Auto-Unfall legt Bahnverkehr in Hannover lahm
Unfall führt zu stundenlangen Behinderungen im Bahnverkehr – 900 Reisende evakuiert.
HANNOVER (redu) – In der Nacht zu Sonntag hat sich in Hannover-Kleefeld ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein 19-jähriger Autofahrer überschlug sich auf der Karl-Wiechert-Allee. Dabei wurde eine Bahn-Oberleitung beschädigt, was den Zugverkehr für Stunden lahmlegte.
Hannover-Kleefeld. Am späten Samstagabend kam es gegen 23:25 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Karl-Wiechert-Allee. Ein 19-jähriger Fahrer war mit seinem Pkw auf einer Brücke über die Bahntrasse unterwegs, als er mit einem Betonpoller kollidierte. Der Aufprall schleuderte den Poller über das Geländer und beschädigte eine Oberleitung. Der Wagen überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Einer dieser Betonpoller durchschlug das Geländer der Brücke durch den Aufprall. © Bernd Günther
Der Fahrer stand unter Alkoholeinfluss und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Während des Unfalls befand sich ein vollbesetzter ICE auf der betroffenen Strecke. Der Zug wurde beschädigt und kam zum Stillstand. Ein nachfolgender Zug musste ebenfalls anhalten.
Insgesamt waren rund 900 Fahrgäste betroffen. Sie blieben zunächst in den Zügen und wurden erst gegen 3:30 Uhr von der Deutschen Bahn evakuiert. Danach erfolgte das Abschleppen der Züge.
In den frühen Morgenstunden wurden die S-Bahn-Gleise wieder freigegeben. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf mehr als 100.000 Euro. Zur Unfallursache ermittelt die Polizei.




