Jubiläumsfahrt erinnert an Stadtbahnbeginn
Sonderfahrt mit Prominenz und historischen Fahrzeugen.
HANNOVER (redu) – Vor 50 Jahren fuhr in Hannover die erste Stadtbahn in den Tunnel. Am Freitag wurde dieses Jubiläum mit einer Sonderfahrt und zahlreichen Gästen gefeiert.
Am Freitagmittag startete um 12.25 Uhr am Betriebshof Glocksee die Sonderfahrt zum 50-jährigen Stadtbahnjubiläum. Auf den Tag genau ein halbes Jahrhundert nach der ersten Fahrt unter dem Hauptbahnhof war erneut Herbert Schmalstieg am Sollwertgeber. Der ehemalige Oberbürgermeister erhielt für seine Rolle damals wie heute besonderen Applaus. Auch ÜSTRA-Fahrer Willy Pohlmann, vor 50 Jahren an seiner Seite, nahm teil.
Knapp 100 Gäste verfolgten die Fahrt zum Hauptbahnhof und zurück. Begrüßt wurden sie von den ÜSTRA-Vorständinnen Elke van Zadel und Denise Hain sowie infra-Geschäftsführer Christian Weske. Unter den Gästen waren Regionspräsident Steffen Krach, Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz, Bürgermeister Thomas Klapproth und Klaus Scheelhaase, der als „Vater der Stadtbahn Hannover“ gilt.
Der Weg zur Stadtbahn begann 1965 mit einem Ratsbeschluss. Bereits 1975 fuhr der Triebwagen 6001 erstmals in den Tunnel. Das historische Fahrzeug, heute vom Förderverein Straßenbahn Hannover gepflegt, war auch diesmal ein beliebtes Fotomotiv.
In ihren Reden betonten die Verantwortlichen die Bedeutung des Netzes. Steffen Krach sprach von „50 Jahren Bewegung, Begegnung und Lebensqualität“. Elke van Zadel erinnerte an den mutigen Beschluss zur Verlegung von Strecken in den Tunnel. Christian Weske blickte auf die Netzentwicklung zurück und kündigte weitere Investitionen an.
Für Bürgermeister Thomas Klapproth war die Fahrt eine Reise in die Kindheit: Er erinnerte sich an seine täglichen Schulfahrten mit den grünen Bahnen. Dass Fahrzeuge der TW-6000-Reihe noch immer im Einsatz sind, bezeichnete er als Zeichen für Nachhaltigkeit und Tradition.




