Demonstration Hannover: Bis zu 5.800 Menschen bei „Gen Z regelt“
Pyrotechnik und Vermummungen führen zu Unterbrechungen – nach Versammlungsende werden zwei Beamte mit Böllern beworfen.
HANNOVER (redu) – An der Demonstration Hannover unter dem Motto „Gen Z regelt“ haben am 31. Oktober 2026 in der Spitze bis zu 5.800 Menschen teilgenommen. Nach Versammlungsende wurden laut Polizei zwei Beamte mit Böllern beworfen. Einer von ihnen wurde leicht verletzt.
Bereits während des Aufzugs kam es nach Polizeiangaben mehrfach zu Vermummungen sowie zum Zünden von Nebeltöpfen und Pyrotechnik. Für Identitätsfeststellungen musste der Aufzug mehrmals kurzzeitig angehalten werden.
Der Start der Demonstration Hannover auf dem Ernst-August-Platz verzögerte sich, weil einige Teilnehmende vermummt waren. Nach Angaben der Polizei mussten sie ihre Vermummungen wegen des bei Versammlungen geltenden Vermummungsverbots ablegen. Auch im weiteren Verlauf vermummten sich Teilnehmende mehrfach.
Am Steintorplatz fand eine Zwischenkundgebung statt. Einsatzkräfte konnten einzelne Personen ermitteln, die mutmaßlich Nebeltöpfe oder Pyrotechnik gezündet hatten, und deren Identitäten feststellen. Nach den zwischenzeitlichen Stopps erreichte der Aufzug den Klagesmarkt.
Spontanversammlung bleibt friedlich
Bei der Kontrolle einer Person, die mutmaßlich Pyrotechnik gezündet hatte, formierte sich eine Spontanversammlung mit rund 30 Teilnehmenden. Sie protestierten gegen die polizeilichen Maßnahmen. Diese Versammlung verlief nach Angaben der Polizei friedlich.

Schutz vor Plünderungen bei einigen Geschäften in der Innenstadt © Matthias Falk
Im Vorfeld hatten einige Geschäfte ihr Schaufenster in der Innenstadt mit Platten aus Holz gegen befürchtete Plünderungen oder Beschädigungen versucht zu schützen.
Nach dem Ende der ursprünglichen Versammlung zündeten einzelne Personen erneut Pyrotechnik. Dabei wurden zwei Polizeibeamte mit Böllern beworfen. Der leicht verletzte Beamte blieb dienstfähig. Die Tatverdächtigen dieser Böllerwürfe konnten bislang nicht ermittelt werden.



© Bernd Günther




