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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Heckrinder

45 Heckrinder pflegen rund 100 Hektar Naturschutzgebiet

28. Oktober 2026/in Region Hannover

Das Gemeinschaftsprojekt setzt auf ganzjährige Beweidung. Künftig sollen auch Konik-Pferde helfen, die Flächen offenzuhalten.

REGION HANNOVER (redu) – Seit zehn Jahren halten Heckrinder im Toten Moor die Landschaft offen und drängen die invasive Späte Traubenkirsche zurück. Inzwischen beweiden rund 45 Tiere etwa 100 Hektar des Naturschutzgebiets. Das Gemeinschaftsprojekt soll fortgeführt und möglichst ausgeweitet werden.

Die ganzjährige Beweidung schafft strukturreiche Flächen, von denen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten profitieren. Künftig sollen Konik-Pferde die Rinder ergänzen und insbesondere nachwachsende Birken verbeißen.

Die Heckrinder im Toten Moor begannen ihren Einsatz als Landschaftspfleger im Juni 2016: Drei Kühe und zwei Kälber zogen auf erste Flächen am Nordrand des Moores. Die Projektidee war im Jahr zuvor entstanden. Zunächst sollte im kleinen Maßstab erprobt werden, ob die Tiere Grünland offenhalten und die Späte Traubenkirsche zurückdrängen können.

Eine Kuh aus der Anfangsherde ist noch dabei: Die inzwischen 19-jährige Delia gibt mit ihrer ruhigen Art innerhalb der Herde Orientierung. Kurz nach dem Start war auch Bulle Ludger hinzugekommen. Heute umfasst die Herde rund 45 ausgewachsene Tiere und Kälber.

Beweidung drängt invasive Pflanzen zurück

Nach Angaben der Region Hannover ist die Späte Traubenkirsche auf den beweideten Projektflächen inzwischen so weit zurückgedrängt, dass sie dort kein relevantes Problem mehr darstellt. Die aus Nordamerika stammende invasive Pflanzenart kann dichte Bestände bilden und heimische Arten verdrängen. Ihre Bekämpfung von Hand ist auf großen Flächen arbeits- und kostenintensiv.

Die Rinder fressen die Gehölze und halten die Landschaft offen. Durch die Beweidung entstehen unterschiedliche Strukturen. Offene Bodenstellen und der Dung bieten Lebensräume und Nahrung für zahlreiche Arten.

Davon profitieren unter anderem lichtbedürftige Pflanzen, Feldgrillen, Heuschrecken und Mistkäfer. Auch Fledermäuse, Neuntöter und Wiedehopf kommen laut Region auf den beweideten Flächen vermehrt vor. Ein Biologe beobachtet regelmäßig die Pflanzenbestände und die Vegetationsentwicklung. Auf dieser Grundlage wird die Beweidungsstärke angepasst.

Konik-Pferde sollen die Rinder ergänzen

Die Beweidung soll fortgesetzt und nach Möglichkeit auf weitere geeignete Flächen ausgeweitet werden. Ergänzend sind zwei Konik-Stuten und ihre Fohlen aus einem Naturschutzprojekt in Nordrhein-Westfalen vorgesehen. Die robuste, halbwilde Pferderasse verbeißt nachwachsende Birken gezielter als die Heckrinder und kann damit zusätzlich zum Offenhalten beitragen.

45 Heckrinder pflegen rund 100 Hektar Naturschutzgebiet – Konik Pferde mf

Konik-Pferde © Matthias Falk

Auch die Rinderherde wird weiterentwickelt. Um Inzucht zu vermeiden, wird der Deckbulle regelmäßig ausgetauscht.

„Aus einem Versuch ist in zehn Jahren ein erfolgreiches Naturschutzprojekt geworden. Die Heckrinder übernehmen hier Landschaftspflege auf natürliche Weise und schaffen gleichzeitig Lebensräume für zahlreiche Arten. Das Beispiel zeigt, was möglich ist, wenn Naturschutz, Landwirtschaft und engagierte Partner langfristig zusammenarbeiten“, sagt Mark Herrmann, Leiter des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover.

