Feuerwehren rücken zu Brand in Industrieanlage aus
Sieben Ortsfeuerwehren bekämpfen Glutnester in Trocknungsanlage.
Sehnde (redu). Ein Brand in einer Trocknungsanlage hat am Mittwochmorgen einen Großeinsatz der Feuerwehr in Sehnde ausgelöst. Zahlreiche Ortsfeuerwehren waren mehrere Stunden im Einsatz, um Glutnester zu lokalisieren und die Anlage zu kühlen.
Am Mittwoch, 30. Juli, ist es gegen 9:26 Uhr in der Raiffeisenstraße in Sehnde zu einer Rauchentwicklung aus einer Industrieanlage gekommen. Die Regionsleitstelle Hannover alarmierte die Ortsfeuerwehr Sehnde, die die Lage vor Ort bestätigte. Rauch drang aus dem Dach des Gebäudes.
Ein Trupp unter Atemschutz entdeckte die Quelle der Rauchentwicklung in einer Trocknungsanlage. Aufgrund der Lage und der Ausdehnung der Hitze wurde die Alarmstufe erhöht. Die Ortsfeuerwehren Rethmar und Ilten wurden zur Unterstützung hinzugezogen. Auch eine Drehleiter wurde in Stellung gebracht.
Mehrere Wärmequellen konnten mit einer Wärmebildkamera lokalisiert werden. Ein hinzugezogener Schornsteinfeger konnte die Glutnester in der großdimensionierten Anlage nicht erreichen. Um weitere Atemschutzgeräteträger bereitstellen zu können, wurden die Feuerwehren Bolzum, Müllingen–Wirringen und Wehmingen ebenfalls alarmiert.
Die Zugangsmöglichkeiten zur Brandstelle im Dachbereich waren eingeschränkt. Der Einsatz erforderte daher einen hohen Personalaufwand unter Atemschutz. Zusätzlich kam eine Drohne der Regionsfeuerwehr aus Lehrte zum Einsatz, um das Gebäude von außen zu kontrollieren.
Aufgrund der Temperaturentwicklung in der Gebäudeverkleidung wurde eine zweite Wasserleitung aufgebaut. Das Löschwasser wurde mit Netzmittel versetzt, um eine bessere Wirkung zu erzielen. Die Anlage wurde kontrolliert geflutet. Dadurch konnte die Temperatur schnell gesenkt werden.
Die Suche nach Glutnestern wurde fortgesetzt und die Temperatur kontinuierlich überwacht. Nach rund fünf Stunden wurde die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben. Angaben zur Schadenshöhe und zur Ursache des Brandes konnten seitens der Feuerwehr nicht gemacht werden.
Im Einsatz waren insgesamt sieben Ortsfeuerwehren, der Rettungsdienst sowie die Polizei.