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Zeckengefahr

Deutsche Rote Kreuz informiert über Zeckengefahr

29. März 2023/in Panorama
Veröffentlicht: 29. März 2023, 08:09 Uhr

Der DRK-Bundesarzt informiert über Zeckenrisiko

BERLIN (PM). Der Frühling kommt und mit ihm die Zeckenzeit. Trotz ihrer winzigen Körper stellen sie in manchen Fällen ein gesundheitliches Risiko für Menschen dar. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt deshalb vor einer steigenden Gefahr durch Zeckenstiche. Zecken sind mittlerweile fast ganzjährig aktiv, obwohl die eigentliche Saison erst ab Mai beginnt. „Sobald die Temperaturen anfangen zu steigen, sollte man vorsichtig sein“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Bernd Böttiger.

Mehr Zecken heißt erhöhtes Risiko für den Menschen. Denn durch Zeckenstiche können zwei gefährliche Erkrankungen übertragen werden: Die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose. FSME kann zu einer akuten Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks führen. „In sehr seltenen akuten Fällen kann die Erkrankung sogar tödlich enden“, warnt Prof. Böttinger. FSME werde häufig unterschätzt. „Eine Impfung schützt vor der Krankheit“, sagt Prof. Böttiger, der auch Klinikdirektor an der Uni-Klinik Köln ist.

Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es 2021 insgesamt 390 FSME-Erkrankungen. Eine Abnahme von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem 712 Fälle ermittelt wurden. Häufiger als FSME ist aber Borreliose. Rechtzeitig diagnostiziert, kann Borreliose glücklicherweise auch mit Antibiotika behandelt werden.

Zu den Symptomen zählen Hautrötungen, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit. „Was einen Zeckenstich so tückisch macht, ist, dass die Symptome in manchen Fällen erst einige Tage bis Wochen später auftreten“, sagt Prof. Böttiger. Bei einem Besuch im Freien empfiehlt es sich deshalb, freie Körperstellen zu bedecken und helle Kleidung zu tragen. So sind Zecken schneller erkennbar. „Lange Hosen und Ärmel bieten bei Wanderungen über Wiesen sowie durch Gebüsch und Unterholz einen guten Schutz“, sagt Prof. Böttiger. Dabei sollten die Hosen in die Socken gesteckt werden. „Zeckenschutzspray hilft zwar, bietet aber keine 100-prozentige Sicherheit. Nach Spaziergängen im Wald oder auf Wiesen sollte man unbedingt den Körper nach Zecken absuchen. Insbesondere im Bereich der Achselhöhlen und Leistenbeugen.“

Sollte sich eine Zecke gefunden haben, empfiehlt der DRK-Bundesarzt, diese mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte zu entfernen. Beides gibt es in Apotheken zu kaufen. „Die Zecke sollte dabei ganz vorn an der Haut angefasst und langsam senkrecht nach oben herausgezogen werden.“ Wichtig sei: Nicht die Zecke zerquetschen oder drehen, das führe gegebenenfalls dazu, dass die Sekrete ausgeschieden werden, in denen sich die Erreger befinden. Die Zecke muss möglichst im Ganzen entfernt werden. Gelingt die Entfernung nicht vollständig sowie bei Auftreten von Entzündungszeichen, einem kreisrunden Hautausschlag, der sich um die Einstichstelle bildet, sollte man direkt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

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