Feuer in Pflegeheim: Großeinsatz in Schneeren
Brand greift vom WC bis ins Dachgeschoss über – 43 Menschen evakuiert.
NEUSTADT AM RÜBENBERGE / SCHNEEREN (redu) – In einem Pflegeheim im Ortskern von Schneeren ist am späten Donnerstagabend ein Brand ausgebrochen. Alle 43 Bewohner wurden gemeinsam mit Einsatzkräften und Personal in Sicherheit gebracht.
Gegen 23:20 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Pflegeheim im Ortskern von Schneeren alarmiert. Beim Eintreffen stellte sich ein Brand in einem WC im Obergeschoss heraus, der sich bereits bis in das Dachgeschoss ausgebreitet hatte. Einsatzleiter Peer Wesemann, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Schneeren, erhöhte daraufhin das Alarmstichwort auf ein bestätigtes Feuer in einer Pflegeeinrichtung. In der Folge wurden weitere Kräfte nachalarmiert, darunter die Kernstadtfeuerwehr Neustadt mit einem Löschzug und der Drehleiter sowie spezialisierte Einheiten für Hygiene und Atemschutz.
Gemeinsam mit dem Pflegeheimpersonal evakuierten die Einsatzkräfte alle 43 Bewohner aus dem Gebäude. Ein Bewohner erlitt leichte, zunächst nicht näher definierte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen Menschen wurden zunächst in der nahegelegenen Gaststätte Asche am Schützenplatz untergebracht, wo sie vor der Witterung geschützt waren. Noch in der Nacht wurden weitere Notunterkünfte organisiert.
Über 30 der evakuierten Bewohner werden vorübergehend im Krankenhaus Nienburg aufgenommen. Das Krankenhaus stellte eine freie Station bereit, auf der die Betreuung durch das Pflegepersonal des betroffenen Heims gewährleistet wird. Die restlichen Bewohner können innerhalb von Schneeren in vorbereiteten Unterkünften untergebracht werden.

Das Bild der Wärmebildkamera in der Einsatzleitung zeigt die Ausdehnung des Brandes. © Feuerwehr Neustadt
Zur Unterstützung der Neustädter Drehleiter wurde eine zweite Drehleiter aus dem Landkreis Nienburg angefordert, die die Brandbekämpfung von der Gebäuderückseite übernahm. Mehrere Atemschutztrupps öffneten Bereiche im Dachgeschoss, um gezielt an den Brandherd zu gelangen. Zusätzlich kam die Drohne der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1 zum Einsatz, um Glutnester aus der Luft zu lokalisieren und effektiv abzulöschen.
Den Einsatzkräften wurde vor Ort vom Verpflegungszug der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1 warme Getränke und Essen bereitgestellt. Aufgrund der winterlichen Temperaturen begann Löschwasser auf der Straße zu gefrieren, weshalb der Bereitschaftsdienst des Bauhofs Neustadt angefordert wurde, um die Flächen abzustreuen. Der Stadtbrandmeister, seine Stellvertreter und die erste Stadträtin verschafften sich direkt vor Ort ein Bild der Lage.
Gegen 6:30 Uhr wurde der ehrenamtliche Rettungsdienst für Patiententransporte alarmiert, um die Bewohner in ihre neuen Unterkünfte zu bringen. Die Nachlöscharbeiten sowie die Betreuung der evakuierten Personen dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.
NACHTRAG 27. November 2025 11:45 Uhr (redu) – Die Feuerwehr ist am Donnerstagmittag erneut zum Pflegeheim Schneeren ausgerückt. Im Dachbereich waren Funkenflug und Rauch aufgetreten, sodass weitere Glutnester gelöscht werden mussten.
Am Donnerstagmittag wurde die Feuerwehr abermals zum Pflegeheim Schneeren alarmiert. Gegen 11:45 Uhr rückten die Feuerwehr Schneeren und die Drehleiter zu Nachlöscharbeiten aus, nachdem im Dachbereich erneut Funkenflug und eine leichte Rauchentwicklung festgestellt worden waren. Wärmebildaufnahmen einer Drohne zeigten Temperaturen von rund 70 Grad.
Aus dem Korb der Drehleiter löschten Einsatzkräfte erste Glutnester ab. Parallel öffnete ein Atemschutztrupp im Obergeschoss die Zwischendecke und stellte dort erhöhte Temperaturen sowie sichtbaren Flammenschein fest. In der Folge öffneten mehrere Trupps die Zwischendecke von zwei Seiten, wodurch das Feuer lokalisiert und vollständig gelöscht werden konnte.
Um ausreichend Atemschutzgeräteträger bereitzustellen, wurden die Feuerwehren Schneeren, Mardorf, Neustadt und Borstel sowie die Atemschutzeinheit und die Einsatzleitung Ort alarmiert. Gegen 15:00 Uhr meldeten die Kräfte schließlich „Feuer aus“ und verließen die Einsatzstelle.

Gegen Mittag musste die Feuerwehr erneut ausrücken. © Feuerwehr Neustadt