Gemeinschaftsprojekt mit landwirtschaftlicher Betreuung

Hinter dem Projekt stehen die Region Hannover, die Serengeti-Park Stiftung und der Schneerener Landwirt Stephan Ruhnow-Thieße. Die Region stellt die Flächen bereit und finanziert notwendige Infrastruktur wie Zäune und Geräte. Die Stiftung brachte die ersten Rinder ein und übernimmt die laufenden Betreuungskosten.

Ruhnow-Thieße betreut die Herde seit Beginn. Er versorgt die Tiere und kontrolliert und unterhält die kilometerlangen Zäune. Zur landwirtschaftlichen Nutzung gehört auch der Verkauf des Fleisches im eigenen Hofladen.

Weil die Beweidungsflächen teilweise Wald umfassen, ist außerdem die Waldbehörde eingebunden. Für diese Bereiche wurde eine naturschutzfachlich begründete Ausnahme zur Beweidung ermöglicht.

Heckrinder sind eine Abbildzüchtung des 1627 ausgestorbenen Auerochsen. Die robusten und genügsamen Tiere können ganzjährig im Freien gehalten werden. Neben Gras fressen sie Gehölze und übernehmen damit Pflegearbeiten, die sonst Maschinen oder aufwendige Handarbeit erfordern würden.

Feuerwehr kühlt Bundeswehrpanzer

Feuerwehreinsatz auf A352: Rauchentwicklung an Bundeswehrpanzer

28. Oktober 2026/in Region Hannover

Die Besatzung unternahm auf dem Parkplatz Bissendorf Ost erste Löschversuche. 16 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.

KALTENWEIDE (redu) – Eine defekte Bremse an einem Transportpanzer Fuchs der Bundeswehr hat am Mittwochmittag einen Feuerwehreinsatz auf A352 ausgelöst. Der Fahrer steuerte den Parkplatz Bissendorf Ost an. Die Besatzung unternahm erste Löschversuche, bevor die Feuerwehr die Bremse kühlte.

Die Ortsfeuerwehren Kaltenweide und Krähenwinkel waren zunächst zu einem Lkw-Brand alarmiert worden. Beim Eintreffen stellten sie eine Rauchentwicklung an dem Transportpanzer fest.

Die Alarmierung zum Feuerwehreinsatz auf A352 in Fahrtrichtung Norden erfolgte um 11:38 Uhr. Der Fahrer des Bundeswehrfahrzeugs hatte einen Defekt an einer Bremse bemerkt und war auf den Parkplatz Bissendorf Ost gefahren. Dort unternahm die Besatzung erste Löschversuche mit einem Feuerlöscher.

Feuerwehr kühlt die Bremse

Ein Trupp unter Atemschutz setzte ein C-Rohr zur Kühlung der Bremse ein. Abschließend kontrollierten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera.

Die Feuerwehr war mit 16 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Ortsbrandmeister Stephan Ziebarth. Auch Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz.

Bus ÜSTRA Reisen

Betriebsversammlung ÜSTRA Reisen: Busausfälle am Montag

22. Oktober 2026/in Region Hannover

Zwischen 11:30 und 18:30 Uhr entfallen vereinzelte Fahrten auf zahlreichen Linien.

REGION HANNOVER (redu) – Wegen einer Betriebsversammlung ÜSTRA Reisen kommt es am Montag, 26. Oktober 2026, von etwa 11:30 bis 18:30 Uhr zu Einschränkungen im Busverkehr. Vereinzelte Fahrten auf zahlreichen Linien im gesamten Verkehrsgebiet fallen in diesem Zeitraum aus.

Betroffen sind Fahrten, die ÜSTRA Reisen im Auftrag der ÜSTRA durchführt. Auch nach 18:30 Uhr sind vereinzelt weitere Einschränkungen möglich.

Die Betriebsversammlung ÜSTRA Reisen wirkt sich auf insgesamt 38 Buslinien aus. Betroffen sind die Linien 126, 128, 129, 130, 134, 135, 136, 170, 253, 254, 300, 310, 320, 340, 341, 346, 363, 365 und 371.

Hinzu kommen die Linien 372, 373, 420, 450, 480, 581, 600, 610, 611, 620, 630, 631, 635, 639, 651, 652, 690, 692 und 900.

Fahrgäste können sich am Montag tagesaktuell in der digitalen Fahrplanauskunft der ÜSTRA App und auf uestra.de über die Verbindungen und gegebenenfalls notwendige Alternativen informieren.

