Hannover Fashion Show 2026 zeigt kreative Mode in Hannover
Designer, Studierende und Labels aus Europa präsentieren aktuelle Arbeiten bei der Hannover Fashion Show 2026.
HANNOVER (redu) – Bei der Hannover Fashion Show 2026 haben Designer, Nachwuchstalente und Designprojekte am Samstagabend ihre aktuellen Kollektionen in der Orangerie der Herrenhäuser Gärten präsentiert. Zwei Shows waren ausverkauft und zeigten Mode zwischen gesellschaftlichen Themen, kreativen Experimenten und neuen Interpretationen klassischer Kleidungsstücke.
Die Präsentationen verbanden konzeptionelle Mode, textile Experimente und internationale Einflüsse. Neben Studierendenprojekten zeigten auch Designerlabels aus mehreren europäischen Städten ihre aktuellen Arbeiten.
Die Hannover Fashion Show 2026 bot einen Überblick über unterschiedliche Ansätze moderner Modegestaltung. Designer und Nachwuchstalente präsentierten Kollektionen, die gesellschaftliche Themen, persönliche Erfahrungen und gestalterische Experimente miteinander verbinden.
Internationale Einflüsse auf dem Catwalk
Das Atelier Friedenstab zeigte mit der Kollektion „Demons“ Entwürfe, die sich mit Depressionen und inneren Konflikten beschäftigen. Gleichzeitig greifen die Arbeiten gesellschaftliche Belastungen der Gegenwart auf, darunter Krisen, Kriegsängste und sozialen Druck. Auch die Techno-Szene erscheint darin als Raum für individuelle Freiheit unabhängig von Herkunft oder Stil.
Internationale Einflüsse brachten zwei Studentinnen der Óbuda University aus Budapest auf den Laufsteg. Ihre Entwürfe verbinden folkloristische Elemente aus Südungarn mit moderner Modegestaltung. Ornamente und architektonische Motive des Jugendstils werden dabei in eine zeitgenössische Formensprache übertragen.
Das Label StelmashoV stellte Kollektionen vor, die Transformation und persönliche Entwicklung thematisieren. Klare Linien und architektonische Silhouetten prägen die Entwürfe, die Veränderungen der weiblichen Identität gestalterisch aufgreifen.
Auch experimentelle Projekte waren Teil der Präsentation. Das Konzept „Old White Shirt – New Story“ zeigt, wie ein klassisches weißes Hemd durch kreative Gestaltung zu neuen Outfits werden kann. Andere Arbeiten untersuchen die Verbindung von Stoff, Bewegung und geometrischen Formen.
Neben den Studienprojekten präsentierten auch Designerlabels ihre Kollektionen. Die Wiener Designerin Marlen Sabetzer zeigte unter dem Label MarS individuell gefertigte Mode in limitierter Stückzahl. Das Berliner Label GAILLARD VIVANT kombiniert klassische Kleidungsformen wie Frack oder Gehrock mit Einflüssen urbaner Subkulturen.




