Ministerpräsident besucht Landesgartenschau Bad Nenndorf vor Eröffnung
Politische Spitze informiert sich über Fortschritt und Bedeutung der LAGA.
BAD NENNDORF (redu) – Bei einer Vorbegehung der Landesgartenschau Bad Nenndorf haben Ministerpräsident Olaf Lies und Ministerin Miriam Staudte am 24. April 2026 das Gelände besichtigt und sich über den Stand kurz vor der Eröffnung informiert.
Die Vorbegehung dient der politischen Einordnung des Projekts und zeigt die Bedeutung der Landesgartenschau für Stadtentwicklung und Tourismus in der Kurstadt.
Im Rahmen der Landesgartenschau Vorbegehung verschafften sich Ministerpräsident Olaf Lies und Ministerin Miriam Staudte gemeinsam mit lokalen Verantwortlichen einen Überblick über das Ausstellungsgelände in Bad Nenndorf. Der Rundgang fand wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung statt.
Begleitet wurden die politischen Gäste unter anderem von Landrat Jörg Farr sowie Vertretern der Stadt und der Landesgartenschau Bad Nenndorf gGmbH. Dazu gehörten Stadtdirektor Mike Schmidt sowie die Geschäftsführung mit Annette Stang und Benjamin Lotz.
Das Gelände verbindet historische Parkanlagen mit neu geschaffenen Freiräumen und modernen Aufenthaltsbereichen. Ziel ist es, die bestehende Kurparkstruktur behutsam weiterzuentwickeln und langfristig aufzuwerten.

Kleiner Vorgeschmack auf die Landesgartenshow in Bad Nenndorf © Matthias Falk
Bedeutung für Stadt und Region
Die Landesgartenschau gilt als eines der größten Projekte der Stadtentwicklung in Bad Nenndorf. Neben der touristischen Wirkung steht vor allem die nachhaltige Nutzung der neugestalteten Flächen im Fokus.
Die Veranstaltung läuft vom 29. April bis zum 18. Oktober 2026 und erstreckt sich über 173 Tage.

Die letzten Arbeiten laufen vor der Eröffnung nächste Woche. © Carl-Marcus Müller
Zahlen und Highlights der Gartenschau
Das Ausstellungsgelände erstreckt sich über rund 34 Hektar und entspricht damit etwa 48 Fußballfeldern. Innerhalb dieser Fläche wurden historische Bereiche mit neuen Anlagen verbunden und umfassend modernisiert.
Die Bauzeit für das Gesamtprojekt betrug rund 18 Monate vom Spatenstich bis zur Fertigstellung. Insgesamt wurden 39 Millionen Euro investiert, davon 26 Millionen Euro aus Fördermitteln und 13 Millionen Euro aus Eigenmitteln der Stadt Bad Nenndorf.
Für die Veranstaltung werden etwa 600.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Bereits im Vorfeld wurden rund 18.500 Dauerkarten verkauft, was auf ein hohes Interesse hindeutet.
Zu den baulichen Maßnahmen gehören etwa 6.000 Quadratmeter denkmalgerecht sanierte Wege im Kur- und Landschaftspark. Ergänzt wird das Gelände durch einen über 100 Meter langen Steg durch die Süntelbuchenallee sowie einen neu angelegten Teich mit rund 720 Quadratmetern Fläche.
Ein etwa ein Kilometer langer Erlebnisweg verbindet zentrale Bereiche wie die Liegehalle und den Waldtempel. Der Höhenunterschied innerhalb des Geländes beträgt dabei rund 54 Meter zwischen Esplanade und dem höchsten Punkt am Waldtempel.
Auch die Wegeführung wurde neu gedacht: Der direkte Weg zwischen Haupt- und Innenstadt-Eingang misst etwa 1,4 Kilometer. Gleichzeitig sorgen umfangreiche Pflanzungen für ein neues Erscheinungsbild mit rund 500 Bäumen, 1.700 Sträuchern und etwa 6.000 Quadratmetern Stauden- und Wechselflor mit mehr als 280 Arten.

Der Lageplan am Eingang gibt einen Überblick über die umfangreiche Fläche der Landesgartenschau © Bernd Günther