Kellerbrand Lehrte

Kellerbrand Lehrte fordert 58 Feuerwehrkräfte

19. Oktober 2026/in Region Hannover

Feuerwehren bewältigen Kellerbrand, Lkw-Unfall auf der A2 und Türöffnung – beim Brand im Dürerring wird niemand verletzt.

LEHRTE (redu) – Ein Kellerbrand Lehrte in einem Mehrfamilienhaus im Dürerring, ein Lkw-Unfall auf der Autobahn 2 und eine Türöffnung für den Rettungsdienst haben die Feuerwehren der Stadt am Montag innerhalb weniger Stunden gefordert. Beim Brand waren 58 Einsatzkräfte beteiligt.

Die Einsätze überschnitten sich teilweise. Während die Löscharbeiten im Dürerring liefen, musste die Feuerwehr zusätzlich den Rettungsdienst bei einer Türöffnung am Sedanplatz unterstützen.

Dichter Rauch erschwert Suche nach Brandherd

Der Kellerbrand Lehrte wurde um 10:48 Uhr gemeldet. Mehrere Anwohner hatten eine starke Rauchentwicklung aus dem Keller des Mehrfamilienhauses im Dürerring bemerkt. Beim Eintreffen der Ortsfeuerwehren Lehrte, Aligse und Steinwedel drang dichter schwarzer Rauch aus einem Kellerfenster.

Alle Bewohner hatten das Gebäude bereits eigenständig verlassen. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging zur Brandbekämpfung in den Keller vor. Wegen der starken Verrauchung ließ sich der Brandherd zunächst nur schwer lokalisieren.

Die Einsatzleitung ließ zwei Kellerfenster öffnen beziehungsweise zerstören. Die davor angebrachte Vergitterung entfernten die Einsatzkräfte mit hydraulischem Rettungsgerät. Anschließend kam ein Druckbelüfter zum Einsatz.

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Das Kellerfenster wurde mit Spezialgerät geöffnet. © Bernd Günther

Auch die Wohnung direkt über dem Brandort war massiv verraucht. Ein Übergreifen des Feuers auf die Wohnung bestätigte sich nicht. Der Rauch war über eine direkte Öffnung zwischen Keller und Wohnung aufgestiegen.

Gegen 11:32 Uhr meldete die Einsatzleitung „Feuer unter Kontrolle“. Der Energieversorger trennte das Gebäude anschließend von Gas-, Wasser- und Stromversorgung. Besonders die durch Feuer und Hitze beschädigten Stromleitungen stellten eine Gefahr für die Einsatzkräfte dar.

Für die Nachlöscharbeiten wurde zusätzlich die Ortsfeuerwehr Ahlten angefordert. Gegen 14 Uhr waren die Maßnahmen beendet. Nach einer abschließenden Kontrolle mit der Wärmebildkamera übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei.

Die Hygiene-Komponente der Stadtfeuerwehr unterstützte die Einsatzkräfte vor Ort. Insgesamt 14 Atemschutzgeräteträger konnten kontaminierte Ausrüstung austauschen, sich reinigen und frische Einsatzkleidung anlegen.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Der betroffene Kellerbereich und die unmittelbar darüberliegende Wohnung sind derzeit unbewohnbar. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Angaben zur Schadenshöhe liegen bislang nicht vor.

Am Brandeinsatz waren die Ortsfeuerwehren Ahlten, Aligse, Lehrte und Steinwedel, der Einsatzleitwagen 2, die Hygiene-Komponente und der Feuerwehrpressesprecher beteiligt. Insgesamt waren 58 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen im Einsatz. Rettungsdienst, Energieversorger und Polizei waren ebenfalls vor Ort.

Zwei Lastwagen stoßen auf der A2 zusammen

Bereits um 7:30 Uhr waren die Ortsfeuerwehren Lehrte und Hämelerwald zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 zwischen Hämelerwald und Peine alarmiert worden. Zwei Lastwagen waren seitlich zusammengestoßen. Einer der Lkw kam von der Fahrbahn ab und landete in einem Straßengraben.

Die zunächst gemeldete eingeklemmte Person bestätigte sich nicht. Bei einem der Lastwagen war jedoch der Dieseltank beschädigt worden, sodass Kraftstoff austrat. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, stellte den Brandschutz sicher und nahm ausgelaufenen Diesel auf. Verbliebenen Kraftstoff pumpte sie in einen anderen Behälter um. Beide Fahrer blieben unverletzt.

