 25 EU-Badestellen und informiert bei möglichen Einschränkungen oder Badeverboten.

Die meisten Badestellen in Niedersachsen und der Region Hannover erreichen weiterhin sehr gute Bewertungen. Gleichzeitig weisen Behörden auf mögliche kurzfristige Einschränkungen durch Blaualgen oder niedrige Wasserstände hin.

Die Badesee-Saison in Niedersachsen läuft offiziell seit dem 15. Mai. Landesweit werden 274 Badestellen überwacht. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes erhielten 238 Badegewässer die Bewertung „ausgezeichnet“, weitere 27 Seen wurden mit „gut“ eingestuft.

In der Region Hannover sind insgesamt 23 Seen mit 25 offiziellen EU-Badestellen freigegeben. Die Region kontrolliert die Wasserqualität bis Mitte September mindestens alle 30 Tage. Dabei untersucht der Fachbereich Gesundheit das Wasser auf intestinale Enterokokken und Escherichia coli.

Kontrollen an den Badeseen

Zusätzlich messen Hygieneinspektorinnen und Hygieneinspektoren direkt vor Ort Temperatur, pH-Wert und Sichttiefe des Wassers. Besonderes Augenmerk liegt auf möglichen Blaualgen. Bei erhöhten Konzentrationen kann es zu Warnungen oder zeitweisen Sperrungen kommen.

Aktuell besteht bereits ein Badeverbot am Großen Teich der Ricklinger Kiesteiche in Hannover wegen erhöhter Blaualgenwerte. Im Franzsee in Neustadt-Mandelsloh ist Baden derzeit wegen des niedrigen Wasserstandes nicht möglich.

Bewertungen in der Region

21 Badestellen in der Region Hannover wurden zur Saison 2026 mit „ausgezeichnet“ bewertet. Der Waldsee Hämelerwald und das Maschseebad bleiben bei der Einstufung „gut“. Verbessert hat sich die Bewertung der Badeinsel Steinhude im Steinhuder Meer. Dagegen wurde die Badestelle Mardorf von „ausgezeichnet“ auf „gut“ abgestuft.

Aktuelle Hinweise, Warnungen und Informationen veröffentlicht die Region Hannover im Internet über das Bäderportal sowie den Badegewässer-Atlas des Landes Niedersachsen.

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