Neue Vereinbarungen gegen häusliche Gewalt
Neue Abkommen sichern geschlechterübergreifende Hilfe in der Region.
HANNOVER (redu) – Die Polizeidirektion Hannover hat am Freitag, 20.02.2026, neue Kooperationsvereinbarungen gegen häusliche Gewalt unterzeichnet. Partner sind die Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) sowie das Männerbüro Hannover e.V. Ziel ist ein lückenloses Hilfsangebot für Betroffene in der Region.
Mit den Vereinbarungen reagiert die Behörde auf veränderte Zuständigkeiten und erweitert bestehende Strukturen. Betroffene sollen schneller erreicht und bedarfsgerecht unterstützt werden.
Die Polizeidirektion Hannover baut ihre Netzwerke im Bereich häusliche Gewalt weiter aus. Mit der Unterzeichnung neuer Kooperationsvereinbarungen stärkt sie die Zusammenarbeit mit spezialisierten Beratungsstellen und schafft verbindliche Abläufe.
Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten betonte bei der Unterzeichnung, häusliche Gewalt sei keine private Angelegenheit, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Eine enge Vernetzung solle dazu beitragen, Betroffene schneller und zielgerichteter aus belastenden Situationen zu führen.
Zusammenarbeit mit BISS neu geregelt: Regionale Zuständigkeiten
Aufgrund geänderter örtlicher Zuständigkeiten wurde die Kooperation mit der Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt, vertreten durch die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V., neu gefasst. Kern bleibt das proaktive Vorgehen nach Polizeieinsätzen.
Nach einem Einsatz werden – unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben – relevante Informationen an die BISS übermittelt. Sozialarbeiterinnen nehmen zeitnah Kontakt zu betroffenen Frauen oder diversen Personen auf und bieten psychosoziale Krisenintervention, Erstberatung sowie Vermittlung weiterer Schutzmaßnahmen an.
Erweiterung um Männerbüro Hannover: Geschlechterübergreifende Hilfe
Ergänzend schloss die Polizeidirektion eine formelle Kooperationsvereinbarung mit dem Männerbüro Hannover e.V. ab. Damit trägt die Behörde der Tatsache Rechnung, dass auch Männer Opfer von Gewalt im häuslichen Umfeld werden.
Das Männerbüro unterstützt bei Sicherheitsplanung, informiert über rechtliche Möglichkeiten nach dem Gewaltschutzgesetz und bietet Beratung zur Verarbeitung des Erlebten. Zudem werden Trainings und Beratungen für gewalttätige Männer angeboten, um weitere Straftaten zu verhindern.