Türöffnung während der Löscharbeiten

Während des Brandeinsatzes wurden die Einsatzkräfte um 11:02 Uhr zum Sedanplatz in der Lehrter Kernstadt gerufen. Dort benötigte der Rettungsdienst Unterstützung bei einer Notfall-Türöffnung.

Da ein Großteil der Ortsfeuerwehr Lehrte im Dürerring gebunden war, konnte zunächst nur ein Fahrzeug mit drei Einsatzkräften ausrücken. Die Ortsfeuerwehr Ahlten wurde zur Unterstützung nachalarmiert. Die Feuerwehr verschaffte dem Rettungsdienst Zugang zur Wohnung. Dieser übernahm anschließend die weitere Versorgung der Patientin.

Dach stürzte im Laufe der Löscharbeiten komplett ein

Brand Sportparkhotel Empelde: Dach vollständig eingestürzt

17. Oktober 2026/in Region Hannover

116 Feuerwehrkräfte und 29 Einsatzfahrzeuge waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

RONNENBERG / EMPELDE (redu) – Beim Brand Sportparkhotel Empelde am Sportpark ist am Freitagabend ein Feuer ausgebrochen, das sich auf den gesamten Dachbereich ausbreitete. Das Flachdach stürzte vollständig ein. 116 Feuerwehrkräfte waren mit 29 Einsatzfahrzeugen bis zum frühen Samstagmorgen im Einsatz.

Die Bauweise des Daches erschwerte die Löscharbeiten erheblich. Das Feuer breitete sich innerhalb einer Hohldecke aus und war zunächst weder von innen noch von außen direkt erreichbar.

Der Brand Sportparkhotel Empelde wurde der Feuerwehr am Freitag, 16. Oktober 2026, um 17.24 Uhr gemeldet. Am Gebäude Am Sportpark 93 waren eine starke Rauchentwicklung am Flachdach und Flammen aus Fenstern zu sehen. Im weiteren Verlauf griff das Feuer auf den gesamten Dachbereich über.

Die Feuerwehr erhöhte die Alarmstufe von B2 auf B3. Ein Trupp ging zunächst im Erdgeschoss zum Innenangriff vor, musste sich jedoch wieder zurückziehen. Von der Westseite bekämpften Einsatzkräfte die Flammen über die Drehleiter der Stadtfeuerwehr Ronnenberg.

Zweite Drehleiter aus Gehrden angefordert

Für den Außenangriff von der Ostseite wurde eine weitere Drehleiter mit Tanklöschfahrzeug aus Gehrden nachgefordert. Weitere Trupps unterstützten die Brandbekämpfung vom Boden aus mehreren Richtungen. Auf der Westseite öffneten Einsatzkräfte Teile des Daches von der Drehleiter aus.

Im weiteren Brandverlauf stürzte das Flachdach vollständig in die obere Etage ein. Das Brandgut wurde anschließend von beiden Drehleitern sowie von Einsatzkräften am Boden abgelöscht. Dabei kam unter anderem ein Wasserwerfer zum Einsatz.

Schaum gegen verbliebene Brandnester

Ab 2 Uhr brachten Einsatzkräfte Schwerschaum in das Obergeschoss ein, um verbliebene Brandnester zu ersticken. Teilweise gingen dafür erneut Trupps in das Gebäude vor. Insgesamt waren mindestens 15 Trupps unter Atemschutz eingesetzt.

Die Einsatzleitung führte regelmäßige Lagebesprechungen im Einsatzleitwagen ELW2 durch. Dabei standen Live-Luftbilder einer Drohne mit Wärmebildkamera zur Verfügung. Mithilfe dieser Aufnahmen konnten Einsatzkräfte nach Angaben der Feuerwehr teilweise gezielt zu verbliebenen Glutnestern geführt werden.

Um 3.15 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, um 4.15 Uhr meldete die Feuerwehr „Feuer aus“. Eine zuvor veranlasste KatWarn-Meldung sowie Rundfunkdurchsagen hatten vor dem Brand gewarnt. Die KatWarn-Meldung wurde um 4.30 Uhr aufgehoben. Der Feuerwehreinsatz endete um 4.50 Uhr.

