Polizei stoppt Fluchtfahrt mit über 100 km/h in Hannover
Mercedes-Fahrer rast unter Cannabiseinfluss durch Hannover und gefährdet Passanten.
HANNOVER (redu) – Ein 28-jähriger Autofahrer ist am Freitagabend in Hannover mit hoher Geschwindigkeit vor einer Polizeikontrolle geflüchtet. Bei der Fluchtfahrt durch mehrere Straßen gefährdete er Fußgänger und Autofahrer. Die Polizei ermittelt wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.
Die Fluchtfahrt führte über mehrere Hauptverkehrsstraßen im Osten Hannovers. Mehrere Verkehrsteilnehmende mussten ausweichen oder bremsen, um Zusammenstöße zu verhindern.
Die Polizei wollte den Fahrer gegen 18:15 Uhr im Bereich der Overbeckstraße im Stadtteil List kontrollieren. Statt anzuhalten, beschleunigte der Mann sein Fahrzeug und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit vor dem Streifenwagen.
Bei der Fluchtfahrt über die Walderseestraße und die Hermann-Bahlsen-Allee auf die Podbielskistraße erreichte der Mercedes-Benz AMG laut Polizei eine Geschwindigkeit von deutlich über 100 Kilometern pro Stunde.
Fahrer provoziert gefährliche Situationen
An der Kreuzung Podbielskistraße und Hermann-Bahlsen-Allee überfuhr der Fahrer eine rote Ampel. Ein bislang unbekannter Fußgänger konnte nur durch einen Sprung zur Seite verhindern, von dem Fahrzeug erfasst zu werden. Zwei weitere Passanten wichen ebenfalls zurück und brachten sich auf dem Gehweg in Sicherheit.
Im weiteren Verlauf bog der Wagen auf die Klingerstraße in Richtung Weidetorkreisel ab. Dort überholte der Fahrer mehrfach andere Fahrzeuge und nutzte teilweise Fahrstreifen der Gegenrichtung. Mehrere Autofahrer mussten stark bremsen oder ausweichen.
Fahren ohne Führerschein
Kurz nachdem das Fahrzeug erneut in die Hermann-Bahlsen-Allee eingebogen war, konnte ein Funkstreifenwagen den Wagen stoppen. Die Einsatzkräfte nahmen den 28-jährigen Fahrer sowie seinen 47-jährigen Begleiter vorläufig fest.
Der Fahrer gab an, ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs gewesen zu sein. Zudem habe er das Fahrzeug unter dem Einfluss von Cannabis geführt. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten eine rechtlich unbedenkliche Menge Cannabis sowie einen schusswaffenähnlichen Gegenstand, der sich als Tierabwehrspray herausstellte.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Zeugen, insbesondere der Fußgänger, der sich mit einem Sprung retten konnte, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Lahe unter der Telefonnummer 0511 109-3315 zu melden.