Im Einsatz waren alle Ortswehren der Stadtfeuerwehr Ronnenberg mit insgesamt 116 Einsatzkräften, darunter 30 Atemschutzträger. Hinzu kamen unter anderem Feuerwehrkräfte aus Gehrden, Einheiten der Region Hannover, Rettungsdienst, DRK, Polizei, KDD und der Bauhof Ronnenberg.

Schwere Schäden am Wohnhaus durch Dachstuhlbrand

Dachstuhlbrand in Osterwald-Unterende macht Wohnhaus unbewohnbar

14. Oktober 2026/in Region Hannover

Feuerwehren aus mehreren Garbsener Stadtteilen bekämpfen Brand am Großen Weg bis in die Nacht.

GARBSEN (redu) – Ein Dachstuhlbrand in Osterwald-Unterende hat am Dienstag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Rund 110 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer am Großen Weg. Das Wohnhaus ist infolge des Brandes nicht mehr bewohnbar. Verletzt wurde niemand, eine Katze konnte gerettet werden.

Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Neben fünf Ortsfeuerwehren waren weitere Feuerwehrkräfte sowie Polizei, Rettungsdienst und das DRK Garbsen beteiligt.

Dachstuhl steht bei Eintreffen in Vollbrand

Die ersten Einsatzkräfte wurden am Dienstag, 13. Oktober, um 17:05 Uhr zum Dachstuhlbrand Osterwald-Unterende alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war die Brandstelle sichtbar. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl in Vollbrand.

Das Feuer drohte zunächst auf weitere Gebäudeteile überzugreifen und breitete sich im weiteren Verlauf auf einen Gebäudeanbau aus. Im Einsatz waren die Feuerwehren Osterwald Unterende, Osterwald Oberende, Frielingen, Horst und Berenbostel sowie die Drehleiter aus Garbsen und die Einsatzleitwagenbesatzung.

Unterstützung kam zudem vom Gerätewagen Logistik der Feuerwehrtechnischen Zentrale Neustadt am Rübenberge. Insgesamt waren rund 110 Einsatzkräfte vor Ort.

Baufirma schafft Zugang zu Brandnestern

Für die Löscharbeiten an verbliebenen Brandnestern wurde eine Baufirma hinzugezogen. Sie musste den Giebel eindrücken, damit die Einsatzkräfte die betroffenen Bereiche erreichen konnten.

Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Eine Katze konnte gerettet werden. Das Wohnhaus ist infolge des Feuers nicht mehr bewohnbar.

Neben der Feuerwehr waren Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. Das DRK Garbsen unterstützte mit einem Rettungswagen und dem Verpflegungszug, der die Versorgung der Einsatzkräfte übernahm.

Um 22:55 Uhr meldete die Feuerwehr „Feuer aus“. Eine Fahrzeugbesatzung blieb anschließend zur Brandsicherheitswache bis in die Morgenstunden an der Einsatzstelle.

Warum Dachstuhlbrände für Feuerwehren besonders schwierig sind

Dachstuhlbrände stellen Feuerwehren vor besondere Herausforderungen. Die große Höhe, schwer zugängliche Bereiche und brennbare Dachkonstruktionen erschweren die Löscharbeiten. Hinzu kommt, dass sich Rauch und Hitze unter dem Dach sammeln können. Verborgene Brandnester lassen sich häufig erst erreichen, wenn Teile der Dachkonstruktion geöffnet oder entfernt werden.

Besonders gefährlich ist die mögliche Schwächung tragender Bauteile durch das Feuer. Dadurch kann die Einsturzgefahr steigen und ein Vorgehen im Gebäude für Einsatzkräfte zu riskant werden. Auch nachdem offene Flammen gelöscht sind, können aufwendige Nachlöscharbeiten erforderlich sein.

Der Brand in Osterwald-Unterende verdeutlicht insbesondere die Schwierigkeiten beim Zugang zu verbliebenen Brandnestern. Dort musste eine Baufirma den Giebel eindrücken, damit die Feuerwehr die betroffenen Bereiche erreichen konnte.

Kellerbrand in Langenhagen

Kellerbrand in Langenhagen: Feuerwehr rettet acht Menschen

12. Oktober 2026/in Region Hannover

Drei Menschen werden mit Fluchthauben evakuiert, fünf weitere über eine Drehleiter gerettet. Verletzt wird niemand.

LANGENHAGEN (redu) – Bei einem Kellerbrand in Langenhagen hat die Feuerwehr am Sonntagmittag (11. Oktober 2026) acht Menschen aus einem Mehrfamilienhaus am Pferdemarkt gerettet. Darunter waren vier Kinder. Der Brandrauch hatte sich bis ins vierte Obergeschoss ausgebreitet. Verletzt wurde niemand.

Der Einsatz erforderte umfangreiche Rettungsmaßnahmen, da dichter Brandrauch die Fluchtwege beeinträchtigte. Rund 60 Feuerwehrkräfte aus vier Ortsfeuerwehren waren an der Brandbekämpfung und Menschenrettung beteiligt.

Dichter Rauch aus dem Keller

Gegen 12:24 Uhr wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu einem gemeldeten Kellerbrand in Langenhagen alarmiert. Beim Eintreffen am Pferdemarkt stellte Einsatzleiter Martin Bombach eine starke Rauchentwicklung aus dem Kellerbereich des Mehrfamilienhauses fest.

Unmittelbar gingen zwei Trupps unter Atemschutz vor. Während ein Trupp die Brandbekämpfung im Keller übernahm, konzentrierte sich der zweite auf die Menschenrettung.

Drei Bewohner konnten mithilfe von Fluchthauben durch das Treppenhaus ins Freie gebracht werden. Fünf weitere Personen, darunter vier Kinder, mussten von einer Dachterrasse über die Drehleiter gerettet werden.

Brandrauch bis ins vierte Obergeschoss

Der Brandherd befand sich im Keller und konnte innerhalb weniger Minuten gelöscht werden. Eine erhebliche Gefahr ging jedoch vom Brandrauch aus, der sich bereits bis ins vierte Obergeschoss ausgebreitet hatte.

Anschließend belüfteten die Einsatzkräfte das Gebäude mit einem Hochdrucklüfter, um den Rauch zu entfernen. Zwei weitere Atemschutztrupps kontrollierten das Haus.

Rund 60 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich etwa 30 Bewohner im Gebäude. Die meisten hatten das Haus bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbstständig über das Treppenhaus verlassen.

Der Rettungsdienst untersuchte sämtliche Bewohner. Verletzungen wurden dabei nicht festgestellt.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Langenhagen, Krähenwinkel, Kaltenweide und Godshorn mit rund 60 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen. Hinzu kamen vier Rettungsdienstfahrzeuge sowie zwei Streifenwagen der Polizei.

Dachstuhlbrand Redderse

Dachstuhlbrand in Redderse: Wohnhaus nicht mehr bewohnbar

25. September 2026/in Region Hannover

Teile des Daches stürzen ein – erhebliche statische Schäden nach mehrstündigem Löscheinsatz.

GEHRDEN / REDDERSE (redu) – Ein Dachstuhlbrand in Redderse hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Mehr als 110 Einsatzkräfte waren über mehrere Stunden vor Ort. Die Bewohner konnten sich mit zwei Hunden unverletzt retten. Das Wohnhaus ist nicht mehr bewohnbar.

Während der Löscharbeiten rettete die Feuerwehr zwei Papageien aus dem Gebäude. Teile des Dachfirstes waren bereits eingestürzt und verhinderten einen Innenangriff im Dachgeschoss.

Bewohner und Nachbarn hatten über den Notruf 112 gemeldet, dass Flammen aus dem Dach eines Einfamilienhauses schlagen würden. Bereits während der Anfahrt ließen erste Feuerwehrkräfte wegen der weithin sichtbaren Flammen die Alarmstufe erhöhen.

Ein Mann und eine Frau hatten sich zusammen mit ihren beiden Hunden unverletzt ins Freie gerettet, bevor die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Während die Feuerwehr den Löschangriff vorbereitete, brachten Einsatzkräfte außerdem zwei Papageien aus dem brennenden Gebäude.

Teile des Dachfirstes eingestürzt

Mit mehreren Strahlrohren und über die Drehleiter bekämpften die Feuerwehrleute die sichtbaren Flammen. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Teile des Daches am First eingestürzt. Ein Innenangriff im Dachgeschoss war deshalb nicht mehr möglich.

Aus mehreren Hydranten wurde Löschwasser über lange Schlauchleitungen zu dem am Ortsrand gelegenen Haus gefördert. Dafür forderte die Feuerwehr weitere spezielle Fahrzeuge an.

Mit einer Drohne verschaffte sich die Einsatzleitung einen Überblick aus der Luft. Gleichzeitig versuchten Einsatztrupps, die unter der Dachschräge brennenden Bereiche von außen abzulöschen.

Dachstuhlbrand in Redderse: Wohnhaus nicht mehr bewohnbar – BGPress 20260924 2130 BGPRESS 1420737

Mehrere Angriffstrupps kämpfen gegen ausgedehnten Dachstuhlbrand in Gehrden-Redderse. © Bernd Günther

Feuer erst nach umfangreichen Löscharbeiten unter Kontrolle

Erst nach umfangreichen Löscharbeiten konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Abschließend setzten die Einsatzkräfte Löschschaum ein, um die verbliebenen Flammen zu ersticken.

Das Gebäude wurde durch ein Energieversorgungsunternehmen vom Stromnetz getrennt. Bausachverständige stellten während des Einsatzes erhebliche statische Schäden fest.

Das Wohnhaus ist nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner mussten zunächst in einer Notunterkunft untergebracht werden.

Insgesamt waren mehr als 110 Feuerwehrleute aus sechs Stadtteilen und der südwestlichen Region über mehrere Stunden im Einsatz. Die Polizei war zur Absicherung der Einsatzstelle sowie zur Ermittlung der Brandursache vor Ort.

Brand in Sievershausen

Feuerwehreinsatz Sievershausen: Gartenschuppen brennt – eine Person verletzt

25. September 2026/in Region Hannover

Feuerwehr verhindert Brandausbreitung – verletzte Person kommt nach Löschversuch ins Krankenhaus.

LEHRTE (redu) – Ein Feuerwehreinsatz in Sievershausen hat am Donnerstagabend rund 90 Einsatzkräfte gefordert. Ein Gartenschuppen stand massiv in Flammen, das Feuer drohte auf Garagen und ein Wohnhaus überzugreifen. Eine Person wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Lage des Schuppens und einer einsturzgefährdeten Deckenkonstruktion schwierig. Erst gegen 22:30 Uhr konnte mit massivem Löschschaumeinsatz ein ausreichender Löscherfolg erzielt werden.

Gegen 18:12 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Sievershausen und Arpke zu einem Feuer in die Stettiner Straße alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Noch vor dem Eintreffen ließ der Einsatzleiter deshalb die Ortsfeuerwehr Hämelerwald nachalarmieren.

Flammen drohen auf weitere Gebäude überzugreifen

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Gartenschuppen bereits massiv in Flammen. Das Feuer drohte auf unmittelbar angrenzende Garagen sowie ein Wohnhaus überzugreifen. Mit mehreren Strahlrohren und dem Wenderohr einer Drehleiter gelang es der Feuerwehr, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

In der Anfangsphase gingen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Im weiteren Verlauf wurde die Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion durch das Feuer jedoch so stark beeinträchtigt, dass Einsturzgefahr bestand. Die Einsatzkräfte mussten sich zurückziehen und die Löscharbeiten von außen fortsetzen.

Zusätzlich erschwerte die Lage des Gartenschuppens den Einsatz. Er befand sich in einer Ecke des Grundstücks hinter den Garagen und war für die Feuerwehr lediglich von zwei Seiten erreichbar. Da weiterhin Glutnester vorhanden waren und das Gebäude nicht mehr betreten werden konnte, zogen sich die Löscharbeiten über mehrere Stunden hin.

Löschschaum bringt gegen 22:30 Uhr den Erfolg

Erst durch einen massiven Einsatz von Löschschaum konnte gegen 22:30 Uhr der gewünschte Löscherfolg erzielt werden. Während des Einsatzes wurde außerdem die Hygiene-Komponente der Stadtfeuerwehr Lehrte nachalarmiert.

Insgesamt 22 Atemschutzgeräteträger konnten sich dadurch unmittelbar an der Einsatzstelle grob reinigen, verbrauchte Atemschutzgeräte austauschen und neue, saubere Einsatzkleidung erhalten.

Unterstützung erhielt die Einsatzleitung zudem durch die Drohneneinheit der Feuerwehr Langenhagen. Mit einer Wärmebildkamera wurde die Einsatzstelle aus der Luft kontrolliert und nach verbliebenen Wärmequellen abgesucht. Die zusätzlich alarmierten Ortsfeuerwehren Aligse und Steinwedel mussten nicht mehr eingesetzt werden.

Privatperson bei Löschversuch verletzt

Bei dem Brand wurde eine Privatperson verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sie versucht, das Feuer in seiner Entstehungsphase selbst zu löschen und sich dabei Brandverletzungen zugezogen. Der Rettungsdienst versorgte die Person vor Ort und brachte sie anschließend in ein Krankenhaus.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung in Sievershausen über Rundfunkdurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Teile der Hämelerwalder Straße, Stettiner Straße und Berliner Straße mussten während des Einsatzes für den Verkehr gesperrt werden.

Gegen 23 Uhr war der Feuerwehreinsatz beendet. Anschließend wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben, die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Aligse, Arpke, Hämelerwald, Sievershausen und Steinwedel mit insgesamt 90 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen. Unterstützt wurden sie durch die Hygiene-Komponente der Stadtfeuerwehr Lehrte und die Drohneneinheit der Feuerwehr Langenhagen. Ebenfalls vor Ort waren der Stadtbrandmeister und seine beiden Stellvertreter, der Feuerwehrpressesprecher, der Rettungsdienst sowie die Polizei.

Gasexplosion unter Brücke

Gasleitung beschädigt: Lkw brennt unter B6-Brücke in Neustadt

23. September 2026/in Region Hannover

B6 und Bahnstrecke gesperrt – rund 80 Einsatzkräfte bei aufwendigem Löscheinsatz.

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu) – Bei Sondierungsarbeiten unter der B6-Brücke ist am Mittwochmorgen eine Gasleitung beschädigt worden. Das austretende Gas explodierte und setzte einen Lkw in Brand. Zwei Arbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt.

Der Einsatz führte zu erheblichen Einschränkungen auf Straße und Schiene. Wegen der Hitzeentwicklung musste zudem geprüft werden, ob die Brücke beschädigt wurde und wieder freigegeben werden kann.

Explosion bei Sondierungsarbeiten

Nach Angaben der Stadtfeuerwehr wurde bei den Arbeiten an der Nordstraße gegen 9:30 Uhr eine Gasleitung beschädigt. Das ausströmende Gas explodierte aus bislang unbekanntem Grund und setzte den eingesetzten Lkw in Brand. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand, die Flammen schlugen über die Brücke hinweg.

Wegen zunächst gemeldeter Explosionen und der unklaren Lage wurde zunächst ein MANV-Fall, also ein Massenanfall von Verletzten, ausgelöst. Diese Einstufung konnte kurze Zeit später wieder aufgehoben werden.

Löscharbeiten zunächst nur aus der Entfernung

Die Feuerwehr konnte anfangs nur aus sicherer Entfernung löschen. Neben dem austretenden Gas stellte auch die stromführende Oberleitung der Bahn eine Gefahr dar, die durch das Feuer beschädigt worden war. Zunächst kam deshalb ein stationärer Wasserwerfer zum Einsatz, der ohne Personal unmittelbar an der Gefahrenstelle betrieben werden konnte.

Nachdem die Gasleitung abgeschiebert und die Oberleitung geerdet worden war, bekämpften die Einsatzkräfte den Brand von beiden Seiten mit Schaum. Im nördlichen Einsatzabschnitt übernahmen Tanklöschfahrzeuge die Löschwasserversorgung, weil dort keine Hydranten vorhanden sind. Anschließend konnte das Feuer zügig gelöscht werden.

Brücke und Bahnstrecke überprüft

Wegen der starken Hitzeentwicklung wurden Fachberater Bau des Technischen Hilfswerks hinzugezogen. Sie sollten die Statik der Brücke prüfen. Von dem Ergebnis hing sowohl die Freigabe der B6 als auch der Bahnstrecke Hannover–Nienburg ab. Beide Verkehrswege waren seit Beginn des Einsatzes gesperrt.

Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte mehrerer Ortsfeuerwehren sowie weitere Einheiten und Behörden beteiligt. Dazu gehörten unter anderem der Messwagen der Gefahrgutgruppe, die Einsatzleitung vor Ort, das THW, der Energieversorger Leinenetz, die untere Wasserbehörde der Region Hannover und das Notfallmanagement der Bahn.

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